30.04.2009 von Daniel Erk
Morgen ist der 1. Mai, der Tag der Arbeit – und leider traditionell auch ein Großkampftag der deutschen Nazis und Neonazis. Damit diese nicht nur aus Facebook, wie es angesichts der Nazischwebe in der Onlinecommunity aktuell die Jusos fordern, sondern auch raus aus den Städten gehalten werden, braucht es engagierte und mutige Demonstranten.
Patrick vom NPD-Blog schreibt:
Mit rassistischen Parolen wie “Arbeitsplätze nur für Deutsche” mobilisieren [die Neonazis] für Kundgebungen und Demonstrationen nach Berlin, Hannover, Dresden, Ulm, Mainz, Neubrandenburg, Weiden und Kaiserslautern. Geht gegen die Neonazis auf Straße – auch ganz in eurer Nähe.
Wo die jeweiligen Gegendemonstrationen stattfinden steht im NPD-Blog.
28.04.2009 von Daniel Erk

Seit die Herren Meusel und Kopelke, diese ach so aufrechten Deutschen von Thor Steinar, ihre Schäfchen ins Trockene gebracht und kurzerhand Betrieb und Marke an arabische Investoren verschachert haben, ist es um den Hersteller uninspirierter Faschopullis recht ruhig geworden. Vielleicht ein bisschen zu ruhig.
Und auch wenn der aufrichtige und aufrechte Protest gegen Thor Steinar richtig und gut und oft sogar richtig gut war, im großen Kampf um die Symbole und gerade wenn es gegen ein Unternehmen geht, das selbst mit Symbolik spielt und seine rechtsradikale Gesinnung nur mit sehr abstrusen Verweisen gen Norwegen (wo man über die semiotische Gefangennahme Norwegens durch Faschos mit Irritation und Wut vernahm – und klagte) zu verschleiern sucht, darf und kann und muss man auch zu anderen Methoden greifen.
Eine solche Methode ist Verwirrung. Um die Zersetzung der Denkmuster, allem voran die Zersetzung dieses widerlichen, bereits von Willy Brandt verworfenen Irrglauben,… weiter lesen
27.04.2009 von Daniel Erk

Hitler, Hitler, Hitler, da schnallst du ab: Was immer Publicis India auf den doch eher abwegigen Gedanken brachte, Hewlett Packards Memorysticks mit oberstehender Hitlergrafik und dem Claim “8 GB of political speeches” zu bewerben – so ganz durchdacht scheint das nicht. Oder sind Hitler und die Nazideutschen neuerdings dafür bekannt, besonders reisefähige politische Konzepte entwickelt, besonders viele speichernswerte Reden produziert oder schlaue Gedanken in Größenordnung von acht Gigabyte entwickelt zu haben? Oder soll angedeutet werden, Hitler hätte statt eines Hirns den Bart als Speicher… abwegig. Doch wo das zweite Motiv der “Serie” Charlie Chaplin ist, scheint hier eher die Mischung aus Aufmerksamkeitssucht und Ideenlosigkeit Antrieb gewesen sein. Denn interessant würde die ganze Geschichte doch eigentlich erst dann, wenn es Hitlers Bärtchen als USB-Stick gäbe. Wobei, ach, es gibt ja keine lustigen USB-Sticks. Und wo wir gerade bei Faustregeln sind: Nicht alles, was im Entferntesten einem schwarzen Quadrat… weiter lesen
15.04.2009 von Daniel Erk

Sie wollen einen möglichst für jeden Deppen verständliche Versinnbildlichung des Ungenehmen, Ungewollten? Sie wollen ein bisschen Medienrummel, ein bisschen Aufruhr, den Ruf ein bisschen provoaktiv zu sein? Sie haben aber keine richtig, richtig gute Idee? Greifen Sie zu HITLER®!
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Nutzen Sie die die über alles in der Welt ragenden Aufmerksamkeitswerte von HITLER®! Geben Sie Gas mit HITLER®! Ob TV, Nichtrauchen, Kunstausstellungen, Wein, asiatisches Essen, Radiosender, Textmarker, Naturschutz, gegen Krebs, gegen Pelz – HITLER® wirbt gerne auch für Ihr Produkt! Neuerdings etwa, da wirbt HITLER® beispielsweise… weiter lesen
05.04.2009 von Daniel Erk

All jenen geqwidmet, die an diesem Sonntagmorgen allein (bzw. eben: mit dem Feind, also Hitler) in ihrem Bettaufwachten: Eine sehr hübsche Variation des US-Propagandaposters “When you ride alone, you ride with Hitler”. Fehlt nur noch der Aufruf: “Join a Bed-Sharing-Club TODAY”.
(Danke, Sascha!)
04.04.2009 von Daniel Erk

Dass der Mann, der über den zweiten Bildungsweg schließlich zum Brauhausredner und schließlich mörderischen Diktator wurde, sich zu Beginn seiner Karriere eigentlich nur an Leinwänden vergehen wollte, diese Geschichte dürfte altbekannt und tausendfach erzählt sein. Auch als letztes Jahr die ersten Hitlerschinken, wenig talentierte, wenig inspirierte und wenig originelle Landschaftsmalereien, wie sie Hobbymaler im Dutzend im Arbeitszimmer hängen haben, versteigert wurden, war die Aufmerksamkeit gewaltig – schließlich hatte diese Episode aus dem Leben Hitlers bislang kein Bildmaterial produziert.
Nun geht der Reigen in eine weitere Runde, wie die Welt berichtet. Und als wäre es nicht schon absurd genug, dass jemand für diese unbeholfenen Versuche in Sachen Kunst Geld auszugeben bereit ist – brandet nun eine Debatte auf, ob es sich denn überhaupt um “echte Hitlers” (vermutlich im Gegensatz zu falschen Hitlers, siehe auch: Udo Pastörs) handelt – die Perspektive, der Stil, der Pinselschwung und das Perspektivverständnis der… weiter lesen