Archive for Mai 7th, 2007

07.05.2007 von Helmut Höge
blogavatar

Hausmeisterkunst (153)

von Helmut Höge

Das Museum Ludwig in Budapest ist nur eins von dreizehn Museen des Kunstmäzens Ludwig, dazu gehört auch ein elektronisch versenkbarer Poller, der die Zufahrt zum Haupteingang versperrt. Das Budapester Ordnungsamt setzte ein Schild daneben, das den Autofahrern seine Funktionsweise erklärt (ein Übersetzung aus dem Ungarischen wäre hierbei wünschenswert – siehe dazu zweites Photo). Weil aber immer wieder Autofahrer versuchten, sich am versenkbaren Poller vorbeimzumogeln, stellte der Hausmeister des Museums noch einen Handmade-Poller daneben auf:

DSC00315.JPG

DSC00317.JPG

Zum Ludwig-Museum Budapest sei noch dies hinzugefügt – aus wdr.de von Nina Magoley:

Protestplakate, fliegende Eier, Farbbeutel: Die Aufregung ist groß, als das Kölner Museum Ludwig vor 20 Jahren, am 6. September 1986, erstmals seine Pforten öffnet. Aufgebrachte Bürger machen ihrem Ärger Luft. Dabei scheint Köln das Glück geradezu in den Schoß gefallen zu sein.

Hat doch der Aachener Schokoladenfabrikant Peter Ludwig der Stadt eine Sammlung moderner Kunst geschenkt, die in Größe und Wert weltweit… weiter lesen

07.05.2007 von Helmut Höge
blogavatar

Munter zum Mond

von Helmut Höge

“Die Familie, in der ich zur Welt gekommen bin, unterscheidet sich in keiner Weise von Millionen anderer werktätiger Familien unseres sozialistischen Heimatlandes. Meine Eltern sind schlichte russische Menschen, denen die Große Sozialistische Oktoberrevolution ebenso wie unserem ganzen Volk einen breiten und geraden Lebensweg erschlossen hat”.

So beginnt die schlichte aber ergreifende Autobiographie von Juri Gagarin: “Der Weg in den Kosmos”. Der Gedanke eines geradewegs in das Universum führenden “Lebensweges” scheint überhaupt russisch zu sein. So unterscheidet sich der sowjetische “Kosmos”-Begriff vom amerikanischen “outer space” schon dadurch, dass ersterer mit der irdischen Lebenswelt “harmonisch” verbunden ist, während der US-Weltraum so etwas wie eine “new frontier” darstellt. Dies behauptet jedenfalls die in den USA lebende russische Kulturwissenschaftlerin Swetlana Boym in einem Essay zum beeindruckenden Bildband “Kosmos” von Adam Bartos, das noch einmal das sowjetische Weltraum-Programm nostalgisch und en détail feiert.

Aber auch dem amerikanischen Programm fehlt seit dem Zerfall der Sowjetunion der… weiter lesen