Dieser rotweiße Poller, den der Hausmeister eines Lagerhallenkomplexes bei Hamburg unten einbetonierte und oben mit einem Anker in der Wand einmauerte, sollte eigentlich nur eine Kette vor der Einfahrt halten. Aber dann zerrissen die Fahrer sie beim Rangieren immer wieder, so dass der Hausmeister immer dickere Ketten nahm. Die letzte hielt dann auch, dafür wurde der obige Poller umgerissen. Der Hausmeister schaffte es zwar, ihn wieder aufzustellen, aber dieser Vandalismus ließ seine Bastelleidenschaft erlahmen, d.h. seitdem hat pollermäßig nichts mehr unternommen. Die meiste Zeit sitzt er nun in seinem Kabuff und studiert das Betriebsverfassungsgesetz: vor einigen Monaten ließ er sich mit seinem dabei gesammelten Wissen sogar in den Betriebsrat wählen.
Archive for Juli 13th, 2007
Generation X, Generation Golf, Generation Berlin, Generation Praktikum…ständig werden neue Generationen kreiert. Michael Klundt hat in der Jungen Welt heute diesen reaktionären Schwachsinn analysiert:
Was »die soziale Frage« in Deutschland ist, scheinen seit dem Oktober 2006 wieder alle Bundesbürger zu wissen. Nachdem der SPD-Bundesvorsitzende Kurt Beck auf Basis einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Unterschicht zu erkennen meinte, begann eine breite Kontroverse über deren Existenz, Entstehung, Beschaffenheit und Zukunft. Angesichts der gegenwärtigen Debatten um Unterschichten und Armut ist das Thema der sozialen Spaltung in Deutschland so sehr präsent, daß sich praktisch jeder dazu verhalten muß. Dies gilt auch dann, wenn man berücksichtigt, daß für Beck sowie für einige andere Politiker und Journalisten die »Unterschicht (…) zum Problem« wird (Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 9.11.2006) und nicht etwa die Verhältnisse und Politiken selbst, welche diese hervorgebracht haben. Insofern gab es für viele neo- und sozialliberale Beiträge in dieser Debatte keinerlei Grund, etwa… weiter lesen