In den Vereinigten Staaten ist Wahlkampf und Wahlkampf, das ist auch immer Hitlervergleichszeit. Obama ist wie Hitler? Klar doch, die Begeisterung, die die Reden hervorrufen, ganz klarer und aktueller Fall.
Nun sind Hitlervergleiche ein gleichwohl interessantes als auch bizarres Kulturphänomen, das sich vor allem in den USA größter Beliebtheit erfreut, wie dieser hervorragende Essay im US-amerikanischen Blog “Stuff White People Like” hübsch seziert. Interessant an den dortigen Ausführungen ist, dass da auf die dem Hitlervergleich inhärente Bipolarität (“Menschen die ich mag” und “Menschen die wie Hitler sind”) als essentieller Bestandteil verwiesen wird. Daraus wird eine äußerst simple rhetorische, aber in ihre Beleidigungspotential effektive Falle: Wen einer A mit Hitler vergleicht und ein anderer A gut findet und entsprechend widerspricht, folgt quasi-logisch, dass der andere durch die Zustimmung von A auch Hitler zustimmt. Ein Nazi, ganz klar, ganz logisch. Und bewahre bloß, die gleiche Finte mit Stalin, Pol Pot… weiter lesen
