Archive for Januar, 2007

28.01.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (109)

von Helmut Höge

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Der Autor bei einer Poller-Analyse (Photo: Dr. Sabine Vogel)

28.01.2007 von Helmut Höge
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Sozialdarwinismus in Theorie und Praxis

von Helmut Höge

Die antiislamistische und antigewerkschaftliche Potsdamer Neocon-Postille “Cicero” freut sich:

” Der Sozialdarwinismus ist in den Managementetagen angekommen, Turbo-Sozialdarwinismus. Schlechte Zeiten für Seilschaften und Hierarchien, in denen sich die Verantwortung gegenseitig zugeschoben wird.”

Zu den herausragenden Vertretern sozialdarwinistischer Topmanager, die in Amerika “groß geworden” sind, zählt “Cicero” den Siemenschef:

“Kleinfeld hat sich ungewöhnlich konkret auf Ziele verpflichtet. „Ich stehe persönlich dafür ein, dass alle Unternehmensteile innerhalb der nächsten 18 bis 24 Monate auf Linie sind“, verkündete der Siemens-Chef bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen Ende April 2005 in Lissabon – da war Kleinfeld gerade mal vier Monate im Amt. Konkrete Ziele und Ergebnisse zählen für die neuen Herrn der deutschen Wirtschaft und dazu gehört eine schonungslose Bestandsaufnahme.”

Der Cicero-Autor betitelte seinen Text mit “Generation Kleinfeld“:

“Ehrfurcht gebietend die Stabilität an der Spitze von Siemens. Seit Gründung des Unternehmens am 12. Oktober 1847 führten erst zehn Männer den Konzern. Selbst auf dem Heiligen… weiter lesen

26.01.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (108)

von Helmut Höge

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Der Platzwart eines Zelplatzes mit Dauercamperareal in Niederbayern hat zwar beim Betonfuß seines Pollers gepfuscht, wie man sieht, das hat er dann aber mit immer mehr Hinweisschildern mehr als wett gemacht. An schönen Tagen verdonnert er überdies auch noch seinen Pudel “Sonja”, neben dem Poller Wache zu liegen.

26.01.2007 von Helmut Höge
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Nachtrag zur Siemens-Hauptversammlung

von Helmut Höge

1. Seltsam – die Hälfte aller Siemens-Einträge in diesem taz-blog werden von Google nicht registriert.

2. Die öko-taz war schon immer relativ ignorant gegenüber dem Wirtschaftsleben und erst recht den Arbeitern darin. Ihr erster Bruch bestand darin, die Arbeitskämpfe, die proletarische Bewegung  weniger wichtig oder interessant zu finden als die Anti-AKW-Auseinandersetzungen und dann die Hausbesetzerbewegung sowie den Punk, wobei ihre Aufmerksamkeit für letzteres sich zu einem immer größeren Interesse erst für Pop und dann für Glamour, schließlich für Promis und  Autoritäten aller Art (und sei es eine bayrische Landrättin) fortentwickelte, was stickum zu einem zweiten Bruch führte: zu einem biestigen Desinteresse an allem, was nach Bewegung aussah und -sieht.

Am Beispiel von Siemens bzw. der Hauptversammlung des Konzerns gestern kann man das sehr schön verdeutlichen. Neben einem Vorort-Stimmungsbericht gab es dazu heute nämlich noch “eine kleine Chronologie der Skandale” bei Siemens:

Diese beginnt mit der BenQ Mobile – Pleite, “bei… weiter lesen

25.01.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (107)

von Helmut Höge

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Diesen provisorischen Innenpoller baute der Hausmeister der Akademie der Künste, um die Reparatur einiger Fußbodenplatten bis zum Abtrocknen zu sichern.

Klaus Hartung, der Erfinder der “nach oben offenen Hartungskala” in der taz, der dann – in der “Zeit” – nicht nur den “Alarmismus” kreiierte, sondern der inzwischen auch gut und gerne als geheimer Sprecher der Akademie der Künste gelten kann, hat – wenn auch nicht direkt – zu der obigen Akademie-Installation und ihre ausgebliebene öffentliche Resonanz wie folgt Stellung genommen:

“Schweigen die Intellektuellen? Kann man gar von dem Schweigen der Intellektuellen reden? Jedenfalls wird davon geredet, klagend oder anklagend. Insbesondere nach der deutschen Vereinigung kursierte dieser Topos als Standarddiagnose in der Berichterstattung zur Lage der Nation. Eine der bedauerlichen Vereinigungsfolgen mehr? Jetzt drängt sogar Bundespräsident Herzog: “Wir brauchen Streit und Widerspruch, wir brauchen die Fragen und Zumutungen unabhängiger Köpfe.” Der ideelle Gesamt-”Ruck” der Deutschen verlangt gewissermaßen danach. Ein sehr… weiter lesen

25.01.2007 von Helmut Höge
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“Was ist los mit Siemens?”

von Helmut Höge

So heißt ein Quickforum bei spiegel.de. Um der Diskussion Futter zu geben, stellte die Redaktion heute einen Text über das Funktionieren zweier geheimer Briefkastenfirmen von Siemens in einem Liechtensteiner Bürogebäude in der Aeulestraße 74 ins Netz.

Die Firmen “Nomola Establishment” und “Zelux Establishment”, Postfach 461 in Vaduz dienten den Siemens-Anlagebauern ab Anfang der Achtzigerjahre als “Berater” – bei “Projekten” in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar. Dazu wurden regelrechte Verträge abgeschlossen.

“Beide Verträge waren mit je 1.807.259 Saudi-Riyal dotiert. Von Siemens zu zahlen auf das Konto 23416 beim damaligen Schweizerischen Bankenverein in Zürich, der heute zur UBS gehört. In Punkt vier der Vereinbarungen sichern sich beide Seiten strikte Geheimhaltung zu, gleich ob es “kaufmännische oder technische” Informationen der Projekte oder die Vereinbarung selber betrifft. Und das auch über das Ende der Laufzeit des Vertrags hinaus.”

So weit so gut, aber dann kommt die spiegel-online-redaktion ins deuten:

Das “System… weiter lesen

24.01.2007 von Helmut Höge
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Kartellführer Siemens?

von Helmut Höge

“Das hat Siemens noch gefehlt: Einen Tag vor der Hauptversammlung bricht eine weitere Negativ-Nachricht über den skandalgeplagten Konzern herein. Er soll wegen Preisabsprachen 418 Millionen Euro Strafe an die EU zahlen – ein Strafgeld in historischer Höhe, ” – schreibt heute spiegel-online.

Weiter heißt es dort:

Die EU-Wettbewerbshüter halten es für erwiesen, dass Siemens und seine erst 2005 erworbene österreichische Tochter VA Tech über Jahre hinweg Teil eines illegalen Kartells waren. Siemens soll eine Strafe von rund 396 Millionen Euro zahlen, Siemens Österreich weitere 22 Millionen Euro. Die Unternehmen sollen in den Jahren 1988 bis 2004 Preise und Märkte für Schaltanlagen für Hochspannungsnetze abgesprochen haben.Es ist das höchste Bußgeld, das Brüssel jemals von einem einzelnen Konzern wegen eines Kartellverstoßes gefordert hat. Nach Angaben des Siemens-Vorstands wird sich das Bußgeld noch im ersten Quartal auf das Ergebnis des Konzerns auswirken. Es gebe keine aufschiebende Wirkung, sagte der Chef des Bereichs Power… weiter lesen

23.01.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (106)

von Helmut Höge

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Auf diesen verkleideten Poller stieß Sharon Levinson in einer Heidelberger Gasse. Es handelt sich dabei um einen unansehnlich gewordenen Poller des Tiefbauamts, den der Hausmeister des Appartementhauses dahinter “ansprechend gestaltete”

23.01.2007 von Helmut Höge
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Aus der Siemens-Geschichte

von Helmut Höge

Komischerweise geht das hinter 1986 zurückreichende taz-archiv, das bisher nur intern zu nutzen ist und noch viele Fehler hat, nur bis 1983 zurück. Die fehlenden mindestens vier Jahre – bis 78/79 – werden hoffentlich auch noch kommen… Zur Unterpflasterung der Rudi-Dutschke-Straße, die – wie ich heute sah – schon mit einem großen schwarz-weißen Transparent am taz-haus “begrüßt” wird.

Hier ein taz-text vom 5.1. 1983, in dem es um die sich aus der Elektronbranche herausmendelnde Elektronikbranche in situ geht – konkret um das dabei auf der Strecke gebliebene Grundig-Werk…

Das gescheiterte Elektronik-Kartell

Nürnberg – 650 Beschäftigte des zum Grundig-Konzern gehörenden Video-Werkes in Nürnberg-Langwasser sollen demnächst entlassen werden. Wenn der Grundig-Konzern wie angekündigt an den französischen Multi Thomson-Brandt verkauft wird, dürfte diese Entlassungsaktion nur der Anfang sein. Ein ” Unternehmer alter Schule” hat sich im Gewirr der real existierenden kapitalistischen Konkurrenz verheddert. Thomson-Brandt hat am Montag offiziell beim Bundeskartellamt in Berlin dieweiter lesen

22.01.2007 von Helmut Höge
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Siemens-Turnaround

von Helmut Höge

Mit dieser Umdrehung auf Amerikanisch ist gemeint, dass es bei jedem der ans Licht gekommenen zig Siemens-Korruptionsfälle in den letzten Jahrzehnten so war, dass damit in irgendeiner Weise befaßte Siemens-Mitarbeiter zuvor versucht hatten, diese von oben durchgesetzte und seit fast 100 Jahren über die IEA institutionalisierte “Praxis” anzuprangern, sich ihr zu widersetzen oder mindestens im Nachhinein zu stoppen (zuletzt z.B. beim Moskauer Medizintechnik-Deal und in Norwegen) – immer vergeblich. Von der Konzernleitung aus wurde dagegen versucht, all diese Fälle als Fehlverhalten einiger weniger Untergebener hinzustellen, wobei man versicherte, man werde gegen diese “schwarzen Schafe” hart vorgehen – und es werde nicht wieder vorkommen. Diese Strategie war bisher immer erfolgreich gewesen, wobei die ganzen deutschen Kopflanger in Politik und Medien nur allzu gern mitgespielt hatten. Und das ist auch im jetzigen 420-Millionen-Euro-Korruptionsskandal der Fall. So kann der Siemenschef Kleinfeld z.B. heute – rechtzeitig vor dem Aktionärstreffen – im Spiegel nahezu unwidersprochen… weiter lesen