13.10.2007 von Daniel Erk
Vielleicht haben Sie es schon gemerkt, aber Hitler – zur Abwechlung das Wort, nicht der Führer Mensch – hat eine erstaunliche Karriere (das Wort! nicht der Reichskanzler Diktator!) hingelegt. Mittlerweile kann man Hitler bzw. hitler als Wort in allen möglichen Formen anwenden.
Ein Beispiel:
“Ich habe eine 6 in der Mathearbeit – der Lehrer ist echt so ein Hitler”
Ein anderes:
“Eigentlich wollten wir gestern abend ins Cookies/Atomic Café/etc. gehen, aber der Türhitler wollte uns nicht reinlassen, weil wir drei Jungs waren.”
Und noch eins:
“Und dann hat der Typ so rumgehitlert, dass er das alles total hasst und so.”
Gleiches gilt für den Nazi an sich, dessen Verbreitung wahrscheinlich noch umfassender ist. Malte schreibt auf Spreeblick (in einem überhaupt interessanten Beitrag):
“Wer nicht zum alten Nazi Natur zurück will, der muss also die Erfinder hochleben lassen.”
Erinnern Sie sich noch an den Beelzebub, den Teufel, an… weiter lesen
13.10.2007 von Daniel Erk

Wolfgang Wippermann, Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität und Gastdozent an der Universität der Künste, weiß, wie man sich Dialektik übt, denn er kann jeweils beides: Reden und sprechen. Überlegen und unterhalten. Provozieren und dozieren.
Dass erst nun die deutsche Medienlandschaft auf ihn aufmerksam wurde, nunja, immerhin. Nachdem Wippermann schon vergangene Woche einen eindrucksvollen Auftritt im Zdf hatte und Eva Hermans, mit Verlaub, Dummschwätzerei als solche überführte, hat er nun die ehrenvolle Aufgabe, der Bild-Leserschaft ein paar grundsätzliche Erkenntnisse über das Dritte Reich zu vermitteln und so wenigensten einen Grundstock an Argumentationsgrundlage zu verabreichen (siehe Bildblog).
Bildblog schreibt dazu: “In “Bild” steht alle paar Tage groß das Wort “Hitler”, meistens über Artikeln, die in fast frivoler Weise mit dem Grusel und Kitzel des Nationalsozialismus spielen. Heute steht darunter ein Stück Aufklärung.” Das allerdings ist weniger Bild geschuldet – als der Fähigkeit Professor Wippermanns.… weiter lesen
13.10.2007 von Daniel Erk
“Augenzeugen schildern präzise, woran sie sich nur noch verschwommen erinnern können.”
(Harald Schmidt beim Stuttgarter Liederabend)