Der Hausmeister dieses Mixed-Use-Komplexes entschied sich, erst einmal zwei provisorische Poller – aus Holz und mit Farbe – zu bauen, so lange noch Baufahrzeuge und Umzugs-LKWs auf dem Hof rumkurvten.
Archive for Dezember 2nd, 2006
Zusammenfassung des kürzlich vom Weimaraner Markus Krajewski in der Akademie Schloß Solitude veranstalteten Symposiums über Theorie und Praxis von “Projekten”: Diese entstanden in der Renaissance – indem das Handwerk sich aufspaltete: ein Großteil sank zu Lohnabhängigen ab, einige wenige schafften den Aufstieg als Künstler und Wissenschaftler (Mathematiker) – und machten sich mit ihrem Können selbständig, d.h. sie verkauften ihre Projekte fürderhin – die Künstler an die Fürsten, die Wissenschaftler an die (Festungsbau-) Arbeiter.
Als Wort taucht das Projekt erst bei Shakespeare auf: die Ermordung Hamlets wird von ihm – wahrscheinlich bereits ironisch – als ein “Projekt” bezeichnet. Berühmte “Projektemacher” des 17.Jhds. waren Gottfried Wilhelm Leibniz und Johann Joachim Becher. Sie führten schon eine “nomadische Existenz”. Praxis und Theorie von Projekten loteten zuerst Gottlieb von Justi und dann Daniel Defoe aus. Letzterer landete mehrmals im Gefängnis und schrieb 1697 einen “Essay upon Projects”. Der Wiener Kunstprofessor Reder, der auch in Stuttgart… weiter lesen