Archive for Dezember 4th, 2008

04.12.2008 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (299)

von Helmut Höge

freipoller 4.stock

Was sich der taz-hausmeister bei diesem schwarzen Metallpoller gedacht hat, ist mir ein Rätsel. Er wurde im vierten Stock aufgestellt, die weiße Tür dahinter führt ins sogenannte Büro, d.h. dorthin, wo das Gehalt bzw. das Honorar und die Spesen ausbezahlt werden, wo aber auch die Geschäftsführer sitzen.  Die Glastür links führt in das Büro der Assistentin der Chefredakteurin. Der schwarze Poller steht mithin im Winkel der Führungskader. Vielleicht ist er ein Wink – die Zeiten und mithin die jungen Mitarbeiter werden ja immer autoritärer und angestrengter. Ich weiß es aber nicht, der Hausmeister geht in Urlaub und ich vertrete ihn mal wieder. Isabel aus der Photoredaktion, die mir dieses Bild, das ich geknipst hatte, hochschickte, fand es glaube ich ziemlich schlecht und Poller sowieso langweilig. Ich find sie dagegen weitaus interessanter als die ganzen Politikerfressen, die die taz täglich wegdruckt, muß allerdings zugeben, dass ich schon bessere Pollerphotos als… weiter lesen

04.12.2008 von Helmut Höge
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Geld und Geist/Licht (35)

von Helmut Höge

Der praktische Solipsismus im Rausch der Geschwindigkeit und im Licht der Erkenntnis – Alfred Sohn-Rethels

Als Student in Heidelberg (1920/21) beschäftigte sich Alfred Sohn- Rethel “solide eineinhalb Jahre” mit der Marxschen Warenanalyse, “um sie auf Herz und Nieren zu prüfen”. Dann versuchte er eine “kritische Abweichung” zu formulieren.

Und damit ist er heute immer noch beschäftigt. Marx, so sagt er, habe sein eigenes Präzept der 1. Feuerbachthese nicht befolgt (“Der Hauptmangel alles bisherigen Materialismus ist, dass der Gegenstand, die Wirklichkeit, Sinnlichkeit nur unter der Form des Objekts und der Anschauung gefaßt wird; nicht aber als menschliche sinnliche Tätigkeit, Praxis, nicht subjektiv…”) Statt also nur auf die Eigenschaften Gebrauchswert und Tauschwert zu achten, müsse man auf die Tätigkeiten Gebrauchen und Tauschen zurückgreifen, dann werde einem vieles klar, was Marx verhültt geblieben sei, sagt Sohn-Rethel: “Ohne Befolgung der Feuerbachthese hätte ich nicht von der Warenanalyse zur materialistischen Erkenntnistheorie vorstoßen können”.

Als ich… weiter lesen