vonhausblog 06.06.2018

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Mit Kristina Hänel fing alles an. Im September 2017 erfuhr taz-Redakteurin Dinah Riese von der Gießener Allgemeinmedizinerin, dass diese sich vor Gericht würde verantworten müssen, weil sie auf ihrer Webseite darüber informiert, dass sie in ihrer Praxis Schwangerschaftsabbrüche vornimmt.

Das gilt als „Werbung“ und ist gemäß Paragraf 219 a verboten. Angezeigt hatten Hänel radikale AbtreibungsgegnerInnen. Am 15. September 2017 berichtete Riese erstmals in der taz über diesen Fall. Seither ließ sie das Thema nicht mehr los.

Lob für Ausdauer

Insgesamt 43 Texte hat Riese für die taz zum Themenkomplex Schwangerschaftsabbruch/Paragraf 219 a verfasst. Mal schrieb und recherchierte sie allein, mal gemeinsam mit den Kolleginnen Hanna Voss und Patricia Hecht – in jedem Fall aber führte die taz dank Riese die Debatte an. Riese berichtete vom Prozess gegen die Frauenärztin und über weitere Anzeigen, die der von Hänel folgten.

Sie begleitet die politische Debatte, die nach der Anzeige die Politik ergriff, kommentierte, recherchiert, interviewte und ließ auch Befürworter*innen des „Werbeverbots“ in der taz zu Wort kommen. Nun wurde Riese vom Journalistinnenbund für ihre Berichterstattung mit dem Marlies-Hesse-Nachwuchspreis geehrt.

„Die Auszeichnung honoriert ihre Ausdauer und lobt gleichermaßen die redaktionelle Entscheidung der tageszeitung, ihr die kontinuierliche Berichterstattung über ein gleichstellungspolitisch brisantes Thema zu ermöglichen“, so die Jury.

Wir gratulieren der Kollegin ganz herzlich zu diesem wohlverdienten Preis.

Von MARLENE HALSER, Ressortleiterin taz2

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