Archive for September, 2008

09.09.2008 von Helmut Höge
blogavatar

Le Grand Magasin/Lieferanten (24)

von Helmut Höge

Nun trudeln täglich die per Post bestellten Waren ein. Gestern kam ein Ehepaar aus einer tschechischen Genossenschaft und brachte die Bestellung persönlich vorbei. Sie hatten noch ein paar mehr Produkte dabei, die nicht bestellt worden waren, aber auch die wurden sie im LADEN los. Sie ließen sich überreden, nicht gleich wieder zurück zu fahren, sondern eine Nacht in einem Berliner Hotel zu verbringen.

Auch die Termine und Adressen mehren sich, die in Wort und Bild einen Vortrag über Produktivgenossenschaften und Le Grand Magasin haben wollen. Die Rote Fabrik in Zürich ist aus irgendeinem Grund nicht mehr dabei. Und sowieso ist die Schweiz nicht in der EU. Es wird jedoch überlegt, ob man sie nicht in toto als eine Genossenschaft mit einbeziehen könnte: 1. handelt es sich dabei um eine Eid-Genossenschaft und zweitens stößt man dort auf Schritt und Tritt auf die Mega-Genossenschaften  “Migros” und “Coop” und überhaupt wimmelt es dort… weiter lesen

08.09.2008 von Helmut Höge
blogavatar

Hausmeisterkunst (284)

von Helmut Höge

zwei klapppoller ein staatspoller

Auch in Bukarest geht es heute wie im wirklichen Leben zu: Zwar hat der Staat hier einen starken Poller gesetzt, aber das reicht nicht, auf quasi vorgeschobenem Posten müssen deswegen noch zwei Hausmeister-Poller her, die sich an der Verkehrs- bzw. Parkfront wie schützend vor den Staatspoller stemmen. In diesem Fall handelt es sich um zwei alte in Bukarest immer noch sehr beliebte mobile Vierfußpoller mit Kette und Schild. Die Photographin Stefanie Peter hat leider nicht mitgeteilt, was da drauf stand.

08.09.2008 von Helmut Höge
blogavatar

Le Grand Magasin/The Shop/Der Laden (23)

von Helmut Höge

Während die print-taz immer mehr zurückgeht, erblühen die anderen Erwerbszweige der “taz-Genossenschaft”, die demnächst ihre Mitgliederversammlung abhält, zugleich mit der Verleihung des diesjährigen Panterpreises, dem die Gründung einer “taz-Panterstiftung” folgt. Neben der Acquise von neuen Genossen kümmert sich die “Geno-Abtlg.” nun auch noch um neue Stifter. Bis Ende des Jahre soll dabei die Stiftungssumme von einer Mille bei rauskommen. Das Ganze dient der Errichtung einer “taz-Akademie” für die Praktikanten, aber auch wohl für die taz-Mitarbeiter, die dort als Dozenten wirken (werden).

Neben Genossenschaft und Stiftung hat sich aus dem Abonnenten-Prämien-Lager erst der “taz-Shop” und dann noch das “taz-Café” und zuletzt das “taz-Mobil” entwickelt, wenn man es mal so naturhaft sehen will. Und aus der “taz-Webpage” entstand währenddessen eine ganze “online-taz” – mit eigener, quasi outgesourcter Anzeigen-Acquise

Besonders zu Weihnachten brummt das taz-Shopgeschäft. Früher habe ich mich in dieser Zeit immer als Paketepacker verdingt, um “taz-Schulden” abzubauen, wie man so sagt.… weiter lesen

05.09.2008 von Helmut Höge
blogavatar

Hausmeisterkunst (283)

von Helmut Höge

zwei mann ein poller

Wenn ein Bukarester Hausmeister doch mal ein Stück Schrottrohr abstaubt, das sich für einen Poller eignet, dann haut er den Verkehrsabweiser in aller Regel sofort erbarmungslos in den Asphalt am Straßenrand, mit dem Erfolg, dass über kurz oder lang die Straßenbauverwaltung anrückt und ihn, den Hausmeisterpoller ersetzt – durch ein oder zwei industriell gefertigte Stadtpoller, sogenannte “Bukarester”. (Photos: Stefanie Peter)

zwei kommunalpoller

04.09.2008 von Helmut Höge
blogavatar

Le Grand Magasin/Neukölln (22)

von Helmut Höge

Früher hatte der Besitzer eines Scherzartikel-Ladens auf der Neuköllner Sonnenallee (nicht zu Verwechseln mit der aus Funk und Film bekannten “Sonnenallee” im Osten), dort einmal im Jahr ein Straßenfest organisiert. Heute gibt es auf der Karl-Marx-Strasse die Event-Rallye “48 Stunden Neukölln“. Hier ein etwas zurückliegender Bericht darüber:

Erst einmal gab es dort die Revue “Tanze niemals mit einem Eskimo Tango” und dann die Findeiß-Lesung “Heimat der Schneestürme”. Aber das war noch nicht alles: Schon etwas breit suchte ich Halt an der Theke des Thai-Treffs “New Home”, wo ich mit einer noch breiteren Päng Bekanntschaft machte. Die kleine Laotin war das Gegenteil von einer großen Chaotin: Sie fragte als erstes, ob ich verheiratet sei und Kinder habe. Als ich das verneinte, sagte sie: Ihr ginge es genauso, aber sie strebe beides an. Dann lieh sie sich zehn Mark von mir, kaufte eine Blumenkette für den Sänger, hängte sie ihm um den… weiter lesen

01.09.2008 von Helmut Höge
blogavatar

Le Grand Magasin/Neukölln (21)

von Helmut Höge

All business is local!” (Attac -Globalisierungsinfo)

Die Galerie im Saalbau und die Alte Post, in die nacheinander die Verkaufsausstellung für Produkte von europäischen Produktivgenossenschaften “Le Grand Magasin” einzieht, befinden sich an der Neuköllner Karl-Marx-Strasse, eingerahmt von mehreren kleinen “Schnäppchen-” bzw. “1 Euro”-Läden sowie einem mittelgroßen – Woolworth – und einem ganz großen: das ehemalige Bekleidungshaus “SinnLeffers”. Es gehörte zum “Arcandor Konzern” (Karstadt-Quelle) und ging 2006 pleite. Arcandor ist Gläubiger im Konkursverfahren und Hauptmieter des an SinnLeffers für 4,4 Mio Euro jährlich vermieteten Kaufhauses in der Karl-Marx-Straße, deswegen muß Arcandor die Immobilienmiete noch 10 Jahre lang an den eigentlichen Eigentümer ICN zahlen. (1)
Im riesigen ICN-Arcandor-Kaufhaus an der Karl-Marx-Strasse befindet sich jetzt ebenfalls ein “Schnäppchenmarkt” – von “Quelle”.

Aber auch das Kaufhaus “Hertie” schräg gegenüber machte 2006 dicht. Man weiß noch nicht so recht, was da nun reinkommen soll – in diesen riesigen Kasten. Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) bezeichnet… weiter lesen