Ein deutscher Held
von Daniel Erk
“Schwer vorzustellen, dass sich etwa die zerfetzten Zivilisten jener Länder, die von der deutschen Militärmaschine überfallen wurden, “Weltkriegsteilnehmer” auf ihre Todesanzeige hätten setzen lassen, wenn sie denn eine erhalten hätten.” schreibt Malte Dahlgrün sehr treffend im Dummy-Blog und weiter: “Aber vielleicht kann man das ja auch nicht vergleichen. Bei diesen Kardinaltugenden.” Und, möchte man hinzufügen, bei diesen Auszeichnungen: Das allgemeines Sturmabzeichen und die Eisernen Kreuze erster und zweiter Klasse bekam man da ja nicht eben für Temperantia und Iustitia. Im Gegenteil.
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bemerkenswert.
YFBM
Ich bin für akutes Kirche im Dorf Lassen, was Deine slightly polemische Bemerkung über Kriterien der EK I / II Verleihung angeht. Ich habe zwar kaum Daten ausser denen, die irgendwelche fleissigen Schlaumeier bei Wikipedia eingetippt haben, aber denen nach zu urteilen haben ja “etwa 2,3 Millionen [EK II] und 300.000 [EK I] allein im Heer” die Dinger umgehängt bekommen. — Allerdings bemerkenswert ist es schon, die Trägerschaft—gerade ob seines eher ubiquitären Auftretens unter Wehrmachtssoldaten—dem armen Mann in die Todesanzeige zu kleben.
Guter Hinweis, Jonas, danke. das ist schon ganz richtig – dass man das 2008 noch als grosse Ehre ansieht, dieses Metall umgehaengt bekommen zu haben, verwunderlich. Umso mehr, wenn die Verteilung so umfangreich war.
Ehre wem Ehre gebührt.
“Ehre”, ja
Alle Zeiten sind gleich nah bei Gott. (oder so ähnlich (v.Ranke)).
Du musst kein Schwein sein in dieser Welt.
Bei “Weltkriegsteilnehmern” ist man sehr schnell mit Urteilen. Auch bei Auszeichnungen ist dies der Fall. Ist nicht Helmut Schmidt auch Weltkriegsteilnehmer gewesen und sogar mit dem EK II ausgezeichnet worden. Der Kürzlich verstorbene Boeselager, Cäsar von Hofacker, von Stauffenberg. Sogar der Hans Scholl war Weltkriegsteilnehmer. Die Liste ist lang mit denjenigen, die auch als Weltkriegsteilnehmer nich gleich auch mitschuld sind an dem Elend das anderen und uns ein solches Unrechtsregime beschert hat. Ich stimme hier dem “Kirche im Dorf lassen” vollkommen zu. Abschließend sollte angemerkt werden, selbst Joseph Kardinal Ratzinger, war Weltkriegsteilnehmer.