Archive for Juni 26th, 2007

26.06.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (178)

von Helmut Höge

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Diesen umlegbaren Poller mußte der Hausmeister einer Berliner Bank auf Geheiß seines Chefs auf dem Parkdeck bloß festdübeln, dazu aber noch elf weitere ebensolche Poller. Dadurch wurden die Stellflächen für 12 leitende Angestellte reserviert, die für die Poller dann einen Schlüssel bekamen. “Das war eine Sauarbeit, ich sags dir” meinte der Hausmeister, “tagelang hat mich diese Scheiße beschäftigt”. Anschließend mußte er die so reservierten Parkflächen auch noch durchnumerieren, damit ihre Nutzer sie leichter fanden, wenn sie morgens noch halb verschlafen auf dem Parckdeck rumkurvten.

26.06.2007 von Helmut Höge
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Floß statt Agora

von Helmut Höge

1.

Michel Foucault definierte die Freundschaft als “die Summe all der Dinge, über die man einander Freude und Lust bereiten kann”. Und in bezug auf seine bzw. die Homosexualität meinte er: “Das Ziel, auf das die Entwicklung der Homosexualität hinausläuft, ist das Problem der Freundschaft.”

Dieses “Problem” stellte er in den Horizont einer “Ethik – “als einer Form, die man seinem Verhalten und seinem Leben zu geben hat”. An anderer Stelle spricht er von der notwendigen “Suche nach Existenzstilen – mit möglichst großen Unterschieden untereinander”. Notwendig   deswegen, weil die bisherige “Suche nach einer Form von Moral, die für alle annehmbar wäre – in dem Sinne, dass alle sich dem zu unterwerfen hätten,” sich als eine “Katastrophe” darstellte. Statt “Ethik” könnte man hierbei auch von “Praxis der Freiheit” reden: Einerseits ist “die Freiheit die ontologische Bedingung der Ethik”,  andererseits ist die “Ethik die reflektierte Form, die die Freiheit annimmt”. Und… weiter lesen