Archive for April 30th, 2007

30.04.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (149)

von Helmut Höge

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Die Hinweise auf das Hotel “Ramada” an den beiden Mülltonnen, die der Hotel-Hausmeister da rangepinselt hatte, genügten dem Hotelmanager nicht – und an den staatlichen blauen Poller durfte der Hausmeister nichts anbringen, also entschied er sich für den Kauf eines weiteren Pollers – wobei er sich für einen zusammensteckbaren Multifunktionspoller entschied,  an den er ein ebenfalls gekauftes Schild mit dem Namen des Hotels anbrachte. Und seitdem ist der Hotelmanager voll zufriedengestellt.

30.04.2007 von Helmut Höge
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Hausmeister-Konferenz

von Helmut Höge

Neulich fand im “Sol y Sombre” eine kleine Hausmeisterkonferenz statt, die sich vornehmlich mit der Privatisierung der Berliner Wohnhäuser befaßte. Ihre Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Wenn auf produktive Weise nichts mehr profitabilisiert werden kann – muß man neue Geschäftsfelder suchen: Luft, Liebe, Wärme, Wasser, Wohnraum…Kürzlich fand in Berlin die internationale Konferenz “Marxismus für das 21. Jahrhundert” statt; der schottische Wissenschaftler Paul Cockshott versuchte in diesem Zusammenhang, uns zuförderst die derzeitige Agonie des Realen und die Erosion des Sozialen zu erhellen. Er meinte, mit dem “Mißerfolg der Kulturrevolution in China begann der Triumph der Reaktion.” Als kurz nach Maos Tod 1977 Deng Xiaoping die Führung übernahm und die chinesische Wirtschaft für westliches Kapital öffnete, kippte das weltweite Gleichgewicht der Klassenkräfte: “Eine riesige Reservearmee von billigsten Arbeitskräften wurde in die Waagschale geworfen. Die Verhandlungsposition des weltweit agierenden Kapitals in der Auseinandersetzung mit seinen jeweiligen nationalen Arbeiterklassen wurde in einem Landweiter lesen

30.04.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (148)

von Helmut Höge

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Dies sind zwei selbstgebaute Poller – aus sechs Kanthölzern und sechzehn Bandeisen. Aber ob sie der Hausmeister des Hauses hinterm Tor gebaut hat – ist fraglich. Wahrscheinlicher ist, dass er sich diese Dinger bloß besorgt und dann aufgestellt hat, vielleicht bereits fertig von einem Tiefbauunternehmen.  In der Hauptstadt werden ständig irgendwelche Poller von privat an privat  verkauft  – und zwar gerade solche, bei denen man das Handmade  nicht übersehen kann. Mit industriell gefertigten zu operieren überläßt man noch weitgehend dem Staat.

30.04.2007 von Helmut Höge
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Das Teamwork der Siemens-Wölfe

von Helmut Höge

Dafür ist die Unternehmensberaterin Gertrud Höhler aus Paderborn zuständig. Und deswegen hat der Tagesspiegel sie auch gerade über die “Siemenskultur” und das vorzeitige Aus für von Pierer und van Kleinfeld interviewt. Herausgekommen ist dabei eine Art Küchenpsychologie des Siemensvorstands. 

Über Höhler hat Henscheid schon so viel Gutes geschrieben, mir ist sie – mit einem ihrer Bücher – bisher nur einmal über den Weg gelaufen – im Zusammenhang meiner Hund/Wolf-Forschung:
Wie das Wölfischwerden der gesamten deutschen Nation bis hin zum Nationalsozialismus funktionierte, wird langsam klar. Einerseits führte der preußische Militarismus zu einer Verselbstständigung gegenüber dem Staat, und andererseits fürchtete der soldatische Mann im Falle einer friedlichen Revolution, dass dabei sein Ichpanzer völlig aus dem Leim gehen würde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde deswegen Preußen schleunigst von den Alliierten aufgelöst und die Wehrmacht sowie andere militärische Verbände verboten. Für eine demokratische Gesellschaft waren sie nicht zu gebrauchen.

In der Bundesrepublik… weiter lesen