Sprechen Sie Hitlerisch?
von Daniel ErkVielleicht haben Sie es schon gemerkt, aber Hitler – zur Abwechlung das Wort, nicht der Führer Mensch – hat eine erstaunliche Karriere (das Wort! nicht der Reichskanzler Diktator!) hingelegt. Mittlerweile kann man Hitler bzw. hitler als Wort in allen möglichen Formen anwenden.
Ein Beispiel:
“Ich habe eine 6 in der Mathearbeit – der Lehrer ist echt so ein Hitler”
Ein anderes:
“Eigentlich wollten wir gestern abend ins Cookies/Atomic Café/etc. gehen, aber der Türhitler wollte uns nicht reinlassen, weil wir drei Jungs waren.”
Und noch eins:
“Und dann hat der Typ so rumgehitlert, dass er das alles total hasst und so.”
Gleiches gilt für den Nazi an sich, dessen Verbreitung wahrscheinlich noch umfassender ist. Malte schreibt auf Spreeblick (in einem überhaupt interessanten Beitrag):
“Wer nicht zum alten Nazi Natur zurück will, der muss also die Erfinder hochleben lassen.”
Erinnern Sie sich noch an den Beelzebub, den Teufel, an Luzifer, an Mephisto und den Satan? Alle fünf werden, sprachlich, bald ausgerottet und sein. Und wer war’s mal wieder? Hitler, der alte Nazi!





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[...] Rechtlich auf der sicheren Seite ist man bei dem Wort “Hitler” — wohlgemerkt als Nomen oder gar Verb gebraucht, nicht als Eigenname. Das überaus famose Hitler-Blog nennt ein paar Beispiele: “Ich habe eine 6 in der Mathearbeit – der Lehrer ist echt so ein Hitler” [...]
Ich kenne Leute, die “Hitler” synonym mit “Scheiße” o.a. gebrauchen. Demjenigen ist ein Becher Kaffee umgefallen und er hat dann einfach nur “Hitler! Hitler! Scheiße!” gesagt…
Christian Kracht hat ja schon vor mehr als zehn Jahren in “Faserland” das schöne Wort “SPD-Nazi” benutzt:
“Der Mann ist jetzt richtig erbost, und murmelt: So eine Frechheit oder irgend etwas ähnlich belangloses, und ich starre ihn an und sage ganz leise, aber so, dass er es hört: Halt’s Maul, du SPD-Nazi.”
“Rumgehitlert” – Witzig oder abscheulich!?!?…
Auf meiner sonntäglichen Tour durch verschiedene Blogs, bin ich fast zufällig auf einen Beitrag im Rockbüro gestoßen.
Es geht darin um die Benutzung des Wortes Hitler (wie beschrieben, nicht der Mensch Hitler, sondern wie gesagt das Wort) in der “…