Vorarbeiten zu einer “Theorie des kommunikativen Handels”
Man kann sich der Leistungsschau der europäischen Produktivgenossenschaften “Le Grand Magasin” sowohl von den Produkten als auch von deren Produktion her nähern. Und natürlich von der “ansprechenden” Ausstellungs- bzw. Verkaufsästhetik – ihrer Präsentation in der Neuköllner Galerie.
Beginnen wir mit den Produkten, den Dingen… Welche Geschichten lassen sich an ihnen festmachen – erzählen? Wenn die kapitalistische Gesellschaft als eine ungeheure Warenansammlung und damit Geschichtensammlung erscheint, dann sollte man vielleicht mit ihrem Nullpunkt beginnen. In ethymologischer Hinsicht befindet sich dieser dort, wo man noch nicht zwischen “Ding” und “Thing” unterscheidet – vor der ersten Warenproduktion. Wenn der Wissenssoziologe Bruno Latour von einer “Dingpolitik” spricht, dann meint er genau diese “archaische” Bedeutung von Zusammenkommen/Versammlung und Sache/Angelegenheit, für deren Wiederaufgreifen er in seinen Büchern, aber auch 2005 mit der Ausstellung “Making Things Public” plädiert. Die Dingpolitik, die wir ins Spiel bringen, versammelt jedoch keine… weiter lesen
