Archive for Juli, 2008

30.07.2008 von Daniel Erk
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Xitele

von Daniel Erk

Ein Xitele-Shirt, gesehen in China von Katharina Erk

Der verehrte Christian Y. Schmidt ist einmal quer durch China gefahren und hat aufgeschrieben, wie das wo war und wie das so wirkte. In der Riesenmaschine hat Holm Friebe ein paar schlaue Zeilen zu Schmidts Buch „Allein unter 1,3 Milliarden“ verfasst – in der Jungle World ist ein Auszug aus dem Buch erschienen. Und da erzählt Schmidt, unter anderem, wie begeistert auch die Chinesen auf den Bekanntesten aller deutschen Politiker reagieren : Adolf Xitele.

„Am Fuß des Berges sind die Hotels so teuer wie noch nie auf dieser Reise. So lasse ich mich entgegen allen Vorsätzen noch einmal in eine Privatunterkunft abschleppen. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Schlepperin ein junges hübsches Mädchen ist, das ein blaues T-Shirt trägt, auf dem steht: »This movie is presented by: Walt Disney Productions«. (…)

Ich bleibe auch, weil mir Miss Disney »Leben in einer… weiter lesen

04.07.2008 von Daniel Erk
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’18, ’23, ’45, ’08

von Daniel Erk

Es gibt diese herausragende Anekdote um Margaret Thatcher, die nach einem verlorenen Länderspiel der englischen Mannschaft gegen die deutsche, einem Journalisten diktierte, es sei halb so wild von den Deutschen im eigenen Nationalsport geschlagen zu werden, man habe ja immerhin die Deutschen gleich zweimal in ihrer Nationalsportart geschlagen. Während bis zum zweiten Halbfinale geschichtsbewusste Fußballfans noch raunten, ein europäischer Wettkampf, der mit einem Sieg gegen Polen beginne, müsse ja zwangsläufig mit einer Niederlage gegen Rußland enden, freundet sich der tapfere, nicht aber unbedingt hübsche Deutsche (also Michael Ballack) damit an, am allerbesten auf Platz zwei aufgehoben zu sein. Kann man ja auch mal feiern, so eine unwürdige, lustlose und schlecht dahingespielte Niederlage wie im EM-Finale, denkt sich da der nicht unbedingt hübsche deutsche Fan (siehe Fanmeile) und bejubelt in seiner Einfäligkeit alles, was auch nur ein bisschen deutsch aussieht. Wenn das der Führer selig gewusst hätte, dass man auch… weiter lesen

01.07.2008 von Daniel Erk
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Unvergleichlich, außer mit Hitler (vielleicht)

von Daniel Erk

In den Vereinigten Staaten ist Wahlkampf und Wahlkampf, das ist auch immer Hitlervergleichszeit. Obama ist wie Hitler? Klar doch, die Begeisterung, die die Reden hervorrufen, ganz klarer und aktueller Fall.

Nun sind Hitlervergleiche ein gleichwohl interessantes als auch bizarres Kulturphänomen, das sich vor allem in den USA  größter Beliebtheit erfreut, wie dieser hervorragende Essay im US-amerikanischen BlogStuff White People Like” hübsch seziert. Interessant an den dortigen Ausführungen ist, dass da auf die dem Hitlervergleich inhärente Bipolarität (“Menschen die ich mag” und “Menschen die wie Hitler sind”) als essentieller Bestandteil verwiesen wird. Daraus wird eine äußerst simple rhetorische, aber in ihre Beleidigungspotential effektive Falle: Wen einer A mit Hitler vergleicht und ein anderer A gut findet und entsprechend widerspricht, folgt quasi-logisch, dass der andere durch die Zustimmung von A auch Hitler zustimmt. Ein Nazi, ganz klar, ganz logisch. Und bewahre bloß, die gleiche Finte mit Stalin, Pol Pot… weiter lesen