Archive for Februar, 2010

11.02.2010 von Daniel Erk
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Der, uh-oh, “Dentist des Teufels”

von Daniel Erk

Und wenn man gerade eben den Eindruck gewonnen hat, die schier unendliche Obsession der Deutschem mit Hitler wäre zu einem kleinen, kurzen Halt gekommen, dann kommt eine Zahnärztin aus Krefeld namens Menevse Deprem-Hennen mit einer Doktorarbeit unter dem Titel “Dentist des Teufels” um die Ecke. Einmal ganz davon abgesehen, dass man sich vielleicht eher nicht von einer Ärztin behandeln lassen mag, die die langen Jahre ihrer Promotion in Archiven verbracht hat statt über Kiefern, ist schon der Titel besonders irre: “Dentist des Teufels” – bitte geht’s noch?

Jedenfalls handelt diese Doktorarbeit von Johannes Blaschke, der Hitlers “persönlicher” Zahnarzt war – und von der Mundhygiene des Führers. Interessanter als die zahnärztlichen Befunde sind, einmal mehr, natürlich die Wege der Unterlagen nach dem Krieg, aber genau davon handelt die Doktorarbeit ja nicht.

Wie man so der Presse entnehmen kann, sind die Erkenntnisse dann auch eher banal bis vollkommen egal:

Aus dem

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11.02.2010 von Daniel Erk
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Der größte Popstar aller Zeiten

von Daniel Erk
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Was immer den Reiz ausmacht, Hitler als Urheber bekannter Popkultur zu präsentieren: Es ist wahnsinnig komisch. Nicht nur wie Hitler, wie oben, auf dem Obersalzberg zu Scatman Johns Welthit aus den 90ern tänzelt, auch wie Hitler rhythmisch einwandfrei “I want to break free” und “We will rock you” von Queen, oder, flankiert von Riefenstahl’schen Bilder trommelnder Hitlerjugendlicher und marschierender Soldaten, “Born to be alive” intoniert:

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Ganz besonderen Witz entwickelt das dann, wenn die luziferische Wahrnehmung Hitler auf großen, weichen Kitsch prallt. Hier etwa werden eine Rede Hitler und Kriegsilder des Zweiten Weltkrieges geschickt auf Louis Armstrongs “What a wonderful world” montiert – der bitterböse, Sarkasmus trieft geradezu aus dem Browser (was manchen besonders stupiden Nazi verblüffenderweise nicht von wehmütigen Kommentaren abhält):

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10.02.2010 von Daniel Erk
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Hitlerine

von Daniel Erk

Wenn man, wie Anne Tismer, einem Theaterstück den Titel “Hitlerine” verpasst, dann geht es einem eher nicht um Differenziertes, Feinfühliges, Komplexes, zumindest nicht in der Wahl der Mittel. Man darf also davon ausgehen, dass es im Prater laut, wild, wirr und irritierend wird, wenn “Hitlerine” auf die Bühne kommt. Und das ist durchaus im Sinne der Erfinderin, auf der Seite der Volksbühne steht nämlich zu lesen:

Hitlerine ist eine radikalmilitante, eitle Egoistin, ausgestattet mit einem beinahe postmodernen Bewusstsein, verkörpert von Aktionskünstlerin Anne Tismer. Irgendwo in Afrika steckt sie fest in einer parallelen Geschichte, in der Adolf nicht vorkommt, aber anderes Schlimmes schon, etwa die Völkermorde zu Beginn des letzten Jahrhunderts auf dem schwarzen Kontinent. Ihre Anhänger sind die kakka-produzierende Ameise Angelika, der sexy Schwarzafrikaner Marcel, das Bonobo Felix – verkörpert durch Puppen und Mitspieler. Ziel der Gruppe ist es, die Zeit anzuhalten, 1913, als Deutschland noch im Besitz

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08.02.2010 von Daniel Erk
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Hitler & der Spiegel

von Daniel Erk

Google scheint für das FAZ-Feuilleton der späten Nullerjahre eine ähnliche Rolle zu spielen wie Anfang des Jahrzehnts Hitler für den Spiegel.

Andrea Diener, Gig.Antville

08.02.2010 von Daniel Erk
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Mehr oder minder bequeme Angebote

von Daniel Erk

Motivationsposter sind ein typisch anglo-amerikanisches Phänomen. Sie sollen der Durchsetzung einer Meinung dienen, sollen auffordern, aufmuntern und beeinflussen. Und sind offenbar oft so tumb, dass sie ein hübsches Ziel für Spott und Parodie sind. Beispielsweise in Form eines demotivierenden Posters, bei dem Adolf Hitler einen Sessel anpreist: Kampfy, compfy, oh, so bequem.

(Danke, Jones)

06.02.2010 von Daniel Erk
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Das Schwarze Quadrat

von Daniel Erk

Außer mit Mondrian hätte man den Witz natürlich auch mit Malewitsch machen können.

(gefunden auf Spon Spam von Rochus Wolff – danke!)

05.02.2010 von Daniel Erk
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Notorious A.D.O.L.F.

von Daniel Erk
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(via)

04.02.2010 von Daniel Erk
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1945 A

von Daniel Erk

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Die offenbar auch im Nachhinein noch unbändige Angst, die Nazis hätten den zweiten Weltkrieg durch eine irre, unschlagbare Geheimwaffe gewinnen können, ist ungebrochen – zumindest im Film.

Wie Rochus Wolff auf Butt-kicking Babes schreibt, hat Kevin Smith vor Kurzem einen Kurzfilm empfohlen, in dem die Nazis 1945 eine haushohe, mit diversen Waffen ausgestattetet Panzerspinne ins Feld führen und so nicht nur der herannahende US-Armee eine blutige Niederlage zufügen, sondern auch den Ausgang des zweiten Weltkrieges nachhaltig verändern – immerhin schreibt man in diesem Kurzfilm das Jahr „1945 A“.

Sowohl ästhetisch als auch inhaltlich lässt sich das Ganze als Missing Link zwischen “Soldat James Ryan” und dem ironischen Weltraum-Nazi-Spektakel “Starship Troopers” einordnen, sieht schick und eindrucksvoll aus, weißt aber doch ein paar ins Auge springende sachliche Mängel auf: Warum begnügen sich die GIs damit, mit Handfeuerwaffen gegen den Spinnenpanzer vorzurücken statt dem Metalvieh mittels Luftangriff den Garaus zu machen?… weiter lesen

03.02.2010 von Daniel Erk
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Hitler on the Rocks

von Daniel Erk

Fragt sich bloß: Woran soll sich der Schneemannbauer denn schuldig gemacht haben? Verherrlichung des Faschismus? Man muss schon arg verblendet und humorlos sein um das zu glauben. Davon abgesehen,
dürfte das mit den Fingerabdrücken sehr schwierig werden.

(aus der Stuttgarter Zeitung/Danke, Pater Familias)

02.02.2010 von Daniel Erk
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Das Downfall-Syndrom

von Daniel Erk

Auf Guardian.co.uk macht sich Mercedes Bunz Gedanken über die ungebrochen populären Versatzstücke der letzten Stunden Hitlers aus “Downfall”, im deutschen Original “Der Untergang”. Anlässlich der Präsentation des iPad von Apple brach nämlich vergangene Woche eine neuerliche Welle an Hitler-Videos auf YouTube herein.

Dabei kommt auch ein, ähem, Experte des Genres zu Wort:

“Until recently Hitler was demonised and portrayed not as human being but the devil himself,” says Daniel Erk, a German critic whose Hitler blog on the left wing newspaper Taz is keeping track of the Führer’s appearances in popular culture and the media, from advertisements to Google requests and the surface of toast.

“This is precisely why the Downfall meme became so incredibly popular over time: Hitler appeared in a different, more human way while he still remained the evil dictator. These competing images, the contrast between the great dictator and the little day-to-day

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