vonmanuelschubert 06.12.2016

taz Hausblog

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354 Stützen werden den taz.neubau in Zukunft tragen. Mit ihrer Installation wird sich der Baufortschritt erheblich beschleunigen.

Was wäre die Welt ohne Stützen? Wohl nur in einer von der FDP dominierten Welt käme man theoretisch ohne aus. Der taz.neubau jedenfalls braucht Stützen. Und zwar ungefähr 47 pro Etage, 345 Stück insgesamt für das ganze Haus, 321 davon im Normalmaß von 3,35 bis 3,62 Meter für eine einfache Geschosshöhe und 24 etwa doppelt so lange, um die Decke über einem Doppelgeschoss aufzunehmen. So wie es über dem am Besselpark gelegenen Nordostteil des im Erdgeschoss beheimateten taz.Restaurant und Veranstaltungsraum vorgesehen ist. Und auch sechs Etagen weiter oben im taz.panorama, in dem dereinst Archivmaterialien aus der taz Geschichte inszeniert werden sollen.

Die Stützen haben’s in sich: durch sie entstehen die ansonsten stützenfreien Büroflächen, die uns die Freiheit geben, den Neubau nach unseren Vorstellungen in Besitz zu nehmen und flexibel in Zonen aufzuteilen und zu gestalten. Dabei haben sie komplexe Zug- und Druckkräfte aufzunehmen und so zu verteilen, dass verhältnismäßig „filigrane“ Elemente ausreichen, dem Gebäude die notwendige Festigkeit und Belastbarkeit zu verleihen.

Die Architekten nahmen damit „Bezüge vom Konstruktivismus über den sowjetischen Radioturm bis zum spacigen Club Berghain“ auf, so analysierten die Fachleute den Baukörper im Ergebnisprotokoll des von der taz für das Neubauvorhaben durchgeführten Architekturwettbewerbs.

Hausbau per Tieflader

Baulich werden die Stützen jetzt wie in einem Systembaukasten an die im Boden verankerten wuchtigen Tragwerkelemente geschraubt. Auf ihr oberes Ende kommen wiederum solche Tragwerkelemente, die mit vorgefertigten Teilen der angesetzten und aufgelegten Rippendeckenstruktur verbunden werden. Wir erwarten dadurch jetzt einen zügigen Baufortschritt, bei dem Tag für Tag deutlich etwas Neues zu sehen sein wird.

Tieflader liefern die vorgefertigten Bauelemente von Decken, Trägern und Flanschen, am Rohbau werden sie montiert – fertig ist die Etage. Allerdings wird die Montage der 47 Stützen pro Regelstockwerk dennoch ihre Zeit brauchen. Die Fassade wird diese Tragstruktur des Gebäudes dann mit einer vorgesetzten Metall- und Stahlbaukonstruktion wiedergeben.

Dabei entstehen ringsum etwa 60 Zentimeter breite Balkone, auf die man aus allen Büroflächen ins Freie gelangt. Damit auch wirklich alle komplizierten Bauteile in der richtigen Weise verbaut werden, steht am Südostende außerhalb unseres Gebäudes eine 60 qm große Musterfassade, die von allen wesentlichen Merkmalen ein vorbildliches Element enthält. Und wir können uns schon mal testweise mit dem Look and Feel vertraut machen.

ANDREAS BULL, Geschäftsführer der taz, beaufsichtigt den Fortgang der Bauarbeiten am taz.neubau.

Titelbild: Screenshot der Neubau-Webcam

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