Archive for Mai, 2009

14.05.2009 von Daniel Erk
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Der Endsieg – ein Satiremedium

von Daniel Erk

Dem deutschen Widerstand im Dritten Reich ist viel Unrecht widerfahren. Erst Grausamkeit und Tod, später dann Ignoranz und die widerliche Anbetung des deutschnationalen Militaristen Stauffenberg (mehr hier). Einer derjenigen, die zu Hitlers Zeiten mit Fug und Recht und Schmackes öffentlich gegen Nazideutschland aufstanden, war Helmut Herzfeld, der sich bereits während der dummnationalistischen Wirrungen des ersten Weltkrieges um gegen die beschränkte, nationalistische Geisteshaltung zu protestieren seinen Namen in John Heartfield ändern ließ – und später, neben Tucholsky, zu einem der klarsten, klarsichtigsten und ausgesprochensten Gegner des Naziregimes wurde. Das Deutsche Historische Museum hatte vor Kurzem Heartfield’sche Collagen ausgestellt, auf Quazen.com ist ebenfalls eine gut kommentierte Sammlung des antifaschistischen Schaffens Heartfiedls zu begutachten. Heartfields bitteren Satire soll schließlich sogar Hitler selbst zur Weißglut gebracht haben – wenig wunderlich, dass Heartfield erst in die Tschechoslowakei, dann nach England emigrierte. Seine Plakate aber haben nichts von ihrer Schärfe und Richtigkeit verloren… weiter lesen

12.05.2009 von Daniel Erk
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iHitler

von Daniel Erk

Craig Robinson, der jahrelang mit dem Flip-Flop-Flyin’-Newsletter erfreute und gleichsam Erfinder der Minipops und Zeichner der legendären Pigeon-Comics auf Spreeblick ist, hat seine Minipops zu einer iPhoneApp verarbeitet. Weil da Politiker, wie man bei Apple meint, verunglimpft werden – was den Apple-AppStore-AGBs widerspreche.

Wer die Minipops kennt, ahnt, wie unglaublich groß der Quatsch ist, denn die Damen und Herren bei Apple da vermuten. Als sei jede Abstrahierung, jede Karikatur eine Verhohnepiepung! Der arme Herr Hitler! Der große Diktator, der GröFaZ – als gnomenkleiner Liliputaner verhöhnt! So geht das natürlich nicht.

Die gesamte Geschichte – auf Spreeblick.

(Danke, Christian!)

11.05.2009 von Daniel Erk
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Mehr Follower als @adolfhitler

von Daniel Erk
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Ein Internetwitz ist bloß ein Internetwitz, tausend Internetwitze sind die Wirklichkeit ein Mem. Und ein Mem (hier eben: “The Downfall Meme“) vermischt mit einem nur leicht abgestandener Hitler-Twitter-Witz (“@adolfhitler twitter’, wir followen dir” vgl. “Von Finnland bis zum schwarzen Meer”) ergibt tatsächlich einen mehr als passablen Geburtstagsgruß. Vor allem wo man weiß, dass die Jahre zwischen 33 und 45 die schlimmsten sind.

(via/herzlichen Glückwunsch, Sascha!)

02.05.2009 von Daniel Erk
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Hitler vergleichen: Dei’ Führer sei Gsicht

von Daniel Erk

Wie Adolf Hitler aussieht, weiß jedes Kind: strenger Scheitel, zackiger Zweifingerbart – fertig ist der Führer. Die Wendung vom “Menschen als Marke” ist, unter anderem auf Betreiben des Berliner Marketingprofessors Dieter Herbst, längst ein geflügeltes Wort, ein Zeit- und Medienphänomen (siehe hier einen Beitrag im Cicero); 2005 schrieb der Spiegel-Autor Alexander Smoltczyk einen sehr erhellenden Artikel über die Konzeption der “Marke Hitler“. Im vollem Bewusstsein um die Gräuel der Hitlerdiktatur in Nazideutschland muss man anerkennen, dass die Nazis durchaus wussten, was sie da kommunizierten – auf eine Weise ist das Erscheinungsbild dieser “Marke Hitler” bis heute in den Köpfen der Menschen bestens verankert. Was einem umsomehr bewusst wird, wenn man sich anschaut, wie Hitler ohne strengen Scheitel und zackigen Zweifingerbart eben auch hätte aussehen können.

(Herzlichen Dank für den Hinweis, Sascha)