Archive for September 23rd, 2007

23.09.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (200)

von Helmut Höge

Poller_Berlin-Bauplan.jpg

Diese umsichtige Moabiter Hausmeisterin namens Ruth Dormagen stellte nicht nur zwei alte Pilonen,  die sie für alle Fälle noch im Keller in ihrer Werkstatt hatte, auf die Straße, damit die Gerüstbauer einen Parkplatz für ihren LKW direkt vorm Haus vorfänden – wenn sie kämen, zusätzlich steckte sie ihnen auch noch einige schriftliche Anweisungen nebst ihren  Telefonnummern (und zwar in doppelter Ausfertigung) in die Pilonenspitzen. Foto: Antonia Herrscher.

Über Moabit sei noch dies erwähnt:

“Siehe, meine Freundin, deine Augen sind wie Taubenaugen hinter dem Schleier / Deine beiden Brüste sind wie junge Zwillinge von Gazellen” (Aus dem Hohelied)

Moabit war mal Zentrum der Studentenbewegung, insofern man dort die Verbindung zum Industrieproletariat suchte und zum Teil auch fand. Heute soll der Bezirk laut zitty in völlige Vergessenheit geraten sein. Deswegen wird eine Ausstellung – in Kreuzberg – mit Fotos von “Moabiter Kids” nun groß angekündigt. Es handelt sich um Straßenporträts: “Protzige… weiter lesen

23.09.2007 von Helmut Höge
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Fußball und Frauen

von Helmut Höge

Im taz-blog von Schröder/Kalender finden sich dieser Tage  zwei interessante Kapitel aus einem  im konkret-literaturverlag erschienenen Buch  mit dem Titel “Pop-Shop”, in dem es um  im Knast  interviewte  jugendliche Mitbürger arabischer Herkunft geht, sie äußern sich u.a. über Frauen/Nutten und Fußball/Kampfsport.

Schröder/Kalender schreiben dazu: ” ›POP Shop‹ ist kein neuer Titel aus dem Programm von Kiepenheuer & Witsch, vielmehr bezeichnen so Gefangene und Gefängnispersonal die Freizeitsperren, die verhängt werden, wenn Verbote übertreten wurden. Der Begriff leitet sich ab von der in den 70ern beliebte Musiksendung. Zur gleichen Zeit, wenn ›POP Shop‹ auf Sendung ging, wurden nämlich in den Strafvollzugsanstalt die Zellen verschlossen. Die Jugendlichen, die in dem Buch zu Wort kommen, hatten sich den Titel ›POP Shop‹ gewünscht.

Ein Jahr lang sprach Klaus Jünschke mit zwanzig jugendlichen Strafgefangenen in der Justizvollzugsanstalt Köln. Das Projekt des Kölner Apell gegen Rassismus e.V. lief unter dem Titel ›Erzählwerkstatt‹. Christiane Ensslin schrieb die Tonbänder… weiter lesen