Archive for Februar, 2007

20.02.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (126)

von Helmut Höge

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Diesen schönen glänzenden Poller baute zwar nicht der Hausmeister einer neuen Wohnanlage etwas außerhalb von Prag, aber er setzte ihn ein – mit weißem Zement. Dazu mußte er jedoch erst mal die Gehwegplatte durchtrennen. Auf der diesjährigen Berlinale lief übrigens ein netter tschechischer Spielfilm “Grandhotel”, in dem der Hausmeister eines Berghotels etwas außerhalb von Liberec die Hauptrolle spielt. Auch er bastelte viel, jedoch keine Poller, sondern einen Heißluftballon, was in gewisser Weise das Gegenteil ist.

20.02.2007 von Helmut Höge
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Schwarze Zahlen!

von Helmut Höge

Nicht zuletzt dank des neuen Controllers veranstaltet die taz demnächst ihre erste “Schwarze Zahlen Party”.  Früher waren “die Zahlen” immer rot – was nur im Sozialismus (Drüben also) etwas Positives war, nämlich “Planerfüllungszahlen”. Früher waren aber auch die Inhalte der taz zumeist “rot”, das sind sie nun ebenfalls nicht mehr. Die taz ist eine Arbeitsplatz-Erhaltungseinrichtung geworden – sie setzt auf Dauer und nicht mehr auf Ziele (z.B.: Sturz der Regierung, Einrichtung einer Rätedemokratie, Abschaffung des Kapitalismus, d.h. der Warenproduktion – und stattdessen Gebrauchswertproduktion, Volksbewaffnung, Solidarität mit anderen Freiheitskämpfern (“Waffen für El Salvador!”), Aufhebung der Trennung von Hand- und Kopfarbeit, Verbot von volksverdummender Propaganda usw.). Die taz hat keine geldgeilen Aktionäre, sondern geduldige Genossenschaftler.
Aber auch anderswo ging es immer darum und erst recht darum, aus den roten Zahlen zu kommen bzw. nicht in die roten Zahlen zu geraten…So vereinigten die Konzerne Siemens, AEG und Brwon, Boveri & Cie 1935… weiter lesen

18.02.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (125)

von Helmut Höge

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Als der Besitzer einer “Wohnanlage” im Bötzowviertel anbaute, mußte der Hausmeister – Dirk Krüger – auf die Schnelle zwei Poller zum Absperren bauen. Hier sind sie. Da es sich jedoch um das letzte Bild auf dem Film handelte, fehlt ihnen die Spitze, die aus einem Haken besteht, an dem sich ein Absperrband befestigen läßt.

18.02.2007 von Helmut Höge
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Siemens, Schelsky und Sohn

von Helmut Höge

Der Nazisoziologe Helmut Schelsky – er habilitierte sich 1939 an der Universität Königsberg (über den präfaschistischen Wolfstheoretiker Hobbes), und wurde dann als NSDAP-Mitglied Assistent bei Arnold Gehlen – auch so ein rechtes Dreckschwein! und ging dann an die Universität Budapest zu Hans Freyer, noch einer!, der dort frecherweise über “Führerstaat und Volksgemeinschaft” dozierte. Die Studentenbewegung hat diesen ganzen armseligen Nazivordenkern dann die Karriere geknickt, indem sie mit Marxismus, Psychoanalyse und Frankfurter Schule dafür sorgte, dass sich einfach kein Schwein mehr für dieses idiotische Gedankengut interessierte. Über die Studentenbewegung urteilte Helmut Schelsky: „Aber was sich auch ereignen mag, diese Generation wird nie revolutionär, in flammender kollektiver Leidenschaft auf die Dinge reagieren. Sie trägt kein Bedürfnis in sich, elitäre Gemeinschaften zu stiften…”

Revolutionär sein hieß für ihn, elitäre Gemeinschaften zu stiften – und das sagt er über eine bzw. die  “antiautoritäre Bewegung”! Was für ein Schwachsinn (und schon lange vor ihm von… weiter lesen

16.02.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (124)

von Helmut Höge

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Was sich der Hausmeister einer kleinen Kaffeerösterei südwestlich von Bologna bei der Konstruktion dieses Pollers, der die Hecke vor rückwärts rangierenden Lieferanten schützen soll, gedacht hat, ist nicht ganz klar, aber dass er sich ordentlich Mühe gemacht hat, sieht man.

16.02.2007 von Helmut Höge
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Siemens/Wölfe – muß man langsam gegensteuern?

von Helmut Höge

Es kommt immer dicker. Bald muß man den “Elektroriesen” (Playboy) bzw. den “Global Prayer” (Penthouse) Siemens noch in Schutz nehmen – vor dieser ganzen Meute blutgieriger Journalisten, karrieristischer Staatsanwälte,  frustrierter Ex-Siemensianer und dreibeiniger Kampfzwerge (Spiegel). Was sich allein heute an Siemensia – Siemens-Scheißnachrichten – angesammelt hat, würde jeden normalen Unternehmer (gibt es so etwas überhaupt?) sofort in den Suizid treiben.  Namhafte Coca-Cola-Vertreter raten inzwischen dem “Münchner Konzern” (Praline), wenigstens seinen “Big Boß” (Pralle Möpse) Klaus Kleinfeld zurück nach Bremen-Walle zu schicken: “Da, wo er hergekommen ist!” (Wümme Kurier). Hier erst mal die “Top-News” (Yvonne Butterfield) aus der Weltpresse:
1. Siemens schmierte die CDU (Vanity Fair)!

2. Siemens schmierte die Gewerkschaft (europolitan)!

3. Siemens machte dicke Geschäfte mit der burmesischen Militärdiktatur – trotz eines weltweiten Wirtschaftsbokykotts (burma-news)!
(Das habe ich übrigens selbst vor einigen Jahren gesehen: In allen Telefonvermittlungszentralen Burmas befanden sich sündhafte teure Siemens-Schaltanlagen – die man uns… weiter lesen

13.02.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (123)

von Helmut Höge

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Zu seiner Existenzgründung “Imbiß B” bekam Jörg Steineich bei Forst an der Neiße vom ehemaligen Hofmeister der LPG Tierproduktion im Nachbarort einen Poller geschenkt, den er mit einer Stange verlängerte. So dient er ihm nun nach Feierabend zusammen mit einer Kette und einem Schloß zur Sicherung seiner drei Stehtische, damit diese ihm nicht so leicht geklaut werden können. Die drei Stehtische baute ebenfalls der Hofmeister der LPG: In der Wende verkaufte seine Kolchose selbstgeschlachtetes Fleisch auf Wochenmärkten, um die Löhne zahlen zu können. Dazu gehörte auch ein großer Grill, denn das Fleisch wurde verzehrfertig verkauft – und gleich an Ort und Stelle gegessen (u.a. an den drei Stehtischen). Das Geschäft lief gut, die LPG ging aber trotzdem pleite. Am Imbiß nimmt Jörg manchmal die weiße Stange aus dem Poller raus und stellt einen Schirm von “Camel” da rein.

13.02.2007 von Helmut Höge
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Kartellärger ohne Ende für Siemens

von Helmut Höge

Wieder das selbe Spiel – dpa meldet: Nach Verhängung eines Rekordbußgelds wegen illegaler Preisabsprachen durch die EU-Kommission droht dem Siemens- Konzern nun neuer Ärger aus Brüssel. Siemens gab heute bereits die Suspendierung von drei Mitarbeitern des Bereichs Energie-Übertragung und -Verteilung bekannt. Die Beschäftigten sollen sich laut internen Ermittlungen im Geschäft mit Leistungs-Transformatoren an illegalen Absprachen beteiligt haben.

Und nun kommts: “Solche Einzelfälle werfen ein schlechtes Licht auf die ordentlichen Leistungen aller anderen Mitarbeiter. Das kann nicht toleriert werden”, sagte Siemens-Manager Udo Niehage am Dienstag.

Hintergrund sind neue Erkenntnisse der EU-Kommission gegen Korruption, Kartellwesen und unerlaubte Konkurrenzkampfmittel – über “illegale Preisabsprachen bei Schaltsystemen für Stromnetze”. Siemens gab diesbezüglich bereits zu, “dass es auf dem deutschen Markt zu Absprachen zwischen insgesamt fünf Unternehmen gekommen” sei.

Die SZ meldet, dass heute auch die tschechischen Wettbewerbsbehörden (das dortige Kartellamt UOHS u.a.) eine “Kartellstrafe gegen Siemens verhängte”. Der Konzern soll mit 15 anderen Firmen (u.a.… weiter lesen

12.02.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (122)

von Helmut Höge

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“Das war der dickste Poller, auf den ich bei meiner Englandreise kürzlich gestoßen bin,” schreibt uns Ruth Kläusner (41), Hausmeisterin in einer Bielefelder Sozialeinrichtung. Genaugenommen haben wir hier – im Geburtsland des Darwinismus ausgerechnet – das langgesuchte “missing link” vor uns im Bild: den Übergang vom schweigenden zum stummen Polizisten/Wächter/Verkehrsabweiser – und das auch noch ungeschieden, also in situ quasi.

12.02.2007 von Helmut Höge
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“Nach dem Gesetz der Wölfe”

von Helmut Höge

So nannte der brasilianische Kartellkritiker Kurt Rudolf Mirow seinen ersten 1976 im “Aktuell-Magazin ‘Technik und Politik’” veröffentlichten Artikel über “Das Welt-Elektro-Kartell”. Das Magazin erschien im Rowohlt-Verlag, Herausgeber war der heute als Pensionär in Berlin lebende Freimut Duwe, zum redaktionellen “Braintrust” gehörten u.a. Ivan Illich und André Gorz.

Damals garantierte wie bereits erwähnt die Bundespost den zum Elektrokartell IEA gehörenden deutschen Konzernen Siemens und AEG die jährliche Abnahme eines bestimmten Kontingents an Fernmeldeeinrichtungen – bis hin zu Telefonen. Das garantierte wiederum ihrem Unternehmensbereich Nachrichtentechnik steigende Gewinne – bei ständig wachsenden roten Zahlen der Bundespost. Dem nicht zur IEA gehörenden Konzern ITT bzw. seiner Tochter der Standard Electric Lorenz AG gelang es jedoch, sich einen Teil vom staatlichen Fernmelde-Kuchen zu sichern. Da kam es zu einer unangenehmen Untersuchung, das Bundeskartellamt schaltete sich ein, es wurden kompromittierende Dokumente gefunden. Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 10.2.76 unter der Überschrift “Absprachen über Telefonpreise”. Als dann… weiter lesen