28.11.2011 von Helmut Höge
Nach den schrecklichen Bildern des letzten blog-eintrags nun die schönen – aus Arabien, voller Urlaubsfreuden, Romantik, Zwischenmenschlichkeit, Frohsinn und Wellness:

Tunesien – zufällige Begegnung

Marokko – im Strandcafé

Marokko – mit einheimischem Führer

Algerien – mit Kamelführer

Beirut – mit den freundlichen Zimmermädchen

Tunesien – auf weißem Kamel mit schwarzem Kamelführer

Ägypten – lustiges Strandleben zu dritt

Ägypten – fröhliches Strandleben zu zweit

Ägypten – ausgelassenes Strandleben zu dritt, einmal andersherum

Algerien – im Kreis lebensbejahender Berberfrauen

Saudi-Arabien – Freundschaftsbesuch von vier südasiatischen Gastarbeitern

Nordsudan – angeregtes Feilschen um den Preis eines Kamelritts

Oberägypten – aufregende Vorstellung mit Giftschlangen

Bahrain – eine Begegnung am Rande der Wüste und des Meeres

Libyen – exotische Einblicke in das Leben von Beduinen

Ägypten –… weiter lesen
23.11.2011 von Helmut Höge
Pfefferspray und Tränengas: die neuen Staatspolitiken im Kampf gegen soziale Netze

Washington

New York

Portland

Toronto

Kairo

Stuttgart

Seattle

Paris

Karatschi

Rom

Bahrain

Basel

Thessaloniki

Santiago de Chile

Berlin

San Francisco

Athen

Gorleben
Ein Teilnehmer des taz-panther-workshops, Valentin Niebler, schreibt derzeit einen blog aus und über Kairo: http://auscairo.tumblr.com/?mid=53. In einer seiner Eintragungen heißt es:
Ich habe eben ein Tränengas-Projektil in die Hand bekommen, das auf dem Tahrir abgefeuert wurde (siehe Photo unten). Es ist etwa 12 cm lang und liegt verdächtig gut in der Hand. Das Projektil ist „Made in USA“ und soll nicht auf Menschen abgefeuert werden, so die Aufschrift. Genau das ist auf dem Tahrir passiert. Das hier… weiter lesen
22.11.2011 von Helmut Höge

Kairo heute. Photo: onealbumeachweek.tumblr.com
Um dem Kairo-Virus neue Virulenz zu verleihen – mußte es noch einmal auf dem Tahrirplatz losgehen. Und das wird es wahrscheinlich nocht etliche Male. Die Kapitalpresse will natürlich Ruhe im ägyptischen Karton, den Virus ausmerzen. Selbst Sonja Zekri unkt in der Süddeutschen Zeitung, dass die auf dem Tahrirplatz erneut sich Versammelnden und mit den Staatsorganen sich Schlachten liefernden ziemlich isoliert sind. Man kennt das: Eine kleine radikale Minderheit schwimmt erst wie Fische im Wasser in der revolutionären Bewegung, und wenn diese zum Stillstand kommt, versuchen sie verzweifelt weiter zu machen…Am Ende werden sie verhaftet und/oder erschossen. Nun melden die Nachrichtenagenturen jedoch eher das Gegenteil: überall in Ägypten “flammen” seit gestern wieder die Proteste “auf”.
Den Kairoer taz-korrespondenten, Karim El-Gawhary, der inzwischen Korrespondent von fast allen deutschsprachigen Sendern und Medien ist, scheinen die Kämpfe gegen das Militär auf dem Tahrirplatz im Gegensatz zu Sonja Zekri zu… weiter lesen
18.11.2011 von Helmut Höge

Für gewöhnlich schreiben Revolutionäre ihre Erinnerungen nach der Revolution auf, im hohen Alter oder wenn sie sonst nichts (mehr) tun können.
Hier einige Beispiele:
“Beruf: Revolutionär. Erinnerungen 1901 – 1917 – 1941″ von Victor Serge
“Erinnerungen eines jüdischen Revolutionärs” von Hersch Mendel
“Erinnerungen eines Proletariers aus der revolutionären Arbeiterbewegung” von Josef Peukert
“Erinnerungen eines chinesischen Revolutionärs 1919-1949″ von Wang Fanxi
“Memoiren eines Revolutionärs” von Peter A. Kropotkin
“Erinnerungen an die Revolution” von Sofía Montenegro
“Revolutionäre Erinnerungen” von Moritz Hartmann
“Tochter der Revolution – Erinnerungen” von Vera Broido
“Liebe und Revolution – Erinnerungen” von Gioconda Belli
“Auf Kampfposten in der Revolution - Erinnerungen” von Wladimir Bontsch-Brujewitsch
“Im Herzen der Revolution – Erinnerungen” von Ernesto Cardenal
“Torpedokäfer – Erinnerungen” von Franz Jung
Die noch unvollendete Ägyptische Revolution hat jedoch bereits in ihrem ersten Jahr “Memories of a Revolutionary” hervorgebracht –… weiter lesen
11.11.2011 von Helmut Höge
Fait Divers

Autist. Photo: ub.fu-berlin.de
L’Etat sans Moi
Der Antipsychiater Fernand Deligny war während und nach dem Zweiten Weltkrieg Leiter einer Anstalt für Schwererziehbare. In seinem Buch “Provokateure des Glücks” schreibt er: Meine Erzieherkollegen wissen, “wieviel an einem Besuchstag ein ,gut geführter’ Bereich an Feigheit, Heuchelei, an mehr oder weniger freiwilliger Verblendung, an schmerzlicher Abweichung von propagierten Prinzipien, an geschickter Tarnung, an zweifelhaften Versprechungen, künstlicher Ermutigung, an Taktieren und profihaftem Können voraussetzt.” Wenn man mit dem Staat, einer Behörde, einer “Einrichtung” zu tun hat oder bekommt, dann ist man ebenfalls Heimkind bzw. Besucher, bzw. wie man heute sagt: “Kunde” oder “Klient”.
Das weiß man, trotzdem gibt es noch Überraschungen: Kürzlich zeigte die Volksbühne Thomas Heises Dokumentarfilm über das Rathaus in Mitte “Das Haus” (1984), in einer Szene wird eine Hochzeit gezeigt: ein junges Arbeiterpärchen sitzt vor einer ausgewachsenen Standesbeamtin und wird vermählt. Die Prozedur besteht im Wesentlichen darin,… weiter lesen