16.08.2007 von Helmut Höge
Der Urban Tale ist schier weltumspannend. Einen Eindruck vermitteln die Bücher von Rolf W. Brednich: “Die Spinne in der Yuccapalme” und “Die Maus im Jumbojet”, in denen der Forscher mit Hilfe einer Schar von Informanten aus aller Welt den Weg verschiedener Urban Tales verfolgte. Im Gegensatz zum “obszönen Witz”, die überall auf der Welt quasi neu erfunden werden müssen (aus fast anthropologischen Gründen), brauchen die Urban Tales nur einmal erfunden zu werden – und rasen dann um die Welt, wobei sie sich überall als authentisch und lokal gerieren: als wahre Geschichten. Dadurch werden diese Tales gleichsam geerdet – und gleichzeitig in Sammelbänden zu internationalen Bestsellern. Die Urban Tales haben keinen Autor, nur einen Herausgeber, der dazu möglichst viele Korrespondenten braucht.
Hier zwei Beispiele für seine Funktionsweise, das erste könnte man “Bärendienst” nennen:
1998 band man dem Biologen Cord Riechelmann in Bulgarien eine lustige Bärengeschichte auf: Als der KP- und Staatschef… weiter lesen
13.08.2007 von Helmut Höge

Der Hausmeister eines Hannoveraner Gewerbehofs hat um der Flexibilität willen diese zwei rotweißen Standardpoller ausgegraben, kürzer gesägt und in zwei ausrangierte Kohlekästen einbetoniert. Nun kann er mit ihnen und eine Plastikkette jeden Bereich des Hofes absperren – “eine feine Sache”.
13.08.2007 von Helmut Höge
Die internen Ermittler, Anwälte der US-Kanzlei Debevoise & Plimpton, sprechen von einer “schockierenden Summe”. Bei Geschäften in der Kommunikationssparte und im Kraftwerksbau wurden wahrscheinlich mehr als eine Milliarde Euro Schmiergelder von Siemens gezahlt. “Die Transaktionen reichten bis Anfang der 90er Jahre zurück,” schreibt die Süddeutsche Zeitung. Allein in der Kommunikationssparte, wo man bisher von 420 Mio Euro ausging, stießen die US-Prüfer auf “dubiose Zahlungen” von fast 900 mio Euro. Gleichzeitig gab es auch noch mehrere polizeiliche Razzien an verschiedenen Siemens-Standorten. Vielfach wurden die Zahlungen über Liechtensteiner Firmenkonten abgewickelt, aber auch über andere ausländische, z.B. in den Vereinigten Emiraten. “Den Ermittlern zufolge verfügte die Kraftwerkssparte bis Ende der 90er Jahre über in System von Scheingesellschaften und Tarnkonten”, schreibt die Süddeutsche Zeitung und illustriert ihren Bericht mit einem riesigen Farbphoto von einer Verkehrskreuzung in Abu Dhabi. In ihrem Kommentar heißt es: “Die internen und externen Ermittler kommen voran – und sie stoßen… weiter lesen
10.08.2007 von Helmut Höge

Diesen grünen Poller stellte der Hausmeister einer Villa bei Hamburg auf. Er scheint weniger der Verkehrsabweisung an dieser Stelle des Zauns um das große Grundstück zu dienen als der Verkehrsüberwachung. Darauf deuten jedenfalls die beiden Antennen und sonstigen Elektronikteile an ihm hin.
10.08.2007 von Helmut Höge
1. Hausmeister von Kampfhunden getötet
New York/Los Angeles (dpa) – Die Kampfhunde des US-Schauspielers Ving Rhames («Mission: Impossible») haben ihren Betreuer möglicherweise zu Tode gebissen.
Der etwa 40-jährige Mann wurde mit Bisswunden am ganzen Körper tot im Vorgarten des weitläufigen Anwesens in Los Angeles aufgefunden, berichtete die «Los Angeles Times». Die Polizei nahm vier Hunde in Gewahrsam, darunter zwei brasilianische Doggen. «Groß wie Löwen im Zirkus», hieß es bei den Behörden. Rhames (48) war wegen Dreharbeiten in Europa zur Zeit des Unglücks nicht zu Hause.
Der Hausmeister, der seit zwei Jahren für ihn arbeitete, sollte dem Bericht zufolge auf das Anwesen aufpassen und die Hunde versorgen. Nach ersten Erkenntnissen wurde er auf einem Rasenstück zwischen Gäste- und Haupthaus von mindestens zwei Tieren angefallen, konnte sich aber hinter einen Zaun schleppen. Eine Obduktion sollte klären, ob er an den Bisswunden oder an einem Herzinfarkt starb.
Nachbarn schilderten die Hunde als… weiter lesen
09.08.2007 von Helmut Höge

Der Hausmeister des Hannoveraner Teppichboden-Marktes bekam den Auftrag/Befehl, ein Hinweisschild auf den Parkplatz des Marktes an der Zufahrt zu einer Tiefgarage anzubringen. Das ließ sich mit ein bißchen Draht ja noch relativ leicht bewerkstelligen, aber dann sollte er das Schild auch noch gegen die Autofahrer, die in die Tiefgarage fuhren, schützen. Dazu fiel ihm nichts anderes oder besseres ein, als neben dem Schild einen schwarz-gelben Vierkantpoller an der Garageneinfahrt einzubetonieren.
09.08.2007 von Helmut Höge
Mail aus der tanzwirtschaft@kaffeeburger.de:
Seit Mai 2007 gab es mehrere Razzien wegen insgesamt 4 Ermittlungsverfahren nach §129a in Hamburg, Berlin, Strausberg und Bad Oldesloe:* Am 9. Mai wegen „Bildung einer terroristischen Vereinigung zur Verhinderung des G8-Gipfels“ (unter wechselnden Gruppennamen, 18 Personen) sowie „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung (militante gruppe, 3 Personen, Anschläge seit 2001).
* Am 13. Juni/ 19. Juni wegen „Bildung einer terroristischen Vereinigung (unter wechselnden Gruppennamen, z.B. AK Origami). Es geht um vier Brandanschläge auf Fahrzeuge der Bundeswehr und eine Firma, die an Rüstungsprojekten beteiligt ist in Glinde (2002), Bad Oldesloe und Berlin (2004 und 2006).
* Am 31. Juli wegen „Bildung einer terroristischen Vereinigung (militante gruppe, 4 Personen).
Das Bundeskriminalamt hat in der Presse mehrmals erklärt, die späteren Durchsuchungen stünden nicht im Zusammenhang mit denen des 9. Mai und damit nicht im Kontext des G8. Aus früheren Ermittlungen und Verfahren nach §129a ist allerdings bekannt, dass Durchsuchungsbeschlüsse… weiter lesen
02.08.2007 von Helmut Höge

Weil er im Innern dieses allzu voluminösen Pollers vor dem Regierungspalast eine Bombe vermutete, bat der Hausmeister Gustav Dräger seine Frau Jasmin, einmal seitlich davor zu posieren, damit er sie beide auf einmal knipsen könne – bevor das Ding hochgehe. Das tat seine Frau dann auch, obwohl ihr nicht ganz wohl dabei war, wie ihr Gesichtsausdruck zeigt. Leider vergaß das Ehepaar Dräger, das uns einen Abzug davon schickte, hinzuzufügen, um welchen Palast welcher Regierung welchen Landes es sich hinter dem Poller handelte. Dem martialischen Schutz des Gebäudes nach zu urteilen muß es sich dabei um eine wirklich miese Verbrecherbande im Innern handeln. Da aber jegliches Regieren verbrecherisch ist, ist es eigentlich scheißegal, wo genau Jasmin nun posierte.
02.08.2007 von Helmut Höge
Man hat sich schon fast daran gewöhnt, dass Hausmeister, zumal deutsche, einen bescheuerten Blockwart-Charakter haben, nun stellt sich heraus, dass es auch miese Massenmörder unter ihnen gibt: z.B. Andrew Kehoes aus Michigan. Der Mondscheinbauer und Hausmeister der Gemeinschaftsschule von Bath, einem kleinen Dorf bei Lansing, sprengte im Mai 1927 erst das Schulgebäude in die Luft und tötete die Überlebenden anschließend mit einer Autobombe. 38 Kinder und 7 Erwachsene starben dabei. Vor seiner Tat hatte er erst einmal seine Frau ermordet.
In seinem Buch über die “Geschichte der Autobombe” (der Luftwaffe des Kleinen Mannes) kommt Mike Davis auf die Ursachen der “Raserei” dieses Hausmeisters zu sprechen, die er in Kehoes “fixen Idee” sieht, “seinen finanziellen Schwierigkeiten (die 1927 in der Zwangsvollstreckung seiner Farm gipfelten) lägen am Bau der neuen Schule in Bath, wegen dem die örtlichen Steuern erhöht worden seien. Nachdem Kehoe als gewählter Kassenwart der Schule erfolglos versucht hatte,… weiter lesen
01.08.2007 von Helmut Höge

Ebenfalls in Hannover, auf einem Gewerbehof, ließ er der “für sowas Zuständige” diese zwei schwarzgelben Poller “pflanzen” – hier, um die Hauskante und das Fallrohr vor den dort rumrangierenden LKWs zu schützen. Die Poller sind – wie man sieht – auch im Dunkeln gut zu erkennen.