Kleinstadt der Bewegung (II)

von Daniel Erk

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München, um nochmals ein wenig zu sticheln, wäre ja gerne eine “Weltstadt mit Herz”, wobei beide angestrebten Parameter meilenweit verfehlt werden. “Großstadt mit Geld” wäre treffender, für Herz fehlt doch – zumindest nüchtern betrachtet – die umfassende Liebe. Und für die Weltstadt ist das Hasenbergl doch noch zu wenig multikulturell. Die Welt, und auch nur die westliche, reist maximal kurz mal durch München durch, bleiben will ja keiner.

Ebenfalls auf Durchreise waren dieser Tage auch zwei Spezl aus alten Tagen, der Papst und der Führer nämlich, die gleich mehrfach unter einer Decke stecken. Nicht nur, weil bayern für beide entscheidend war oder weil der Papst in seiner Jugend Hitlerjunge war – sondern auch, weil eine Abmachung zwischen den beiden für Deutschland auch heute noch Gültigkeit besitzt. Details hierzu und zu den Hintergründen bei der herausragenden Auslandsvertretung Schröder & Kalender. München, immerhin, darf sich – um die Floskel ein letztes Mal zu bemühen – hingegen über etwa Bewegung in der Hauptstadt freuen. Und Bewegung ist ja bekanntlich auch gut für’s Herz.


14 Kommentare zu "Kleinstadt der Bewegung (II)"

  1. Stimmt. Eher genau andersherum, ich korrigiere also: Inlandsvertretung.

  2. Sowas dämliches kann auch nur der TAZ einfallen,dem Ratze seine Hitlerjugendschaft vorzuwerfen.Wann ist denn Ratze geboren und zur Schule gegangen? Kindern kann und darf man keinen Strick draus drehen,wie sie auf gewachsen sind! Viel wichtiger ist Ratze´s Verhältnis zu den späteren faschistischen Systemen der Nachkriegszeit.

  3. Gratulation zu diesem Beitrag!! Beweist er doch, wie dicht beieinander rechte und linke Faschisten im Lande agieren.
    Meinem Sohn dient die TAZ bereits als leuchtendes Beispiel dafür, was uns droht, wenn man die linken Faschisten im Lande ungehindert agitieren lässt.
    Rechte Faschisten haben wir selbstredend im Blick ! die allerdings treten nicht so unverblümt und dreist in Erscheinung.

    Putzige Gegebenheit gefällig?: Gestern durchquerten zwei deutlich rechts motivierte Zeitgenossen durch die Fussgängerzone. Er trug ein T-Shirt mit dem übergroßen Aufdruck “WUT,HASS, ZORN…
    Sie trug einen Shirt mit dem Aufdruck DEUTSCHLAND ERWACHE .
    Beiden begegnete ein Glatzkopf, der ein T-Shirt vom FC. Snkt Pauli trug, auf dem unübersehbar geschrieben stand, das der FC.Sankt Pauli gegen Fremdenfeindlichkeit antritt,
    Beide Vertreter unterhielten sich nach vorsichtigem Beschnuppern dann recht offenherzig und äußerst einvernehmlich über die bedrohlich zunehmende Islamisierung unseres Landes…….
    Das ganze radikale Gesocks im Lande ödet mich schrecklich an. In einer Demokratie muß man das aber aushalten.
    Bemühen sie sich also besser nicht, an den Grundfesten unseres Landes zu rütteln.
    Rechts ist Scheisse, links genaus so. Mahler hat es uns allen bewiesen….

  4. Pingback: Kill More People » Blog Archive » Adolf Hitler und Papst Benedikt XVI. – Zwei wie Pech und Schwefel

  5. Ich stelle (nur mal kurz) fest: Ich bin nicht die Taz. Der amtierende Papst war in der Hitlerjugend. Das letzte Fallbeispiel belegt nichts, aber auch gar nichts. Ich bin kein Faschist. Recht Faschisten treten in Deutschland nicht nur sehrwohl dreist in Erscheinung, sie treten auch Menschen anderer Hautfarbe, Gesinnung oder Religion gegen den Kopf, zwischen die Beine und in den Rücken. Dagegen geht man besser Foreman.

  6. Lächerlich. Nur noch dei TAZ greift so tief in die linke verstaubte Klamottenkiste. Vergesst nicht, dass der Papst keine andere Wahl hatte als zur HJ zu gehen. Wäret ihr zu seiner Zeit geboren, hättet ihr auch alle gemusst. Aus der Tatsache der HJ-Mitgliedschaft _nach_ 39 lässt sich nichts über eine Person sagen…

  7. hmm… ich vermisse Günter Grass auf dem Bild…

    hypokritisch is hier aber keiner :)

  8. @ Erk:Dann stelle mal weiterhin fest,daß Ratze in der HJ war.Wenn das deine einzige Auseinandersetzung mit dem Faschismus ist,dann gute Nacht!

  9. Meine Guete. Erstmal ist es falsch, der Papst hatte eine Wahl. Gerade als ueberzeugter Katholik haette er usw. usf., wurde an anderen Stellen nun wirklich bis zum Erbrechen ausgefuehrt. Beispielsweise hier:
    http://www.guardian.co.uk/pope/story/0,,1463902,00.html

    Dann dies: Es handelt sich hier nicht, Ueberraschung, um einen Geschichtsdiskurs. Dass man darauf explizit hinweisen muss, verwunderlich. Wo liegt, im uebrigen, das Problem? Mit dem Prinzip “Vom Saulus zum Paulus” oder eben “Vom Nazi zum Ratzi” hatte doe Kirche doch bislang nie Bauchschmerzen.

  10. Meine Guete. Erstmal ist es falsch, der Papst hatte eine Wahl. Gerade als ueberzeugter Katholik haette er usw. usf., wurde an anderen Stellen nun

    Dies ist dummes Geschwätz Herr Erk! Der Pabst ist im 3. Reich aufgewachsen.1933 ist er ja wohl erst eingeschult worden!
    “Dann dies: Es handelt sich hier nicht, Ueberraschung, um einen Geschichtsdiskurs. Dass man darauf explizit hinweisen muss,”

    Was bitte soll es denn sonst sein?Überhaupt Herr Erk scheinen sie Recht wenig von Geschichte zu verstehen

  11. @Gerhard Schäffer
    Das Verstaendnis fuer die Faschisten von gestern klingt mir oft wie ein vorweggenommene Rechtfertigung des Mitlaeufertums von morgen.
    Warum hat die katholische Kirche keine andere Entscheidung gefaellt, als gerade einen erzkonservativen Altfaschisten zum neuen Gottesvertreter auf Erden zu waehlen?

  12. Bloß mal was zu München: “…bleiben will ja keiner…” schreiben Sie, Herr Erk. Leider ist dem nicht so: Laut Umfragen wollen ca. 60% aller Bundesbürger in München leben (Sie hattem wohl nur an die Partyjugend gedacht). Das macht die am stärksten verdichtete Großstadt Deutschlands (mit den kleinsten Wohnungen) auch leider dermaßen teuer (Mieten etc.), dass schier keine Experimente möglich sind.

    Überhaupt mutet mir Ihr Artikel nicht sehr originell an. Gegen München zu sein ist ungefähr so einfallsreich wie gegen einen Insektenstich in der eigenen Wade zu sein. Oder: Alles was die Krähen von den Dächern blöken, ist bereits Schnee von gestern.

    Grüße, Rukola

    PS: Und was gibt es gegen Geld einzuwenden? Berlin hat keins, darauf sollte die Hauptstadt nicht stolz sein. Sondern lieber was dagegen tun. Berlin ist halt leider auch eine Zufluchtsstätte für Versager, die ihre Defizite damit kaschieren, dass sie in einer Weltsstadt leben. Oft kommt mir so was als ziemlich durchsichtiges Ablenkungsvermögen an.

  13. @Batti
    Was hier nach Rechtfertigung für Altfaschisten klingt,bleibt Dir überlassen.Jedenfalls ist es die falsche Auseinandersetzung mit dem Faschismus jemanden seine Jugend vorzuwerfen und zeugt nur davon,daß man selber null Ahnung hat.Erk hat nämlich überhaupt keine Lust,sich mit dem Faschismus nach dem 2. Weltkrieg auseinanderzusetzen,deshalb dieser Bödsinnige Hitler-Ratzinger Vergleich;viele andere auch nicht,wie der GUARDIEN beweist.Die größte Frechheit war mich noch auf diesen dämlichen Artikel im GUARDIEN zu verweisen.Aber so sind sie halt die Möchtegern Politologen und Historiker,lach lach!

  14. Kann man einen Papst Benedikt heilen?
    Kürzlich war ein vortrag in der Kanisius-Buchhandlung in Fribourg. Ein Theologieprofessor sprach über die Heilung der Kirche. Wie kann man Theologen heilen? Kann man einen Papst Benedikt heilen?

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