Archive for Oktober, 2009

22.10.2009 von Daniel Erk
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Thai Hitler

von Daniel Erk

Schon als die Berliner Dependance von Madame Tussauds samt eine Wachs-Hitlers eröffnete, war das Geschrei groß: Der Anblick des Führers, wenn auch aus Wachs, würde die Deutschen stante pede wieder zu Nazis machen, vermutete so mancher Kommentator. Die NPD-Jugend aus Brandenburg würde vor ihrem Wachidol in den Staub fallen und Ehrenkränze niederlegen usw. usf. Bekanntermaßen kam es anders – und der größere Eklat war, dass ein Berliner mit Sinn für Humor und Symbolismus das tat, was seine Großeltern anno 1934 hätten tun sollen: Er verübte ein Attentat und zwar erfolgreich und der Kopf Hitlers rollte über den Boden bei Madame Tussauds. Man bringe mir seinen Skalp.

Nun eröffnet dieser Tage auch in Thailand eine Filiale des Wachsfigurenkabinetts und natürlich ist der berühmteste Deutsche (nein, nicht Mozart) auch dort in seiner Rolle als Gruselwesen zu bestaunen. Und zwar nicht nur in der Ausstellung, sondern auch auf den Plakaten,… weiter lesen

16.10.2009 von Daniel Erk
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Wie verföhrerisch

von Daniel Erk

(via @sebibrux)

12.10.2009 von Daniel Erk
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Frisch aus dem Ofen

von Daniel Erk

Auch hier im Hitlerblog wird von Kommentatoren immer wieder das Klischee des humorlosen, verkrampften und auf Reparationszahlungen versessenen Juden gezeichnet – gerade so, als hätte nicht Mel Brooks, ein US-amerikanischer Jude, eine der witzigsten Parodien über das Dritte Reich und seine Rezeption geschrieben und gedreht. Kurzum: Das so konstruierte Klischee, man dürfe ja nicht frei über das Dritte Reich und den Holocaust sprechen, müssen in Sack und Asche gehen und Witze über den Massenmord an Juden, Sinti, Romas, Schwulen, Lesben, Sozialdemokraten und Kommunisten wären jenseits von Gut und Böse, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein antisemitisches. Und ein uninformiertes zudem.

Ein sehr hübsches, sehr treffendes, gemeines und witziges Beispiel dafür liefert einmal mehr das fabelhafte US-amerikanische Magazin Heeb:

Was passiert hier? In diesem Photo des Photographen Bradley Meinz zeigt die jüdisch-US-amerikanische Komikerin und Schauspielerin Roseanne Barr, ausgestattet mit Hakenkreuzbinde und Hitlerbart, ein Ofenladung verbrannter Weckmänner vor.… weiter lesen

08.10.2009 von Daniel Erk
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Zwei Quadratzentimeter

von Daniel Erk

Eine der liebsten Einsendung der Hitlerblogleser ist jene Szene aus “Le Grand Restaurant” (der auf Deutsch bizarrerweise auch “Oscar hat die Hosen voll” und “Scharfe Kurven für Madame” heißt) von Louis de Funès aus dem Jahre 1966, in der ein Schatten einem Oberkellner durch wenige, semiotische Hinzufügungen eine vollkommen andere Auftretensweise verschaffen:

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Offenbar findet man auch in Israel an derartigen Scherzen Gefallen.

Theresa und Tom, die mir den folgenden Ausschnitt aus einer israelischen Sketchsendung die übersetzt “Nicht vor den Kindern” heißt, zuschickten, schreiben zum Inhalt:

“Die Beiden sitzen in einem Café, er erzählt ihr von seiner reise nach Thailand, sie sagt, sie sei in Europa gewesen. Er sagt: Ist alles okay, du siehst mich so komisch an? – Sie sagt: Du erinnerst mich an irgendjemanden… Er: Ich weiß! Robert Redford! Sie: Nein… – und den Rest versteht man auch so.”

In… weiter lesen

05.10.2009 von Daniel Erk
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Das CI des Faschismus

von Daniel Erk

Auch der aufgeklärte, jedes auch noch so heimlichen Faschismus unverdächtige Bildungsbürger des 21sten Jahrhunderts hat diese kurzen Momente der gar nicht so heimlichen Faszination für das Dritte Reich, für den italienischen Faschismus oder den Kommunismus chinesischer bzw. russischer Machart – denn auf einer ästhetischen Ebene waren und sind die totalitären Systeme des 20sten Jahrhunderts zwar nicht wirklich schön, aber durchaus eindrucksvoll.

Und exakt diesem Aspekt – der Markenkommunikation des Faschismus – widmet sich der Grafiker und Historiker Steven Heller in “Iron Fists: Branding the 20th-Century Totalitarian State”:

Iron Fists: Branding the 20th-Century Totalitarian State is the first illustrated survey of the propaganda art, graphics, and artifacts created by the totalitarian governments of Nazi Germany, Fascist Italy, the USSR, and Communist China. The iconography produced by these regimes is universally recognized as their “brands”: the swastika and aggressive typography of Hitler’s Germany, Mussolini’s streamlined Futurist posters and stylish Black Shirt

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02.10.2009 von Daniel Erk
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Werben mit Hitler XVIII: Führer Without A Cause

von Daniel Erk

Angenommen Sie wären Kanadier Südafrikaner (ja, stimmt, mein Irrtum) und hätten einen Versandhandel für Bücher und wollten zum Ausdruck bringen, dass Ihr Sortiment gleichwohl Popkultur und Geschichte und Politik umfasst und dass es bei Ihnen das alles aus einer Hand gäbe – würden Sie das auch so in Ihrer Werbung illustrieren wollen:

Mit wem der Hitler sich im großen Ikonen-MashUp-Wettbewerb dieser Jahre wohl noch so kreuzen lassen muss? Gandhi? Mao? Mutter Theresa? Ein Ende ist lange nicht in Sicht…

(Danke, Heinrich Dubel!)