Holidays on ice: Wie die NPD in Dresden ausgeladen wurde

von Daniel Erk

Sollte sich dieses Schreiben als echt erweisen – es wäre eine wirklich große Freude:

NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Dresden, 18. Oktober 2007

Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.

Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.

Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Johannes H. Lohmeyer
Geschäftsführer

Ergänzendes dazu: hier.


16 Kommentare zu "Holidays on ice: Wie die NPD in Dresden ausgeladen wurde"

  1. Ich kenne JL grob und gehe davon aus, dass das Schreiben echt ist. Sehr löblich.

  2. Bei “Holiday on Ice” in Dresden heißt es jetzt also, hier sind Nazis unerwünscht. Interessant. Kommt mir irgendwie bekannt vor.

  3. Sollte das Schreiben echt sein: Hut ab vor Herrn Lohmeyer. Es gibt also doch noch Zivilcourage. Den Kommentar von AlexanderL vom 24.10. versteh ich jedoch nicht. Will da einer aus Tätern arme, verfolgte Opfer machen?

  4. Pingback: sven scholz - sagichdoch? » Man hat schließlich einen Ruf zu verlieren

  5. Bei allem meinem antisemitimus, aber dieses Briefchen stellt doch eine mutige Leistung dar, die dem herrn lohmeyer noch kapitalverlust verursacht, qwil er es jeden wissen lässt, wie couragiert er und sein etablissement doch sind. ist ja nicht so, daß wir nazis ihm seinens seinem kleinen npd-boykott übel nähmen. Wenn man nicht gerade eine durchgeknallte faschobetirebsnudel ist, kann man sich über so viel courage doch nur wundern…

    Anmerkung: Ich war so freundlich und habe ihren Text gegengelesen und freundlicherweise Denkfehler und Haltungsschäden korrigiert. Ja, blärren Sie jetzt: Hier wird zensiert. Solch’ quatschigen Kommentaren wie dem Ihrigen gebe ich sicher keinen Raum. Adieu!

  6. Ach, zensiert ist sicherlich zuviel gesagt. Es ist ja Ihr Blog, in dem sie schreiben können, was sie wollen. Den Empörten zu mimen überlasse ich da ganz ihnen.

  7. Schade das hier Kommentare zensiert werden. Das ist praktizierter Faschismus!

  8. Ach ih vergass: Ich bin übrigens TAZ Abonnement. Aber das kann ich ändern!

  9. Das, Herr Schmitt, kann ja jeder behaupten! Es steht Ihnen auch frei sich bei der Redaktion über mich zu beschweren, nur zu (ich bin externer Pauschalist).
    Und was praktizierter Faschismus ist – das überlassen Sie besser mal denjenigen, die was davon verstehen! Zum Beispiel Knecht Ruprecht und seinem Rutenbündel.

    Und Herr Lannert: So ist’s recht. Kehrwoche macht jeder bei sich zuhause. Ihr braunen Blättchen und schiefen Vergleiche mag ich nämlich wirklich nicht hier haben. Da geht es mir ganz ähnlichen wie den Damen und Herren des Dresdner Holiday Inns.

  10. Kompliment an das Holiday Inn und den Blogschreiber!
    Und Beileid an die verminderte Denkfähigkeit in der braunen Abteilung.

  11. Ich staune nicht schlecht. Warum ist man denn gleich ein Nazi oder praktizierender Faschist, respektive “vermindert denkfähig” (Von Beileidsbekundungen bitte ich Abstand zu nehmen. Das ist übrigens auch so eine abgenutzte Phrase). wenn man hier eine andere Meinung vertritt?
    Ich dachte immer, dass Behautptungen wie “die TAZ sei so etwas wie die bildzeitung für leute die denken, sie seien intelligenter als andere” zu den klischees bürgerlicher kreise gehörten, aber offenbar ist dem nicht so.
    Vertragen sie keine kontroversen Standpunkte? Warum so dünnhäutig?
    Ich wäre ausserdem sehr vorsichtig damit, menschen aus einer attitüde heraus als Nazis und Antisemiten zu denunzieren. Für manche bedeutet ihre persönliche Ehre und Integrität mehr, als Sie damit asoziieren mögen.
    Und: Sparen sie sich bitte ihren hochtrabenden Spott, der verrät nur diffusen Überlegenheitsdünkel und einen Mangel an Esprit.
    Immerhin will ich ihnen einen Rat geben: Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden. Das werden sie vielleicht auch schon das ein oder andere mal für sich in Anspruch genommen haben.
    Machen Sie weiter mit ihrer Arbeit, aber werden sie gelassener. Ihr “Adieu” erwiedere ich. C.L.

  12. Steht hier irgendwo ein Schild mit der Aufschrift “Abladestelle für verbalen Dünnpfiff”? Mir ist es jedenfalls nicht aufgefallen. Bitte woanders versuchen.

    Was den Brief betrifft: Gute Sache, obwohl man eine solche Entscheidung auch ganz stillschweigend treffen könnte. Aber die richtige Entscheidung auf jeden Fall.

    Ach ja, die Trolle bitte nicht füttern usw. usf.

  13. Rainer
    October 25th, 2007 at 4:45 pm e
    Ach ih vergass: Ich bin übrigens TAZ Abonnement. Aber das kann ich ändern!

    Ich lese gar keine Zeitung und hab auch noch kein TAZ Abonnement, aber das kann sich ändern!
    Nett wie manch einer Versucht zu erpressen, aber bei mir nur eines erreicht hat, mich auf diese Zeitung aufmerksam zu machen. Bis jetzt hab ich mir immer meine eigene Meinung “geBILDet”…ups es ist raus, naja das nächste mal wenn der Zeitungszusteller da war, kann es ja nur besser werden!!!
    Aber das mit Knecht Ruprecht hab ich nicht verstanden, soll das heißen der Braunbär steht doch nicht mehr unter Artenschutz…:-)

  14. Das Schreiben kommt gut ! Hat was. Nur ich würde keinen Nazi, egal ob in Partei oder nicht, grüßen.
    Um die Form zu wahren, vielleicht so…
    Keine Grüße, oder
    Absolut keine Grüße.

  15. Pingback: bluelectric.org » Sehr geehrter Herr Lohmeyer,

  16. Hallo ich bin die Nancy komme aus Überlingen bin 1986 in Leipzig geboren und möchte gerne Mitglied werden.Ich finde ihr müsst Deutschland aufräumen und die gnzen Ausländer ausrotten.Bitte schreiben sie zurück.Liebe grüße Nancy Richter

Kommentar Schreiben

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*


*