28.07.2009 von Daniel Erk
Ein Horrofilmklassiker, eh, jagt den nächsten – das verspricht die Grundstruktur von “Død snø” bzw. “Dead Snow“, einem aktuellen Film aus Norwegen. Der Plot: Eine Horde Medizinstudenten macht Winterferien, heizt mit Snowmobilen umher, ignoriert die Warnung eines altern Wanderers, die Gegend sei seit den Gräuel der Nazis im Dritten Reich verflucht, muss aber alsbald den Preis zahlen.
Filmstarts.de führt weiter aus:
«Wenn fast ein ganzes Volk schlafwandelnd hinter einem irrsinnigen Schlächter herwankt, sich menschenverachtendes Gedankengut einem Virus gleich ausbreitet und die teuflische Maschinerie sich wie besessen am Niedergang ihrer Opfer labt – dann sind entweder Nazis oder Zombies am Werk. Oder beides zugleich. Angelehnt an die Naziploitation-Filme der 70er Jahre (SS Experiment Love Camp) macht „Dead Snow“ seine liebevoll trashige Stoßrichtung bereits mit dem Zombie-Design glasklar. Die vergammelten SS-Uniformen und Hakenkreuz-Armbinden sind dabei mehr als morbides Beiwerk. Somnambulanter Gehorsam, unreflektierter Blutrausch und der
… weiter lesen
20.07.2009 von Daniel Erk

Jedermann’s neustes Lieblingsspielzeug im Netz, ja: Twitter, ist vor allen Dingen auch ein hübscher Weg herauszufinden, wer was mit welchen Begrifflichkeiten so anstellt.
Ein solcher Begriff, den man suchen kann, ist natürlich auch: Hitler.
Und weil Twitter seine Nutzer durch seltsame Strahlen zwingt, blödsinnige Wortzwitter mit “Tw” zu schaffen, heißt der entsprechende Aggregator in diesem Fall Twhitler – und bündelt, was die Menschen so mit und über Hitler schreiben. Und wer das wie häufig tut. Man ahnt schon ein halbes dutzend Abschlussarbeiten in kulturwissenschaftlichen Studiengängen voraus.
(Danke, Christoph!)
17.07.2009 von Daniel Erk

Es soll ja gar nicht so wenig Menschen geben, die keine Bücher mehr lesen, sondern bloß noch Hörbücher, äh, hören. Derartige Gäste des Hitlerblogs sollten sich folgenden Termin notieren solange sie noch schreiben können:
Am kommenden Sonntag, 19. Juli, 20.05 bis 21 Uhr wird in der Sendung “Freistil” auf Deutschlandfunk das Feature “Heile, heile Hitler von Daniela Mayer und Michael Mueller. Wie Deutschland über den Diktator lacht” ausgestrahlt.
In der Ankündigung schreibt der Deutschlandfunk:
“‘Äch bin wieder da!’. Mit diesen Worten holte Walter Moers Hitler 1998 heim ins Reich: als “Adolf, die Nazisau”, eine gurkennasige, bürstenbärtige Witzfigur. Mit seiner Karikatur brach der Comiczeichner und Autor ein deutsches Tabu: Lachen über Hitler.”
Wird interessant. Und lustig. Allein weil ich da auch zu Wort komme.
(Danke Peter, für das Bild!)
14.07.2009 von Daniel Erk
Extra3 mit einer neuen Folge “Telekolleg: Deutsch für Nazis”. Dass Nazis allerdings nicht zwangsläufig so dumm sind wie sie zumeist scheinen und was sie denken, wenn sie denken, dass kann man in Patrick Gensings Interview mit dem Hamburger Rechtsradikalen Christian Worch nachlesen:
Gensing: Inwieweit war die DDR aus Ihrer Sicht das bessere Deutschland? Welche Vorteile hatte das System, welche Nachteile?
Worch: Traditionelle – man könnte auch sagen: „preußische“ – Tugenden waren in der DDR stärker ausgeprägt als in der Alt-BRD; ein Umstand, der auch knapp zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall zumindest teilweise nachwirkt. Ebenso spielt eine große Rolle, daß die Zahl der in der DDR lebenden Ausländer geringer war als in der Alt-BRD und auch nicht versucht worden ist, diese gesellschaftlich zu integrieren, sondern ausländische Vertragsarbeiter vornehmlich von der heimischen Bevölkerung isoliert waren. Daher ist die Sensibilität gegen Überfremdung in den neuen
… weiter lesen
12.07.2009 von Daniel Erk
Dass Hitler nicht nur in seinem politischen Leben erfolglos und verkrampft zu Werke, sondern auch als Maler nicht weiter eindrucksvoll agierte, dass weiß bald – also wenn weitere Auktionen stattfinden – jedes Kind.
Dass jedes Kind bzw. andere, zum Teil noch weniger talentierte Maler sind am Führer selbst versuchen und vergehen dürfen, das ist eine Errungenschaft des b3ta.com-Wettbewerbs. Bei diesem wird ein Forumstrang eröffnet, mit einer Zeichenaufgabe versehen und die Leser nutzen, ganz “Generation Upload”-mäßig, die Kommentare um ihre mal mehr, mal weniger gelungenen Ergebnisse mit der Welt zu teilen.
Da ist viel Mist, aber auch manches Juwel. Diese eher offensichtliche, aber sehr umgesetzte Idee zum Beispiel:

Diese Idee ist deutlich aggressiver, die Umsetzung deutlich anspruchsvoller und die Symbolik ein Vielfaches unangenehmer:

Diese dritte Einsendung dagegen ist ein Tick abstrakter, vertrackter aber auch deutlich geistreicher, wenn man sie mal erkannt hat:

(Danke Dr. Katze für den Hinweis!/via b3ta)
02.07.2009 von Daniel Erk

Dass die Engländer eine eigenartige Obsession mit Hitler, dem dritten Reich und dem zweiten Weltkrieg haben, ist altbekannt – “don’t mention the war” etc. Welch’ absurde Blüten das treibt, zeigt dieser aktuelle Schnappschuss aus London: “Hitler – European Tour ’39 – ’45″ ist auf diesem Shirt zu lesen – die Karte zeigt Europa, Deutschlands Angriffskriege, die kooperierenden sowie besetzten Staaten (in grün) sowie Großbritannien und die UdSSR (in rot). Das alles unter der Fuchtel des hitlergrüßenden Adolf Hitler.
Fragt sich: Wer trägt sowas? BNP-Wähler? Englische Neonazis? David Irving?
Ja, schon richtig: “Don’t mention the war”. Aber eben vor allem, weil leider so selten Geistreiches zu zweiten Weltkrieg, drittem Reich und Holocaust gesagt wird. Auch in England.
(ich danke dem Einsender!)