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Der Hausmeister dieses holländischen Turmes, Leuchtturmwärter auch genannt (eine aussterbende Spezies), hat diesen von ihm eigenhändig aus Treibholz geschnitzten und kolorierten Poller buchstäblich in den Sand gesetzt.
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Der Hausmeister dieses holländischen Turmes, Leuchtturmwärter auch genannt (eine aussterbende Spezies), hat diesen von ihm eigenhändig aus Treibholz geschnitzten und kolorierten Poller buchstäblich in den Sand gesetzt.
Dafür: Unterschriften sammeln, Flugblätter entwerfen bzw. verteilen & verbal intervenieren!
Das gilt für Christian Specht. Den letzten Bewegungsjournalisten der taz, der allerdings nicht selber schreibt – er läßt schreiben. Zwar hat der frühere “Holzjournalist” inzwischen aufgerüstet: auf seinem Schreibtisch stehen zwei Telefone und ein Computer, aber ebenso wie seine frühere Journalistenausrüstung aus Holz ist auch diese ein Fake: die Geräte sind alle nicht angeschlossen. Christian kann sowieso nicht schreiben: Da “alles Geschriebene eine Sauerei ist”, wie bereits Antonin Artaud erkannte, hat er seinen schriftlichen Ausstoß auf Flugblätter und Unterschriftenlisten reduziert – und diese muß immer jemand in der taz für ihn anfertigen, Christian Specht layoutet die Texte dann nur noch – so, wie er sie haben will. Die Schere und der Pritstift, das ist also sein eigentliches mehr politisches als journalistisches Handwerkszeug. Es drängt ihn sowieso in die Landespolitik – erst kandidierte er für die PDS, nun versucht er über… weiter lesen

Dieses Pollerfoto hat der Fotograf Peter Grosse mit einem Rätsel verknüpft:
Unter welchem Eimer hat die Greenpeace-Hamburg-Hausmeisterin hier einen Poller versteckt? Es reicht, eines der aufs Pflaster gezeichneten europäischen Länder zu nennen. Diese Karte soll glaube ich zeigen, wo in Europa noch Platz für ein AKW ist – und wo nicht….
Dem Richtigrater winkt ein bumesisches Greenpeace-T-Shirt. Näheres dazu im folgenden Text:
Auch wenn böse Zungen gerne behaupten, die Öko-Bio-Bewegung sei das letzte bißchen Politikluxus, den sich die reiche Mittelklasse der westlichen Welt noch erlaubt: Die “Dritte Welt” hat den Trend längst zum eigenen Vorteil entdeckt und tut, was der Markt verlangt. “General Food Thailand” produziert “Bioreis”, ukrainische Kolchosen bieten demnächst “Demetergetreide” an, ein japanischer Schaumstoffhersteller nennt sich “Futon”, und ein Pilotprojekt von “Elf Aquitaine” befaßt sich in Kooperation mit dem Kosmetikkonzern “Lancôme” mit der Entwicklung von Hanfhautöl auf Dieselbasis.
Auch auf der Ebene der politischen Organisation ist unübersehbar,… weiter lesen
1.
Bei meinem letzten Aushilfshausmeister-Einsatz in der taz kümmerte ich mich einmal auch um die Topfpflanzen im Büro der Chefredakteurin – es ist ein halbes Gewächshaus: das breite Fensterbrett ist völlig zugewuchert, in den Ecken stehen großblättrige Palmen, auf dem Glastisch eine Carla, am Schreibtisch ein palmenartiges Gewächs, auf dem Schreibtisch links ein Bonsaibäumchen und rechts eine Vase mit Schnittblumen und neben dem Bücherregel ein Weihnachtsstern – so groß, dass man davon ausgehen kann, Bascha Mika und ihre Assistentinnen haben “green thumbs”. Während des vorsichtigen Gießens der Pflanzen überlegte ich mir, an was für Büros ich mich erinnern konnte…
Im gerade eingeweihten “News-Room” der Springerstiefelpresse fällt als erstes auf, dass hier den Journalisten völlig entpersönlichte Büroarbeitsplätze verpaßt wurden: Was an Papieren oder persönlichen Dingen auf ihren Schreibtischen liegen bleibt, wird nachts von den Putzkolonnen gnadenlos vernichtet. Mit dieser Anonymisierung durch Virtualisierung der Arbeitsplätze stoppt man eine Entwicklung, die darin bestand,… weiter lesen
Hier hat sich der Hausmeister Jan Overbeck von der Sanitärfirma “Negropont” mit seiner neuesten Poller-Kreation porträtieren lassen, bevor er diese in der Empfangshalle des Verwaltungsgebäudes, wo gerade eine neue Auslegeware verlegt wurde, aufstellte. Der Poller soll die Angestellten und Kunden des Hauses darauf hinweisen, einen großen Bogen um die lichtgrüne Auslegeware zu machen – so lange wie es draußen noch regnet und schneit. Foto: Peter Grosse, der wie immer nur knappe Angaben dazu gemacht hat, in diesem Fall fehlt der Hinweis auf den Ort bzw. das Land, in dem sich die Sanitärfirma befindet und ihr Hausmeister seine ganze Kreatibililität und Individualililität entfalten darf. Wahrscheinlich, weil er schlicht der Meinung ist, das Bild spricht für sich.
Langsam könnte man Schluß machen mit diesem blog: Als ich anfing, gab es im internet über Google nur 27 Eintragungen zum Begriff des Aushilfshausmeisters, nun sind es 17.000. Aber erstens steht dieser blog im taz-internen Ranking nur an zweiter Stelle: Erst kommt Hitler, dann Höge: Das will ich noch ändern. Und zweitens will ich es im Endeffekt auf 1.700.000 “Aushilfshausmeister”-Eintragungen bringen: Das wäre ja gelacht. Der taz-blogwart hat mir zudem in die Hand versprochen, ab einer Million gibt es doppeltes blog-honorar. Jetzt beläuft es sich auf 50 Euro im Monat. Wobei man sich dem (verdoppelten) Leistungshonorar mit einem Zwischenschritt annähern will, der darin besteht, dass pro Eintragung bezahlt wird und nicht pro Monat – wieviel ist noch nicht durchgesickert.
Wichtiger wäre jedoch eine sicherere Programm-Abwehr gegen diese blöden Geschäftsleute. An manchen Tagen bekomme ich bis zu 670 Werbebotschaften als blog-Kommentare. Die meisten wollen mich zum Mitspielen animieren – bei Poker,… weiter lesen

Am nordwalisischen Fluß Dwyryd lebt auf halber Höhe der pensionierte Schleusenmeister Amos Bryn-Draenog in einem ehemaligen Stauwärterhäuschen, aus Langeweile begann er 2004 Poller aus Schiefer am Ufer aufzustellen – 14 sind auf diesem Foto von Peter Grosse sichtbar. Bis heute hat er 212 geschafft. Eine stramme Leistung! Warum allerdings auf dem Bild “Photo D Sallery” steht, ist mir nicht ganz klar.
“Im Mittelpunkt steht der Mensch, aber genau da steht er im Weg.” (Daniel Goeudevert, ehemaliger VW-Vorständler)
Nicht nur, dass die Arbeiter alle in blauen Latzhöschen rumlaufen müssen und wie die albernsten Pennäler bei schönem Wetter sofort ihre muskulösen Oberkörper präsentieren – was bei jedem Bundes- oder Bankpräsidenten als obszön gelten würde, dann begeistern sie sich auch noch völlig debil für Fußball, Ficken und Fernsehen, können jahrzehntelang Kartenspielen – ohne dabei zu verblöden, weil sie es schon sind, und schwärmen für schnelle teure, tiefergelegte Autos und überhaupt für Technik – wie Hifi-Geräte. Aber das Schlimmste ist, auch die Gewerkschaften tun alles, um aus ihnen kleine dumme Kinder zu machen:
Neulich wurde auf einer Protestdemonstration schon wieder ein schwarzer Sarg mitgetragen. Diese unsinnigen Särge gehören schon fast zur deutschen Protest-Standardkultur, verbunden mit Transparenten, auf denen irgendwas mit “Zu Grabe tragen…” steht, und – wie jetzt wieder beim BVG-Streik –… weiter lesen