
„Einen Ruch des Verbotenen“ macht Wiebke Brauer aktuell auf Spiegel Online anhand eines neuen Walter-Moers-Comic titels „Der Bonker“ bezüglich der allgegenwärtigen Hitlerlei aus und versteht dies als Kritik. Ausgerechnet! Denn dass nun eben auf Spiegel Online der Versuch einer Dekonstruktion Hitlers und seiner medialen Konstruktion Platz findet, ist selbst fast alberner als der besprochene Walter-Moers-Comic. Denn wo Brauer versucht, allein Guido Knopp für die Allgegenwärtigkeit Hitler in den Medien der letzten zehn Jahre verantwortlich zu machen, das betätigte sich vor allem der Spiegel als „Sutrmgeschütz der Hitlerei“. Gab es seit Mitte der 90er einen Spiegel-Jahrgang ohne Hitler als Titelheld?
Doch zu Moers. Wenn da Walter Moers Geschmacklosigkeit attestiert wird, geht das meilenweit an der Sache vorbei: Geschmacklos, als moralisch-ästhetische Kategorie, ist vielleicht, Hitler immer dann auf das Cover eines Magazin zu bringen, wenn die Auflage im Sommerloch zu verschwinden droht (siehe Titanic, siehe Spiegel). Geschmacklosigkeit wäre gegeben, wenn… weiter lesen