Archive for Dezember, 2008

Tatsächlich genial, liebe Titanic!
Manche Filmemacher sind sich auch für keinen Schwachsinn zu dumm, wie man in der IMDB nachlesen kann, wo zu “Operation Walküre – Das Staufenberg Attentat” (genau, der Film mit Tom Cruise) Folgendes zu lesen steht:
“Der Filmemacher Bryan Singer fürchtete, dass Hitlers Geist einen außer Kontrolle geratenen Panzer steuere, der drohte, Kameraausrüstung zu überfahren. [....]
“Ein sehr mutiger Mann krabbelte in den Panzer und betätigte die Bremsen[...]. Vielleicht war da Hitlers Geist drin.”
Hätte Hitlers Geist tatsächlich den Valkyrie-Film verhindert, gemischte Gefühle wären unvermeidlich gewesen: Einerseits: Hitlers Geist tummelt sich in Berlin? Unschön. Andererseits: Die falsche Heldensaga “Valkyrie” geistert nicht durch die Kinos? Sehr schön.
Aber natürlich ist auch Hitlers Geist am Ende ein Versager. Und Hitler selbst, die feige Sau, hatte zu Lebzeiten natürlich besseres zu tun als bei Stalingrad das Panzerfahren zu erlernen.
(Danke, Herbie!)

Liebe Leser des Stadtmagazins “Tip” (Berlin),
falls Sie in der aktuellen Ausgabe Ihres Stadtmagazins einen Beitrag über dieses “Weichei” oder auf Tip Online den selben Artikel über einen “Provokateur” gelesen haben und so hierher geraten sind und nun all die Provokationen, die Ihnen das Stadtmagazin “Tip” versprocht hat vergeblich suchen – bitte beschweren Sie sich auch dort.
Das Ziel des Hitlerblogs ist nämlich, aufgemerkt liebe Stadtmagazin “Tip”-Redaktion, eben nicht Provokation, sondern Dokumentation. Und insofern gibt es auch wenig, was hier geübt werden könnte – außer Kritik.
Die vermutete Provokation, vom Stadtmagazin “Tip” belegt durch das Zitat “Hitler war eine Popikone”, bezieht sich vermutlich auf ein Interview, das ich vor 1,5 Jahren gegeben habe und in dem sich seinerseits auch kaum Spuren von Provokationen finden.
“Daniel, ist Hitler eine Popikone?
Ja. Und zwar ob man das nun mag oder nicht. Er

Fehlt Ihnen noch ein unfreiwillig komisches Weihnachtsgeschenk, mit dem Sie “unter’m Baum” der König Führer und Gesprächsthema Nr. 1 sind?
Probieren Sie es doch mal mit den wunderbaren Adolf-Hitler-Kerzen, speziell jenen, die Adolf Hitler mit starrem Blick und debiler Weihnachtsmannmütze zeigen! In rosa und hellblau haben diese Kerzen eine ganz besonders dümmliche Wirkung, Sie werden selbst sehen!
Der Produzent merkt speziell zu diesen an, er habe sie so gestaltet um darauf hinzuweisen, wie großzügig der Führer selig gewesen sei (“…almost no one knows just how generous the Fuehrer really was” – speziell die Juden, die Sinti und Roma, die Sozialdemokraten und russischen Soldaten scheinen da etwas “falsch verstanden” zu haben).

Und falls Sie Adolf Hitler in Kerzenform nur ungerne von oben abfackeln wollen wie weiland die Bomber über Dresden, dann empfiehlt sich aus selbiger Produktion ein vom Hersteller selbst “Nazi Stein” titulierter… weiter lesen

Und wenn man glaubt, mal habe alles gesehen, gehört, jede Absonderlichkeit bedacht und jede Abwegigkeit und Erwägung gezogen, dann übertrumpft einen jedes Mal auf ein Neues die Realität, die Sau.
Erkennen Sie, wer das Kind auf dem obigen Bild ist? Ganz recht, es ist: Adolf Hitler.
So heißt der kleine Junge (hier die Geburtsurkunde) nämlich, der es diese Woche zu Bekanntheit nicht nur in seinem lokalen Mediu, “Lehigh Valley”, sondern auch auf Spiegel Online, auf Boston.com, bei Stern Online und im Guardian und vielen Medien mehr brachte, weil der örtliche ShopRite-Supermarkt eine Adolf Hitler gewidmete Aufschrift (“Happy Birthday Adolf Hitler”) auf eine beim Supermarktbäcker bestellte Torte verweigerte (Zitat: “Wir hielten das für unangemessen”).
Rechtliche Vorschriften wie in Deutschland machen die US-Behörden ihren Bürgern nicht, weder bei der Namenswahl der Kinder, noch bei der Verwendung von politischen Symbolen. In den Jahren zuvor waren die… weiter lesen

Und, ach, falls es noch an Weihnachtsgeschenken für die Kleinen fehlt: Lil’Hitler und Lil’Goebbels sind bestimmt auch unter Ihrem Weihnachtsbaum gern gesehene Gäste. Mit den können die Kids dann nachspielen, was sie im Alltag mit den Eltern so erleben (rumschreien, Gewalt und lügen) oder auch, was die echten Hitlers und Goebbels früher so gemacht haben (rumschreien, Gewalt und lügen). Falls sie aber im Supermarkt einer Mutter mit Kindern mit diesen Püppchen begegnen – Vorsicht, diese Kinder stechen später mal Polizisten ab.
(Dank an Caro, via den Kommentaren)

Das Ende der Quartett-Kreativität, so man dafür überhaupt so hochtrabende Worte benutzen mag, scheint überschritten: Das nunmehr dritte Quartett mit Hilter und anderen Schergen ist nun erschienen, alle, aber wirlich alle haben sich einmal erregt (besonders schön wie so oft, die unfreiwillig komische Formulierung der Bildzeitung: “Darf man mit Adolf Hitler Karten spielen?” – erstmal können!) – aber jetzt ist auch gut.
(Danke Martin, via)
“Who knows, if the Internet had existed at the time, perhaps Hitler’s criminal plot would not have succeeded — ridicule might have prevented it from ever seeing the light of day.”
Das hat der diesjährige Literaturnobelpreisgewinner Jean-Marie Gustave Le Clezio am Sonntag vor der schwedischen Nobelakademie gesagt. Man kann das mit gutem Recht für übertrieben halten, aber mit ebenso guten Gründen für angemessen. Einen Versuch ist es wert. Und Anlass für Spott gibt es eigentlich immer.
(Thanks a lot again, David!)

