
Der Hausmeister in Stockholm hat daneben auch noch Skizzen für weitere Poller gemacht, die er jedoch bisher noch nicht umgesetzt hat. (Photo Peter Grosse)

Der Hausmeister in Stockholm hat daneben auch noch Skizzen für weitere Poller gemacht, die er jedoch bisher noch nicht umgesetzt hat. (Photo Peter Grosse)
Jetzt nimmt auch Europa am Weltraumabenteuer teil: das EU-Modul ist so weit fertig, um an die amerikanisch-russische Weltraumstation angedockt zu werden. Man muß es bloß noch hochschießen. Die Wissenschaftler haben sich eine Reihe von Versuchen ausgedacht, damit die drei Astro-Kosmonauten, die in dem Modul Platz haben, bei ihrem Studium Universale nicht auf dumme Gedanken kommen, sondern konkrete Aufgaben erfüllen. Das hilft auch gegen ihre Schwermut – infolge der Schwerelosigkeit da oben. Einer wird ein Deutscher sein.
Die BRD-Raketen- und Weltraumforscher, die nach WK Zwo zunächst am Sänger-Lehrstuhl der TU Westberlin ausgebildet worden waren, hatte man nach der “Wende” (Egon Krentz) mit den Kosmosforschern der DDR in zuvor von der Stasi geräumten Adlershof-Liegenschaften wiedervereinigt. Beide Teams/Brigaden repräsentieren eine Tradition, die auf die Wunderwaffen-Forschung und -.Entwicklung der Nazis in Peenemünde zurückgeht. Nachdem die Amis und die Russen sich 1945 viele der dortigen Experten geschnappt hatten, war aus dem Raketenversuchsgelände ein Marinestandort… weiter lesen

Dieses Photo schickte mir Peter Grosse, der viel reist und glaube ich Regisseur ist und in Bremen wohnt. Auf dem Bild sieht man einen Betonpoller mit kleinen Fehlern (Unregelmäßigkeiten), den ein Hausmeister in Stockholm herstellte, der früher Formgießer bei Volvo gelernt hat, dort aber wegen irgendwelcher kleinen Unregelmäßigkeiten seinen Job verlor. Bei diesem Poller handelt es sich also gewissermaßen um das Selbstporträt eines Hausmeisters als junger Mann. Er hat noch keine Funktion, d.h. es steht noch nicht fest, wo er mal hinkommen soll – der Poller. Der Hausmeister hat ihn erst einmal so – auf Verdacht – angefertigt: aus einer inneren Notwendigkeit heraus quasi.
Eigentlich sollte dieser Blog ja Bemerkungen und Beobachtungen des taz-aushilfshausmeisters sammeln – so hatte es sich der taz-blogwart und die -geschäftsführung jedenfalls anfänglich gedacht. Aber 1. würde ich es mir dann der Reihe nach mit allen tazlern verderben, und zwar gerade mit solchen, von denen ich als freier Autor abhängig bin, und 2. würde das, schon um 1. möglichst zu vermeiden, über kurz oder lang in Korinthenkackerei ausarten, d.h. lauter Büro-Nichtigkeiten enthalten.
An sich wäre dagegen nichts zu sagen, aber dann müßte dies unbedingt mit Liebe und Sorgfalt geschehen – und dafür fehlt mir wiederum die Zeit bzw. das Geld. Deswegen wird dieser blog mehr mit dem gefüllt, was mir lieb und wert ist – außerhalb der taz und meistens ist das etwas, was die taz-redaktionen nicht wollen (an bewegungsmeldungen und -positionen z.B.) oder was sie nicht kennen bzw. übersehen – eine Bürgerinitiative, die sich in einem Dorf bei Berlin… weiter lesen