14.09.2009 von Helmut Höge

Der Helgoländer Bademeister Hinnerk Tewsen hat sich mittlerweile mit dem Verkauf von Helgoland-Pollern als Insel-Souvernir für Haus und Hof, Ein- und Ausfahrten sowie Fußgänger und Gewerbezonen auf dem Festland einen anständigen Nebenverdienst geschaffen. Photo: Peter Grosse
Noch einmal zur Schöneberger Bürgerinitiative “pro Gasometer contra Müller”. Die SPD nutzt den Gasometer ebenso wie die CDU das Charlottenburger Tor als Wahlplattform, wie erschreckte Anwohner anhand des Lautsprechergedröhns in Schöneberg feststellen mußten. Sie waren sowieso schon wütend, weil auf dem Gelände des Cheruskerparks im Norden des Gasometer-Müller-Geländes plötzlich alle Bäume und Büsche gefällt wurden. Dort gab es eine Grundstücksvergrößerung, die man angeblich Gasometer-Müller verdanke. wie es aus dem Rathaus tönte. “Alles Verarschung!” meinte dagegen jemand aus der BI.
Die Rodungsarbeiten wurden dann damit begründet, dass das dichte Unterholz der Kinderschänder- und Drogen-Scene Anschleichen, Unterschlupf und Entkommen erleichtert habe. “Alles Quatsch!” meint dagegen eine Aktivistin aus der BI, die dazu noch anmerkt, dass… weiter lesen
10.09.2009 von Helmut Höge
Bei der Privatisierung des kommunalen Wohnungseigentums, von dem es in Berlin West und Ost besonders viel gab, bevorzugten die sogenannten Stadtväter zunächst zwei bereits übel beleumdete CDU-Freunde – mit zu wenig Kapital (weswegen jetzt u.a. Landowsky als Banker im Nebenberuf vor Gericht steht), bei der zweiten Privatisierung gingen sie dann auf Nummer Sicher – und entschieden sich für das internationale Großkapital (“Das war, als wenn man von Schmidtchen zu Schmidt kommt,” so ein ehemals Beteiligter an dem “Deal”). Zu den Schmidts gehört unter anderem der sogenannte Finanzinvestor Cerberus. Dieser Höllenhund (wie die Übersetzung aus dem Griechischen lautet) bekam den Zuschlag bei der GSW, der wohl bekanntesten Westberliner Wohnungsbaugesellschaft.
Sie hieß in den Zwanzigerjahren „Wohnungsfürsorgegesellschaft Berlin mbH“, die Nazis nannten sie dann „Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft“ und die Sozis privatisierten sie zuletzt als GSW Immobilien.
Der Finanzinvestor Cerberus “verarbeitet” Risikokapital und “arbeitet” dabei primär mit (Gewinn-)Versprechen. So wie er… weiter lesen
02.09.2009 von Helmut Höge

Photo: Peter Grosse
Doppelte Bindung
Damit ist nicht die “neue und alles revolutionierende High-Tech Ski-Bindung” gemeint, mit der der thüringische Ministerpräsident seine Karriere in der Obersteiermark aufs Spiel setzte, sondern die deutsche Übersetzung des Wortes “Double-Bind”: ein Begriff aus der US-Familientherapie. Er stammt von einer Gruppe Kommunikationsforscher um den Sozialwissenschaftler Gregory Bateson, die damit die Schizophrenie von Kindern erklärten. Diese resultiert aus widersprüchlichen Botschaften der Mutter an ihr Kind: Einerseits sagt sie z.B. “Komm her!” und andererseits signalisierte sie ihm körpersprachlich “Bleib weg!”
Das selbe wirft mir auch meine Freundin vor: Einerseits bitte ich sie, zu kommen, andererseits vertiefe ich mich in ein Buch und fühle mich fast gestört, wenn sie dann da ist. Auch sie gebraucht dafür den Begriff “Double-Bind”, der nun im “biopolitischen Zeitalter” noch für ganz andere Dinge herhalten muß.
Während uns die US-Genetiker, die zu über 80% auch Geschäftsführer gentechnischer Firmen sind und zudem nicht… weiter lesen
01.09.2009 von Helmut Höge

Während die Bevölkerung in den G-7-Staaten die G.s erst einmal brav hortet, bemüht sich die Journaille um Kritik am G.-Verbot und am G-Substitut der Lampenkonzerne Osram und Philips: “Energiesparlampe”. Seit heute dürfen desungeachtet keine 100-Watt-G.s mehr verkauft werden….
Vorbemerkung:
Nichts ist politisch, aber alles kann politisiert werden. Am wenigsten allerdings die sogenannten politischen Parteien in der “Demokratie”, denn sie kämpfen um Mehrheiten. Ihr diesbezüglicher (Wahl-)Kampf besteht darin, dass die Kandidaten morgens den Arbeitern vorm Fabriktor erzählen, sie seien für höhere Löhne, mittags den Bauern, sie würde sich für höhere Milchquoten einsetzen, nachmittags den Frauen gestehen, sie seien voll auf ihrer (emanzipatorischen) Seite, und abends ihren Geldgebern und Unternehmern versichern, dass das tagsüber Verkündete natürlich alles nicht so gemeint sei – im Gegenteil. Nachts versichern sie dann ihren Parteifreunden auch noch, dass sie außerordentlich gut im Rennen liegen. Der Kampf um Mehrheiten ist ein Training in Charakterlosigkeit und Unmoral, weswegen… weiter lesen