
Der Dame im Poster geht es ganz offenbar wie Deutschland ’45: Sie wird, Pardon, von Adolf Hitler (“Deutschland ist meine Braut”) gefickt. Eine beinahe wirklich kongeniale Verbindung von “Sex sells” und Hitlervergleichsprovokation – wenn, ja wenn sowohl Hitler- als auch Sexwerbung nicht längst der Inbegriff der Ideenlosigkeit wären.
Die intendierte Geschmacklosigkeit und das erhoffte Schockmomentum sind hier ja gar nicht das Problem – diese Werbung ist nicht schockierend und wenn doch, dann bloß schockierend peinlich. Ist ja nicht so, dass hier völlig neue Dimensionen erreicht oder Verknüpfungen gebunden würden – immerhin gab es bereits zwei Werbekampagnen für Kondome mit Hitler (nämlich hier und hier).
Der Kino- und TV-Spot, der Radiospot (“Wollt ihr alle AIDS?”) und der, ja, Raptrack zur Kampagne (geht’s Ende eventuell bloß um A.I.D.S., also Sido und B-Tight?) sind natürlich ebenso billig wie banal (bald kann man auch sein eigenes Bild… weiter lesen