Archive for Mai, 2010

31.05.2010 von Daniel Erk
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Wer ist wie Hitler? Wer nicht?

von Daniel Erk

Willkommen zum kleinen Hitlervergleichsquiz!

Über wen sagt der ehemalige brasilianische Nationalspieler Giovanni Folgendes:

Er “…ist für die brasilianischen Spieler der Hitler! Der Typ ist krank und verrückt. Zum Glück bin ich ein ruhiger Typ, sonst hätte ich ihm eine gescheuert. Er hat keine Ahnung von Fußball, weiß nichts.“

Nicht schummeln – hier ist die Auflösung!

(via Mutlu)


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31.05.2010 von Daniel Erk
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Provokation zu versteigern

von Daniel Erk

Wie aus Punk Kaptialismus wird, aus Nazismus Mode und aus Provokation nur ein müdes Lächeln: Helen Hall, eine ehemalige Leiterin der Abteilung “Entertainment Memorabilia” des Versteigerunghauses “Christie’s”, bringt das von Malcolm McLaren designte T-Shirt unter den Hammer, mit dem Sid Vicious 1978 in “The Great Rock’nRoll Swindle” durch Paris stolzierte.

Vielleicht mag das jemand ersteigern, während der WM auf der Fanmeile tragen und bei kritischen Nachfragen aufsagen, das wäre “Punk”? Da man das als Feldversuch werten darf, dürfte der Ausflug bald im Lazarett enden. Wenn man ein Zeichen viermal um die Ecke trägt, ist es am Ende eben nur es selbst.

(Danke, Tim, für den Hinweis!)


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30.05.2010 von Daniel Erk
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Abgehakenkreuzt

von Daniel Erk

Und genau deshalb ist jegliche Skepsis, wenn “Deutschland” irgendetwas gewinnt (Weltmeisterschaft, Europameisterschaft, Grand Prix), eben doch angebracht: Weil sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Antisemiten aus den schmutzigen Löchern trauen.

So zum Beispiel auf Twitter, zum Beispiel Carolin D. unter dem Namen AkkPrinzessin, Thomas Völker alias togglodyke oder Marcel als aquaero – wer es wagt, dem deutschen Fräuleinwunder in Oslo die Gefolgschaft zu verweigern, der muss sich antisemitische Tiraden gefallen lassen.

Natürlich rundern die Meisten der antisemitischen Arschgeigen Deutschländer früher oder später zurück – aber von aufrichtiger Entschuldigung, von Anstand und Verstand und ein bisschen Frieden Demut ist da keine Spur.

Ach, Deutschland. Scham und Schande über dich.

(via Marxblog)

Update: Auch im NPD-Blog ist der Antisemitismus rund um den Grand Prix Thema – und die Antisemiten treffen sich in den Kommentaren.

25.05.2010 von Daniel Erk
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Ein Stalingrad für Hitler II. & die Bieberarmee

von Daniel Erk

Natürlich ist das vor allem auch interessant, wenn “Hitler” gar nicht mehr die historische Person meint, ja nicht einmal mehr als Schmipfwort benutzt wird, sondern nurnoch als Ausdruck von grenzenlosem Hass verwendet wird. Es gibt einen Eindruck davon, wie der Umgang mit “Hitler”, dem Begriff, dem Wort in Zukunft sein könnte. Was nur ein Aspekt des Umgangs mit Hitler, der Person, ist – aber durchaus ein wichtiger.

Aber es ist eben nicht nur eine gesellschaftliche, popkulturelle, semiotische Frage. Denn wenn man diese (und andere Aussagen) deutscher Fans von Justin Bieber so liest, man möchte fast Bazon Brocks These von der Wiedergeburt des Nationalsozialismus im Rahmen des Pop Glauben schenken. Ja, diese Menschen sind jung und nicht sonderlich helle, klar. Aber dieser Gruppenwahn, der Führerkult, die Aggressivität und Dummheit, die unter diesen Fans wütet, die muss man nicht tolerieren. Ganz egal, wie alt der Autor oder die Autorin hinter… weiter lesen

25.05.2010 von Daniel Erk
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Echte Nazis, echte Nachbarn, echt deutsch

von Daniel Erk

Heute in der taz: Adolf S. aus Duisburg – der SS-Mörder, den seine Nachbarn heute in Schutz nehmen.

Die Juden wurden vorerst angewiesen ihr Werkzeug abzulegen. Dann mußten sie vortreten und ihre Uhren abgeben. […] Dann mußten sich die Juden nebeneinander im Graben aufstellen. Sodann schoß der SS Unterscharführer S. mit einer Pistole, und der SS Hauptscharführer und 1 Feldgendarm mit einer Maschinenpistole die Juden nieder (…)

“Wir haben auch gelitten, wissen Sie. Wir waren in Oberschlesien, unter russischer Besatzung. Sie haben meinen Vater schrecklich behandelt; meinen Bruder haben sie beinahe nach Russland verschleppt … S. wirkte immer freundlich. Er hat mir und meinem Mann bei Umbauarbeiten im Haus geholfen. Ich kann nicht glauben, dass er das getan hat. Der Holocaust war so furchtbar. … Wissen Sie, mein Onkel war auch in einem Konzentrationslager, in der DDR, in Leipzig. (…) Sie kommen aus Israel, sagen Sie? Ich verstehe nicht,

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25.05.2010 von Daniel Erk
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(Stockhausen-Zitat bitte selbst hindenken)

von Daniel Erk

(xkcd #29/* Stockhausen)

23.05.2010 von Daniel Erk
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Adolf der Shrekliche

von Daniel Erk

Seufz. Wer will nochmal, wer hat noch nicht.

(via/Danke, Rochus!)

23.05.2010 von Daniel Erk
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Hitler, menschlich gesehen

von Daniel Erk

Denn die Quoten sind im Keller,
es ist längst nicht mehr schön
und “Der Stern” gibt uns:
“Hitler – menschlich gesehen”
Nazis überall und Nazis hier im Haus –
darf noch irgendjemand bleiben
wenn sie rufen “Nazis raus”?

Bernd Begemann: “Hitler – menschlich gesehen” (vom 1993er Album “Rezession, Baby!)

(Text/Ton)

21.05.2010 von Daniel Erk
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Als Hitler das rosa Kaninchen war

von Daniel Erk

Wer macht sowas? Und was soll das sagen? Dass Hitler verkappt homosexuell war und dass Liebe sich nicht als autoritäre Ideologie anbietet?

Update (via F5 in den Kommentaren)

Der englische Telegraph weiß mehr: Es handelt sich offenbar um Werbung aus Italien. Mit dem Claim “Cambia Style – Don’t Follow Your Leader” (“Verändere deinen Stil – Folge nicht deinem Führer”) hat eine Bekleidungsfirma in Sizilien offenbar einen mittleren Tumult unter den örtlichen Würdenträgern ausgelöst:

“The use of an image of a person responsible for the worst chapters of the last century is offensive to our country’s constitutional principles and to the sensitivities of citizens,” (Rosario Filoramo) said.

Ein belustigendes Bild Hitler, beleidigend für die Italiener, ihre Sensibilität und ihre politischen Werte? Und das in einem Land, in dem Fußballer offen rassistisch sind, in dem Mussolinis Enkelin unverhohlen der Großvati preist und der Präsident den Duceweiter lesen

20.05.2010 von Daniel Erk
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Holocaust, The Next Generation*

von Daniel Erk

“Ein interaktives Ausstellungsprojekt der 3. Generation”, das klingt ja erst einmal so, als habe diese nervtötende Pop-Rap-Gruppe selben Namens, die zwischen ’98 und ’04 “Big Brother” vertonte (“Leb’, leb’ wie du dich fühlst!”), als hätte diese seelenlose Castingband wieder zusammengefunden und “was mit Internet” gemacht.

So wahrscheinlich diese Variante ist, so weit geht sie an dem vorbei, was sich hinter dem nach Oberstufen-Internet-AG und PR-Desaster klingenden Namen tatsächlich verbirgt: Nämlich international zusammengecastete, junge Künstler und Stipendiaten, die unter dem ähnlich schlimmen, wenig kunstvoll zusammengeflickschusterten Titel “Memo_Raising” (oh ja: mit Unterstrich!) “nach der Relevanz des Holocausts in der 3. Generation” (Originalzitat) fragen sollen.

Wie das gehen soll? Weiter im PR-Text: “Acht junge internationale KünstlerInnen mit verschiedenen Hintergründen und Familiengeschichten, werden durch ihre Werke aus Malerei, Videokunst und Installation in direkten Dialog mit den Ausstellungsbesuchern treten” – Malerei, die in “direkten Dialog” tritt? Interessant! Bzw. verquarst.

Aber weiter: “Vor… weiter lesen