Überall, über alles
von Daniel ErkDer Mainzer Trainer und ZDF-Sonnenschein Jürgen Klopp ist, offenbar, von der Deutschlandeuphorie derart in Beschlag genommen, dass er das Zählen verlernt hat – das Zählen bis drei. Alle anderen Deutungen jedenfalls sind politisch erheblich problematischer und historisch belastend.
Denn wie anders soll man Klopps Äußerung im Zweiten deuteln, er freue sich, mit 70.000 Fans im Stadion mal die eigene Hymne „von der ersten bis zur letzten Strophe singen zu können“. Wie dankbar war da der deutsche Fußballfan vor dem Fernseher, dass Johannes B. Kerner ad hoc interventierte: „Nur die dritte, wir singen … “. Und wie dankbar war da auch die Welt Kompakt, endlich mal wieder hinter dem Schutzschildchen der Ironie alle drei Strophen auf die letzte Seite der letzten Donnerstagsausgabe drucken zu dürfen.
Die Debatte läuft derweil weiter. Zum Einen, weil Wolfgang Thierse beim Nachzählen ebenfalls zu wenig Strophen fand – und zum Anderen, weil Hans Zippert einen zeitgemäßen Vorschlag in petto hat – ausgerechnet in der Welt.
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Wird diese Diskussion wohl weitergehen, wenn Deutschland schon rausgeflogen ist?
Einfach ein neues Lied ausdenken und als Nationalhymne proklamieren! Dann kann man auch alles singen und muss nicht irgendwelche Strophen weglassen.
Ich versteh das mit der Nationalhymne, der Nationalflagge, etc… nicht!? Es gibt so viele Lieder; können wir nicht jedem sein Lied lassen und nicht Eines als Lied für alle auswählen?!
Besser wäre es ja, wenn jedes Jahr auf RTL eine Casting-Show gäbe und das Gewinnerlied dann für das folgende Jahr die Nationalhymne wäre! Einfach toll! Vor allem könnten wir dann alle mit Wahlzetteln, die in der BILD beigelegt sind abstimmen!
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