Gewinn für alle: Wie wir mit Genossenschaften den Kapitalismus überwinden

Genossenschaften boomen, auch und gerade in einem hochindustrialisierten und auf den Weltmärkten konkurrierenden Land wie Deutschland. Dieses uralte Wirtschaftsprinzip erweist sich in Konjunktur-, vor allem aber in Krisenzeiten als hoch überlegen gegenüber anderen marktwirtschaftlichen Unternehmensformen. Warum das so ist, was Genossenschaften auszeichnet, wie sie funktionieren und warum diese alte Idee das Zukunftsmodell einer sozialen, werteorientierten Marktwirtschaft darstellt – diesen Fragen geht das Buch Gewinn für alle! Wie wir mit Genossenschaften den Kapitalismus überwinden“ nach.

Herausgegeben von der Leiterin der taz Genossenschaft, Konny Gellenbeck, beleuchtet der Band die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Genossenschaftswesens, das nicht zufällig 2016 als erster deutscher Beitrag in die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen. Es war Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der als preußischer Kommunalbeamter und Bürgermeister in einer verarmten Landregion des Westerwalds 1866 mit seiner Schrift  „Die Darlehnskassen-Vereine als Mittel zur Abhilfe der Noth der ländlichen Bevölkerung, sowie auch der städtischen Handwerker und Arbeiter die Initialzündung gab, mit der sich die Idee sehr bald verbreitete – mit heute mehr als 330.000 Genossenschaftsbanken in aller Welt.

Neben Friedrich Wilhelm Raiffeisen, dessen 200. Geburtstag 2018  gefeiert wird,  stellt das Buch weitere Pioniere des Genossenschaftswesens ebenso vor wie aktuelle Neugründungen und genossenschaftliche Organisationen, die weit über die ursprünglich nur agrarwirtschaftlich orientierten Genossenschaften hinausgehen. Bis hin zu Formen und Begriffen wie Open Source, Social Web und Crowd Funding, mit denen genossenschaftliche Prinzipien heute eine Renaissance im Netz erleben. Dass Genossenschaften gerade fauch ür nach Unabhängigkeit strebende Medien ein sehr geeignetes Wirtschaftsmodell sind, wird unter dem Titel „Das taz Wunder“ am Beispiel der 1991 gegründeten taz Genossenschaft dargestellt, ohne die das 1979 gestartete Projekt „tageszeitung“ vermutlich schon lange in den ewigen Jagdgründen der Insolvenz verschwunden wäre.

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Konny Gellenbeck (Hrsg.) „Gewinn für alle – Wie wir mit Genossenschaften den Kapitalismus überwinden“, mit Beiträgen von Mathias Bröckers, Imma Harms, Silke Helfrich, Helmut Höge, Aline Lüllmann, Arndt Neumann, Jacques Paysan, Michael Sontheimer und Andreas Wieg. Westend-Verlag, 250 Seiten, 16,00 Euro. Erhältlich im taz Shop und überall im Buchhandel.

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