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15.11.2007 von Daniel Erk
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Schmidt, Pocher, Broder und das inszenierte Entsetzen

von Daniel Erk

Ausgerechnet Henryk M. Broder, der viel Geschmähte, ist in der unseligen, verlogenen, heuchlerischen (bitte selbst weitere Aufrufe der Verzweiflung einfügen) Debatte um Schmidt, Pocher und das Nazometer (klingt wie der Titel eines Kinderbuches) die Stimme der Vernunft. Auf Spiegel Online schreibt Broder nämlich:

“So jagt eine Geschmacklosigkeit die andere, sogar tote Großeltern müssen herhalten, um die Empörung zu autorisieren; es wäre aber eine arge Verharmlosung, hier von einem “Missverständnis” wie im Falle von Eva Herman zu sprechen. Schmidt & Pocher waren vollkommen eindeutig. Sie haben nicht über die ermordeten Großeltern von Dieter Graumann gelästert, nicht den Massenmord vergagt oder die NS-Opfer verhöhnt, sie haben sich über den ritualisierten, verlogenen und wohlfeilen Umgang mit dem lustig gemacht, was vom Dritten Reich übrig geblieben ist: das inszenierte Entsetzen.”

Und weiter:

“Sechzig Jahre nach dem Ende des NS-Projekts sollte es allmählich möglich sein, sich über das braune Pack lustig zu machen, statt

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