
Schluss, Aus Ende. Nur dieses Mal noch! Und auch nur, weil die Titanic mit ihrem Cover damals geradezu prophetisch war – und weil Martenstein so schön schreibt.
(Dank Lobo via Niggemeier)

Schluss, Aus Ende. Nur dieses Mal noch! Und auch nur, weil die Titanic mit ihrem Cover damals geradezu prophetisch war – und weil Martenstein so schön schreibt.
(Dank Lobo via Niggemeier)

(via Spam / Humor zu “Führer’s Geburstag” kann viel verkrampfter daherkommen)
“Wahnsinn, war heute in “300″ und hoffe seitdem inständig, dass Frank Miller keinen Wehrmacht-Comic gezeichnet hat. Denn wenn der dann mal verfilmt würde, würde Leni Riefenstahl selig wohl wie ein Waisenmädchen aussehen.”
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Wer einen Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Dies musste auch Günther Oettinger, der geschichtsvergessene Ministerpräsident Baden-Württembergs, in den letzten Tagen erleben, denn seine äußert uniformierten Äußerungen über den NS-Richter-und-Henker Filbinger sorgen zwar immer noch für eifrigen Zorn der Gerechtigkeit, allerdings auch mehr und mehr für Belustigung. Extra 3, die verlässlichen Spötter aus dem hohen Norden, drehen den Blickwinkel einfach um 180° – was würde der Führer sagen, wenn er erführe, dass einer seiner willigsten Helfer im Nachhinein “mit der ganzen Sache” nicht zu tun gehabt haben will (vgl. “Et tu, Brute?”)?
So ernst man Oettingers verlogene, dumme und falsche Art der posthumen Entnazifizierung nehmen muss – wer sich 2007 mit einer solchen haltungslosen Haltung in die Öffentlichkeit begibt (die, siehe untenstehendes Video, natürlich über jeden Hitler-Anlass dankbar ist – die Hyänen, die Hyänen), den muss man nicht ganz ernst nehmen. Und… weiter lesen

Choose sides: Wenn Moral ein Tischkicker wäre (via bzw. Hersteller), auf welcher Seite würden Sie spielen wollen? Auf der Seite der Guten steht der nette, aber dicke Santa Claus im Tor, sonderliche Aggressivität ist von den beiden Stürmern auf den Flügeln – Gandhi und Mary Poppins – nicht zu erwarten. Und dass der Mittelstürmer sich blicken lässt ist auch eher unwahrscheinlich – der ist nämlich Gott.

Dann doch besser bei den Bösen, mit Jack the Ripper im rechten Mittelfeld und dem Luzifer als Mittelstürmer, da ist im Strafraum sicher, der – äh- Teufel los. Dass an Pol Pot jemand unbeschadet vorbeikommt – kaum, oder? Und Adolf Hitler als Spielführer dürfte seinen Job auch gut machen, auch wenn er vielleicht nicht unbedingt den Fairnesspokal einfahren wird. Stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob Hitler im zentralen Mittelfeld, direkt hinter dem Teufel, nicht etwas untergeht. Denn eigentlich… weiter lesen
Wer sich dafür interessiert, wie der Kursus im Rahmen der Ersten Lese der Neuen Bodenständigkeit, aus Sicht der Zuschauer verlief – hier. Und hier. Und da (mit Bild). Gerüchteweise soll es auch Filmbänder geben. Kujau?
Es gibt, eine Woche später, nun doch ein Tonbilddokument auf WatchBerlin. Verrückter, bizarr schneller Onlinejournalismus! Wenn das Virilio wüsste!

Wenn Hitler, und das ist keine allzu steile These, eines der Leib- und Magenthemen der deutschen Journallie ist und wenn, und das ist eine noch weniger abwegige Vorstellung, die Bild-Zeitung sich es nicht nehmen lässt, die irreführendste, naivste, falscheste, verlogenste, doppelmoralischste und verharmlosenste Berichterstattung (nicht allein bzgl. Hitlereien, versteht sich – aber auch) zu liefern, dann verwundert es wenig, dass sich im stets akkuraten und für die Kehrwoche in der deutschen Presselandschaft zuständigen Bildblog dutzende Fehler rund um Hitler und Nazideutschland in der Bild ausmacht. Das aktuelle Beispiel (siehe Bild oben; aus dem Bildblog) ist aber sonderlich bizarr und widerlegt die Vermutung eher naiver Mitbürger, dass die Bild sich vielleicht manchmal irre, aber eines eben könne: Überschriften.
Dagegen das Bildblog! “Hitlers Putschfimmel”! Famos! Könnte aus dem Hitlerblog sein.

Während die Partei “Die Partei” im gerne als solches titulierten “Ländle” mit ihrem Aufruf “Oettinger stürzen” sicher große Erfolge vor den Penny-Märkten und vermutlich auch, und das ist tatsächlich beeindruckend, in den Bierzelten der Republik einfahren wird, formuliert ausgerechnet Frank Schirrmacher ausgerechnet auf Spiegel Online sehr gut, warum Oettingers bewusste Provokation (hier dazu ein sehr guter Kommentar aus der Berliner Zeitung) geschmacklos und auch gefährlich ist:
Das Deutschland des Jahres 2007 richtet nicht vorschnell. Hans Filbingers Verdienste wären ohne Oettingers Manipulationsversuch angemessen und vermutlich ohne Zwist gewürdigt worden. Wir, die Nachgeborenen von 2007, sind uns im Übrigen unserer eigenen Zuverlässigkeit – anders als Oettinger es ebenfalls polemisch suggeriert – keineswegs sicher. Im Gegenteil: Wenn uns die Biographien von Hans Filbinger oder Werner Höfer und unzähliger anderer etwas lehren, dann das, dass wir uns unserer selbst nicht sicher sein können. Wir haben nicht gut reden, sind nicht die… weiter lesen

Christian Y. Schmidt, seines Zeichens (vgl. Walter Moers, Prince und Hitler: “I have a symbol, too!”) Fernostkorrespndent der Riesenmaschine, schreibt dort sehr hübsch und wie immer sehr launig über eine Bar in Hong Kong, in der man unter dem Anlitz von Adolf Hitler saufen kann.
“CYS” schreibt (Wortlaut):
“Die von Hongkongern geführte Bar heisst Brecht’s; das Bildnis des guten Menschen aus Augsburg ziert die Speisekarte (Erdinger Weissbier, Hoegarden, Stella Artois). Ein paar Meter weiter hängt Mao an der Wand, in ähnlicher Manier karikiert wie der Führer. Besäuft man sich im Brecht’s also totalitarismustheoretisch? Wahrscheinlich ist das nicht. Eher soll die Bebilderei komplette Craziness signalisieren, die vollhippe Libertinage oder so was.”
Sobald das mit den Hitlerblog-Lesereisen konkreter wird (Treffpunkt 5:45 Uhr, erstes Ziel Polen – dann mal schauen), sollte es auch möglich sein, einen Leserstammtisch in jener Bar auszubaldövern. Bei einem Erdinger, bei Brecht’s unter Hitlers Augen. Hallo Postmoderne,… weiter lesen
“Large quantities of people always make bad decisions - just look at hippies and the Nazis”
(James Murphy, DFA Records, New York)