Brillante Überschrift, brillanter Vorspann in der englischen Sun. Will man sich lieber nicht vorstellen: Hitler in Paris.
(Thanks, David!)
Brillante Überschrift, brillanter Vorspann in der englischen Sun. Will man sich lieber nicht vorstellen: Hitler in Paris.
(Thanks, David!)
In Prag ist, wie der RBB berichtet, derzeit ein Theaterstück zu sehen, indem Adolf Hitler gleich fünfmal in unterschiedlichen Nuancen parodiert wird – mal als Rentner in Rio, mal als Aufreißer, mal als alternder Spießbürger. Die Witze sind eher absehba, Eva Braun etwa darf sagen: “Dort hast du doch irgendein Ferienlager oder Kurort. Es muss so schön sein! Natur, ein Birkenhein, deswegen heißt es doch Brzezinka? Birkenau?”
Doch das Stück ist offenbar ein großer Publikumserfolg – und nicht nur das, auch die Schauspieler haben einige, nun, interessante Sachen zu sagen in Sachen Hitler. Zum Beispiel die Hitler-Darstellerin Magdalena Zimová:
“Es freut mich, dass es wieder so ein Erfolg war! So! Schnurrbart weg, Hitler weg. Wunderbar! Obwohl: eine kleine Weile Hitler zu sein, das hat was!”
Oder Miroslav Hanuš, ein weiterer der fünf Hitler-Darsteller:
“Es ist ziemlich einfach, Hitler zu sein. Seine Welt ist Schwarz-weiß. Mich selbst zu spielen
Wenn VW nicht ohnehin eine Idee der Nazis gewesen wäre, fast müsste man den Scherz machen, dass nur ein “Golf Göring” die bekanntesten Vertreter des “alten” und “neuen” Deutschlands auf brillantere Weise verbinden würde als die von der Berliner Grafikerin Daniela Pass gestalteten “Hitler Sport”-Tafeln. Der Witz liegt nicht in den wunderbaren Wortspielen rund um die Schokoladensorten allein, sondern in der Kombination der ästhetischen Vertreter Deutschlands: Hitler, Sport, Nussolini mit großen Nüssen und Nazipan in – keine Angst – Rot, Weiß und Schwarz. Und so ist es eben mit Deutschland, der Kalauer sei erlaubt: Hinter der Verpackung verbergen sich stets braune Inhalte.
Ich kann Sie nur warnen: Fangen Sie nicht mit diesem Hitler-Quatsch und, nein, ich meine nicht NPD-Wählerei sondern tatsächlich die Beschäftigung mit den seltsamen Auswüchsen der “Hitlers” in Kunst und Kultur, Pop und Politik, Werbung und WWW. Man kann nicht einmal mehr entspannt Musik hören ohne davon belämmert zu werden:
Phife Dawg, der durchaus ein angenehmer Musiker sein kann, spricht da in der zweiten Strophe: “It’s even colder, bitter/MC’s get kicked right in they shitter/Mut’ Ranks, more controversial than Adolf Hitler/test me, you getting cut with this here log splitter/Now who’s iller…”
“More controversial than Adolf Hitler”? – das muss entweder eine sehr US-amerikanische Sicht sein oder ein schlechter Witz. Nicht allein, dass der Hitlervergleich bei dem er, juhu, sich selbst mit Hitler vergleicht und dabei auch noch zum Schluss kommt, kontroverser als Hitler zu sein, ist bescheuert.
Aber auch die Behauptung, Hitler sei kontrovers,… weiter lesen
Dieser Text ist so ungefähr das Lustigste, was ich in langer Zeit zum Dritten Reich, zum Holocaust und zum Zweiten Weltkrieg gelesen habe (bzw., um die Kritik gleich abzuschmettern, es ist eine besonders gewitzte Parodie des Umgangs mit dem Dritten Reich. Gelacht wird über uns – nicht über die Opfer des Holocaust).
Ein Scott, offenbar SciFi-Fan, schreibt das auf, was ihn an den Zweiter-Weltkrieg-Filmen im History Channel stört: Die Protagonisten sind total eindimensional, die Geschichte macht wirre Wendungen und ist überhaupt total unglaubwürdig und schlecht erfunden:
Let’s start with the bad guys. Battalions of stormtroopers dressed in all black, check. Secret police, check. Determination to brutally kill everyone who doesn’t look like them, check. Leader with a tiny villain mustache and a tendency to go into apopleptic rage when he doesn’t get his way, check. All this from a country that was ordinary, believable, and dare I say
Brillante Überschrift bei der Frankfurter Rundschau!
(Gefunden von Mainwasser auf Twitter/Bild Quelle)
Man kennt diese Melodie, zu oft wurde sie gespielt, bei Abi-Partys und Straßenfesten. Es ist eines der Lieder, die garantiert irgendjemand auf die Tanzfläche zwingen und obwohl es ein melancholisches, niedergeschlagenes Lied ist, endet es – mittlerweile – einem großen Chor eines “Lalala”. Man liegt sich betrunken und verschwitzt in den Armen, denn wenn auch nichts gewiss ist, das Lied verspricht, dass man überleben wird – welchen Konflikt auch immer. Es ist, um es kurz zu fassen, ein abgegriffenes Lied, das nur noch die ganz Unsensiblen an irgendetwas erinnert. Und doch, in einem anderen Zusammenhang, sind da plötzlich starke Gefühle, Verwirrung, Freude – und Wut.
Das Lied, es ist das 1978 zu allererst von Gloria Gaynor veröffentliche “I will survive“, jene ewige Disco-Schmonzette, die von einer “Hermes House Band” Fußballstadion-tauglich gemacht wurde und wenn man es hier hört und sieht, dann läuft einem der kalte Schauer über den Rücken.… weiter lesen