Auch dieser Hausmeister-Poller wurde infolge von Wiedervereinigung und Privatisierung ausgemustert. Die neuen Investoren – aus Hamburg und Wiesbaden (damals wurden sie noch nicht Heuschrecken, sondern scheue Rehe genannt) – wollten alles inklusive Personal ganz neu und schick haben: in dieser Fabrik bei Magdeburg. Aber dann ging ihnen das Geld aus. Und seitdem verrotten die Dinge da vor sich hin.
Archive for Mai 29th, 2007

Welch ein Unterschied: Einmal ein Interview mit dem IG Metall-Funktionär und Arbeitnehmervertreter im Siemens-Aufsichtsrat Wolfgang Müller über die von Siemens finanzierte gelbe Gewerkschaft AUB. Und zum anderen zwei Interviews mit dem Siemens-Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Comme über den Korruptionsskandal. Beginnen wir mit dem ersten – abgedruckt in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift konkret:
konkret: Wer steckt hinter der »Arbeitsge-
meinschaft Unabhängiger Betriebsangehöri-
ger« (AUB)?
Müller: Anders als in den Medien oft dar-
gestellt, ist die AUB keine Gewerkschaft, auch
keine Klientel- oder Splittergewerkschaft, son-
dern ein von Herrn Schelsky gegründetes Per-
sonaldienstleistungsunternehmen. Erklärtes
Ziel ist es, dem Wohl des Unternehmens zu
dienen. Eine Dienstleistung unter vielen ande-
ren, die Schelsky seinen Kunden bietet, ist es,
ihre Unternehmen möglichst gewerkschafts-
frei zu halten »union busting« nennt man
das in den USA. Doch anders als in den USA
benötigt man… weiter lesen