Archive for November 4th, 2009

04.11.2009 von Helmut Höge
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Welt zeigen (5)

von Helmut Höge

Dieser kleine Australier hatte aber soo einen großen Hund bei sich.

26. November.

In der Futterküche werden in einem großen Bottich die Innereien des Schweines für die Würste gekocht. Alle gehen sie hin probieren. Ich muß auch mitessen: Wellfleisch, Herz, Lunge, Schnauze, Gehirn – dazu kleine Zwiebelscheiben. Alle sind begeistert über den guten Geschmack. Ich beiße immer nur ganz kleine Stückchen ab und laß den Rest dann wieder heimlich im Bottich verschwinden.  Die Kühe haben heute ihre Euternetze verpaßt bekommen. Besonders die eine – Eva – hat verzweifelt versucht, sich dagegen zu wehren: Stehenbleiben, hinlegen, nicht weitergehen, weglaufen. Zum Schluß hat sie resigniert und aufgegeben. Vor Aufregung bekam sie Dünnschiß.  Der Bauer bekommt vom Kulturamt einen Zuschuß zur Einzäunung einer größeren Weide – aus dem “Fond zur Förderung von rationellen Wirtschaftseinheiten”. Ein herrlicher Name. Aber manchmal ist die Situation wirklich haarig hier: so muß er z.B. für… weiter lesen

04.11.2009 von Helmut Höge
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Welt zeigen (4)

von Helmut Höge

Photographiert der uns jetzt doch?!
16. November

Die ganze Nacht geträumt, ich fliege. Immer wenn es brenzlig wurde, hob ich ab und flog davon. Es war ein bißchen schwierig, aber es ging noch – fast wie früher. Gestern Abend saß ich noch in der Kneipe, redete mit dem und dem (einige blickten mich mißtrauisch an, andere wagten die Flucht nach vorne aus Neugier), dann kam der junge Polizist Heinz wieder und sagte sofort: laß uns gehen! Wir fahren den Berg hoch in eine Blockhütte. Eine Fete findet dort statt. Die Hütte gehört Udos Eltern. Seinen Vater habe ich schon im Wald bei den Waldarbeitern getroffen. Udo ist Forstwirt, bzw. Waldfacharbeiter. Ich habe ihn unterwegs schon mal gesehen: mit seinem Auto hätte er mich und das Pferd  in einer Kurve fast überfahren. Wir trinken Cola-Whisky, Rum, Bier etc.. Langsam wird mir war, neben dem Bollerofen sitzend mich unterhaltend.… weiter lesen

04.11.2009 von Helmut Höge
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Welt zeigen (3)

von Helmut Höge

Früher gehörte dem die Welt, der ein gutes Pferd und eine Stunde Vorsprung hatte.

Das ist er – Jan Zischka. Das größte Reiterdenkmal der Welt.

Fortsetzung 8. November

Wir müssen die Straße entlang gehen. Bei jedem Auto fuchtele ich erregt mit der Taschenlampe. Eines fährt Leinchen trotzdem beinahe in den Arsch. Das Auto schlenkert und schleudert, die Reifen quietschen, die Straße ist naß. Leinchen geht seelenruhig weiter, während ich neben ihr fast eine Herzattacke bekomme.  Wir gehen und gehen und nirgendwo eine Pension oder ein Bauernhof. Ein paar Bauernhöfe, die ich dann endlich finde, haben keinen Platz. Es fängt fürchterlich an zu regnen. Warum sind wir auch noch auf der Straße? Bei einem weiteren Hof frage ich entschiedener, lasse mich nicht so schnell abwimmeln. “Sie können sich doch ausweisen?” Er will mich also nicht partout abwimmeln. “Ich muß erst meine Frau fragen.” Die sagt bestimmt nein, denke… weiter lesen