Hitler oder Stalin? Jetzt voten!

von Daniel Erk

“Was würden Sie denn machen, sie hätten die Wahl zwischen Stalin und Hitler?” fragte der Ex-Stasi-Spion und Linke-Vorsitzende in Niedersachsen Diether Dehm (mit h!) gestern vor laufenden Kameras (in der ZDF-Mediathek – ab Sekunde 52)  Tja, wir, das ist hier doch gar nicht die Frage – die Frage ist, wenn überhaupt, wie sich die Linke entschieden hätte bei einer solchen Wahl und man hat so eine Ahnung, wer die Stimmen der Linken bekommen hätte. Wobei Osker Lafontaines “Fremdarbeiter”-Ausfälle wie der notorische Antisemitismus der Linke (Redok berichtet) da vielleicht doch ein paar Fragen offenlassen.

Davon aber abgesehen ist Dehms Fomulierung politisch, moralisch, historisch und in überhaupt jeder Hinsicht unredlich. Man mag von Gauck und Wulff halten, was man will: Aber es stand gestern auf keiner Seite ein autoritärer Führer, Antisemit oder Freunde von Genoziden zur Wahl. Diese bequeme Unredlichkeit, sie spricht Bände. Die Welt wird reduziert auf ein pubertäres “alles Scheiße” und dann wird behauptet, es habe keine andere Wahl als die eigene kaum kompromissbereite Fundamentalopposition gegeben. Allein die Wortwahl Dehms deutet an, wie weit sich die Linke von den tatsächlich verhandelten Themen und der bundesdeutschen Wirklichkeit entfernt hat.

Das allerdings gilt nun nicht nur für Diether Dehm sondern für seine Partei insgesamt. In einem überhaupt sehr lesenswerten Beitrag für die F.A.S. stellt der Journalist Nils Minkmar fest:

Für die Zeit nach 1933 wird (im aktuell diskutierten Programmentwurf der Linke, Anm.) zum Schicksal der Genossen geschrieben: „Viele sind von den Nazis getötet worden, andere saßen in Gefängnissen und Lagern oder befanden sich auf der Flucht.“ Wohl wahr. Aber warum kann man im Jahre 2010 nicht sagen, dass viele deutsche Kommunisten und Sozialdemokraten in sowjetischen Lagern und Gefängnissen saßen und von den Nazis nur getötet werden konnten, weil die Sowjets ihre Waggons, die es bereits über die Grenze geschafft hatten, zurück nach Berlin geschickt haben?

Aber auch wenn man davon absehen will: Wäre es nicht gerade für die SED-Nachfolgepartei, die sich so schwer mit ihrer unter anderem auch stalinistischen Vergangenheit tut, nicht eben dann eine einfache Wahl, wenn Hitler und Stalin zur Wahl stünden. In der Vergangenheit jedenfalls haben sich zum Teil die exakt gleichen Parteimitglieder voller Freude für Stalin entschieden – warum sollte sich das geändert haben?

Ps. Alles Weitere zur Linke, deren DDR-Märchenhuberei und Dehms Rolle in all dem – bei Malte Welding. Und bei Spreeblick vom sehr geschätzten Frédéric Valin.

(Danke, Björn)


30 Kommentare zu "Hitler oder Stalin? Jetzt voten!"

  1. Pingback: Was woll’n wir trinken? « Malte Welding

  2. Die Hitler-Stalin-Analogie geht natürlich gar nicht, und nur darum geht es in diesem Blog ja eigentlich,

    aber ansonsten muss ich die Linke prinzipiell (Herrn Dehm kenne ich nicht) ein wenig in Schutz nehmen:

    Antisemitismus ist kein Problem linker Politiker, sondern aller gesellschaftlicher Kategorien; bei den Linken wundert es den nicht antisemitischen Linken nur mehr als bei Bäckern, Blonden, Brillenträgern oder Bayern.

    Welche Wahl (ich meine die zum BuPrä) hättest Du denn getroffen? Welche Wahl hättest Du von der Linken begrüßt? Bzw. erwartet?

    Die Linke ist ein heterogener Haufen mit wirklich eigenartigen Grüppchen, aber das ist ja prinzipiell nicht schlecht. Die Partei aber immer wieder auf Stasi, Stalin und SED zu beschränken, ist einfach Unsinn.

  3. Doch, Antisemitismus ist gerade ein Problem von Politiker gerade dieser “Linke”. Immer wieder.

    Zwei aktuelle Beispiele:
    * http://npd-blog.info/2010/06/01/linke-israel-100/
    * http://npd-blog.info/2010/04/19/von-braun-zu-rot/

    Von der “Linke” erwarte ich ehrlich gesagt nicht mehr viel. Politik gestalten, das ist deren Ansinnen ja gar nicht, es geht nur noch um Muskelspiele und Demagogie – wie man in Berlin einen vernünftigen Sparkurs mittragen kann, im Bund aber dagegen wettert, das ist einfach unehrlich und unredlich. Im Übrigens unterschreibe ich Minkmars Beitrag Satz für Satz. Ja, auch und gerade in Sachen Afghanistan.

    Das Beispiel Gauck ist für all das nur der Beleg: Dass Gauck kein Linksliberaler ist, obwohl er von Jürgen Trittin ins Gespräch gebracht wurde, das war doch allen klar. Auch die SPD hat Gauck nicht geliebt – aber er war dennoch überzeugender und eine taktisch äußerst kluge Wahl, weil er der ein Kandidat war, der auch im konservativen Lager Stimmen geholt hat (und nicht zu knapp) – das wäre mit einem Kandidaten Platzeck nie gegangen, weshalb der Vorschlag deppert war.

    Aber: Er wäre ohne Frage die bessere Wahl gewesen. Aus Sicht der “Linke” keine ideale Wahl, aber eine bessere. Und diese grundsätzliche Einsicht, diese Funktion von Demokratie (was gerne als “das kleinere Übel” verbrämt wird), die fehlt der “Linke”.

    Und Anstand, der fehlt den Vertretern der “Linke” auch, von Lafontain bis eben gestern Dehm. Das ist ja auch eher die Regel als die Ausnahme. Und das zeigt obiges Zitat sehr deutlich.

  4. Dehm bezeichnete Gauck vor einigen tagen als “Brunnenvergifter”. Das war im Mittellalter ein beliebter Vorwurf gegen Juden, um Pogrome zu rechtfertigen. Andre Brie wiederum bezeichnete Hr. Dehm als einen Mann, der “antisemitische Verschwörungstheorien” verbreitet. Was ich persönlich aber sehr schlimm finde ist die Fortsetzung der DDR Rhetorik, in der jeder Gegner oder Kritiker auf eine Stufe mit dem schliommsten Denkbaren gesetzt und damit dämonisiert wird. Ich fände es gut, wenn Gauck und Wulff gegen Dehm rechtlich vorgehen würden, um hier auch ein Zeichen zu setzen, dass auch verbale Gewalt keinen Platz in der Politik hat.

  5. Vielleicht sollte man einfach keine Liedermacher mehr zur Bundesvedrsammlung zulassen. Dann wären wir Dehm und Renneck los!

  6. Moment, er sagt, was soll man machen, wenn man die Wahl zwischen Hitler und Stalin, Pest oder Cholera und noch einen Vergleich hat.
    Er hat beide überhaupt nicht verglichen, sondern geantwortet auf die Frage, warum die Linke nicht Gauck wählt.
    Er wollte damit ausdrücken, dass jener G. für Afghanistankrieg, Hartz4 usw. eintritt, massiv gegen linke Positionen eintritt usw.
    Er hat sogar recht mit den Vergleichen, handelt es sich doch um eine widerliche Verarsche des Volkes durch die Medien, vozutäuschen, es ginge bei der Wahl um mehr als die bestimmung des neuen Bundeshorstes.
    Gauck war der Popanz, um dem ungeliebten Merkel eines auszuwischen, niemals aber um Demokratie. Eine Schießbudenfigur der Politik, geopfert für machtpolitische Ränkespiele.
    Aber klar, eine Gespenst geht um in Deutschland, das gespenst der Linken.
    Verantwortlich für alles, was den Machthabern nicht passt.
    Dar ich erinnern, daß es die rosa-grüne Koalition war, die Deutsche in den Krieg schickte?
    Nur Rot ist eindeutig gegen den Krieg eingestellt.

  7. Auf die “Fans” der “Linke” antworte ich ab sofort nur noch mit Minkmar-Zitaten:

    “Für Gauck sei Krieg ein Mittel der Politik, daher könne man ihn nicht wählen, erklärte Oskar Lafontaine, als habe der Kandidat vor, im Keller von Schloss Bellevue einen Sandkasten aufzustellen, um mit Modellsoldaten die Eroberung von Dänemark zu proben. Darin wird die Methode der Linken deutlich: Wir haben unsere Hausordnung, wer sich nicht daran hält, der fliegt. So bleibt es kuschelig und übersichtlich im linken Lager. Denn es mag so sein, dass die Linke Krieg nicht für ein Mittel der Politik hält, und das ist schön, aber es sind nun mal nicht alle Erdbewohner Mitglieder der deutschen Linken.”

    Dass die “Linke” linke Positionen vertritt, das halte ich für ein Märchen. Ebenso wie die steile These, Dehm hätte Gauck und Wulff nicht mit Hitler und Stalin verglichen – man kann sich das ja so oft wie es einem beliebt anschauen. Aber so funktioniert die “Linke”: Erst wird die Wirklichkeit so lange verzerrt, bis es passt. Und dann wird die Realität verdammt.

  8. Bei Wahlen, die vermutlich nicht 99,8 % ausgehen, wird mir auch immer ganz schwurbelich im Kopf. Da kann ich so einen verbalen Ausrutscher schon verstehen.

  9. “Allein die Wortwahl Dehms deutet an, wie weit sich die Linke von den tatsächlich verhandelten Themen und der bundesdeutschen Wirklichkeit entfernt hat.”

    So ein Satz hat aber auch ein unredliches Moment. Weil er Komplexität reduziert, generalisiert und mit nicht überprüfbaren Annahmen arbeitet.

    Ich kenne mich in “der” Linken nicht gut aus, würde aber vermuten, dass sie nicht “nur” aus Dehms besteht.

    “Die” Linke ist auch nicht die Nachfolgepartei der SED. Das war die PDS, soweit ich weiß. Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dass die Ex-Parteikader in der heutigen Linken alle anderen Gruppierungen (WASG-Leute z.B.) an Strahlkraft übertreffen und deswegen eine übergeordnete Rolle spielen. Aber auch das wäre irgendwie wieder zu einfach.

    Das letzte Zitat von Minkmar ist natürlich insofern richtig, als der Standpunkt der Linken (“Wir wählen ihn wegen seiner inhaltlichen Ansichten nicht”) bei einem Bundespräsidenten weniger schwer wiegt als in Bezug auf Wahl einer Kanzlerin z.B.

    Aber dass “die” Linke Gauck wählen >mussTeilnicht< wegen seiner Behördentätigkeit nicht passt.

  10. wer is wer ???

    Gauck = Hitler
    Wulff = Stalin

    oder

    Gauck = Stalin
    Wulff = Hitler

  11. Erstens ist Diether Dehm nicht DIE LINKE, sondern Einzelperson mit eigener Meinung in einer pluralistischen Partei. Selbst wenn man zwei derartige Beispiele findet, ist eine Verallgemeinerung wie die von Daniel Erk genauso daneben wie manche Zitate.
    Zweitens finde ich es bedenklich, daß bestimmte Autoren sich ihre “Argumente” im npd-blog holen, als ob gerade diese die Deutungshoheit über DIE LINKE haben.
    Drittens denke ich, ist der Fakt an sich, daß man Krieg als legitim verteidigt, eine wesentlich höhere Qualität als das verbale vermuten von Sandkastenspielchen, von denen Lafontaine ja noch nicht mal gesprochen hat sondern ihm unfair unterstellt wird.
    Der Artikel strotzt geradezu von Unwahrheiten, Vermutungen und Verleumdungen.

  12. Herr Dehm hat eine leichte Profilneurose, gepaart mit historischer und politischer Ahnungslosigkeit, scheint es mir. Anders kann ich mir so einen strohdummen Vergleich vor laufender Kamera nicht vorstellen.

    Aber das soll der Mann mal selber ausbügeln. Ich frage mich wie lange sich die Linke solche Dumpfdödeleien noch leisten will bzw. leisten kann.

    Mfg.

  13. Ich bin nach wie vor nicht bereit, eine Vereinigung von Ökonomiechauvinisten, frustrierten Gewerkschaftsfunktionären, Neo-Bolschewisten und rückwärtsgewandten Ostalgikern als Linke zu bezeichnen. Das wäre so, wie wenn ich Herrn Westerwelle als Liberalen bezeichnen müsste – das möchte ich auch nicht.

    Moderne linke Politik sucht nach politischen Möglichkeiten und Mehrheiten zur Veränderung der Gesellschaft; diese “Linke” sucht die Bestätigung der Ideologien – sie nennen es gerne Theorien – von Marx, Engels, Lenin.

    Und da wird dann gerne auch mal mit historischen Gleichnissen der Geschmacksrichtung von D. Dehm gearbeitet. Wahlweise gerne auch Herr Gauck als Kriegstreiber und Neoliberaler denunziert. Da wird die Wirklichkeit gebeugt, bis es wieder ins Weltbild passt.

    Entsetzlich.

  14. Die beiden Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten sind übrigens “bekennende Christen”. Womit wir auch wieder bei unserer Ausgangsfrage sind. Pest und Cholera forderten Millionen von Opfern. Gauck und Wulff taten das bisher wohl nicht. Hitler und Stalin aber waren die machtvollen Vertreter einer totalitären Ideologie mit Millionen von Opfern. Wulff und Gauck sind als Christen ebenfalls machtvolle Vertreter einer totalitären Ideologie mit Millionen von Opfern.

    Gauck und Wulff mit Pest und Cholera zu vergleichen, ist also weit hergeholt – sie mit Stalin und Hitler zu vergleichen liegt dagegen eigentlich recht nahe – auch wenn Gauck und Wulff bei weitem nicht mit der Machtfülle ausgestattet sind, mit der Hitler und Stalin ausgestattet waren.

  15. Der JETZIGE Bundespräsident (Wulff)… Ist das jetzt Hitler oder Stalin?
    Ich glaube wohl Stalin.

    Dann wäre wohl Gauck der Hitler, weil er die Linken “verfolgt” hat. – obwohl… er ist “SPD”, insofern wäre er wohl eher Stalin…

    Auch weil sie DIE LINKE von dem Hitlervergleich aber nicht vom Stalinvergleich distanziert hat, weil “Hitler” (= Gauck) frühzeitig ausgeschieden ist, während “Stalin” (=Bundespräsident) jetzt erst richtig aktiv werden kann. Auch haben die indirekt “Stalin” unterstützt.

    Also ist der Bundespräsident Stalin!

    (Das mag jetzt historisch nicht so ganz richtig sein…
    ABER IDEOLOGISCH STIMMT’S!!! )

    Ich jedenfalls distanziere mich von BEIDEN Vergleichen!

  16. Wie sowohl in dem Artikel als auch in manchen Kommentaren gegen DIE LINKE gewettert wird, ist ekelerregend. Es zeigt mir, wie sehr sich Mitglieder aller Parteien und Anhänger aller Ideologien bzw. Weltanschauungen vor dieser Partei fürchten. Und da blasen CDU, FDP und leider auch SPD und Grüne ins gleiche Loch. Pfui!
    Und ich bin kein Mitglied. Sondern nur jemand, der sich mit der Partei und ihrem Programm auseinadergesetzt hat.

  17. Das, Sebastian, ist ein sehr hübscher Beleg: Die “Linke” taktiert sich ins Abseits, einer ihrer Landesvorsitzenden vergeht sich in dämlichen Hitlervergleichen – und am Ende sind die demokratischen Parteien schuld. Programmatisch muss man die “Linke” nicht fürchten – demagogisch und taktisch allerdings schon. Diese Partei wird noch auf Jahre Schwarzgelb stützen.

  18. Der Dieter, der Dehm, der olle Zausel …

    Wer, wie ich erleben mußte, wie Dehm, damals als Liedermacher “Lerryn” gefürchtet, 1969 durch die Frankfurter Hauptwache zog, eine Blonde links, eine andere Blonde rechts, und brüllte: “Kapitalismus is Faschismus, Kapitalismus muß wech!”, wer das also erleben mußte, den wundert auch nicht die Sache mit Hitler und Stalin.

    Später ist er mir dann noch als Autor und Komponist begegnet, der sein hochkonspiratives Familienleben sorgfältig abschirmte. Die Besuche bei ihm zu Hause waren schon eine Nummer für sich …

    Noch viel später tat er sich mit der ollen Kathi Witt wichtig und dann mit der SED/PDS.

    Selten ist mir so ein feiler Schwätzer begegnet wie Dehm, aber halt – ich gerate ins Schwärmen.

  19. @Frank:

    Wow, echt wahr?
    Das heißt wenn Gauck und Wulf die gleiche Machtfülle wie Hitler und Stalin hätten würden sie anfangen Völkermorde zu begehen weil sie Christen sind?

    Was stimmt mit ihrem kranken Hirn eigentlich nicht?

  20. Natürlich ist eine Pauschalverurteilung – von wem auch immer – eigentlich nicht angebracht. DIE LINKE macht es einem aber in der Hinsicht besonders einfach – bzw. schwer, dies nicht zu tun.

    Ähnliche Äußerungen (wie die Dehms) höre ich in meinem Umfeld andauernd von Sympathisanten und Supportern der Partei.
    Kaum einer Partei gelang es bisher so ausgezeichnet, mit einem Image zu arbeiten, das NICHT durch die Praxis gedeckt ist. Da das progressive, gegenkapitalistische, antideutsche Image. Aber hier in der Praxis: es ist eine Schande, das der Begriff “links” damit verbunden ist: strukturkonservative Mitglieder, intellektuell lächerliche Debatten, antidemokratische Realpolitik, ausländerfeindliches Wahlvolk (keine demokratische Partei in Deutschland hat einen höheren Anteil an ausländerfeindlichen Unterstützern, sowohl im ehemaligen Lafontain-Einzugsgebiet, erst recht dann im Osten: über 33%! – siehe Friedrich-Ebert-Stiftung). Das DIE LINKE die CSU des Ostens sei, ist mittlerweile eher eine Beleidigung für die CSU.
    Aber gestern ist die provinzielle Haltung der Linken, wieder einmal und verstärkt “da oben” sichtbar geworden.

  21. Eine Hypothetische Antwort auf eine hypothetische Frage in der man nicht mal mehr hitler und Stalin nennen darf

    Wie war das nochmit Artikel 5 Grundgesetzt und dem Recht auf Stimmenthaltung bei Wahlen im Übrigen?

    Ausgerechnet die Linke muss den Altparteien zeigen wie man Respekt bei einer Bundespräsidentenwahl ausübt und Meinungsfreiheit praktiziert, grotesker geht es kaum noch in Absrdistan!

  22. Dehm bezeichnete Gauck vor einigen tagen als “Brunnenvergifter”. Das war im Mittellalter ein beliebter Vorwurf gegen Juden, um Pogrome zu rechtfertigen. Andre Brie wiederum bezeichnete Hr. Dehm als einen Mann, der “antisemitische Verschwörungstheorien” verbreitet. Was ich persönlich aber sehr schlimm finde ist die Fortsetzung der DDR Rhetorik, in der jeder Gegner oder Kritiker auf eine Stufe mit dem schliommsten Denkbaren gesetzt und damit dämonisiert wird. Ich fände es gut, wenn Gauck und Wulff gegen Dehm rechtlich vorgehen würden, um hier auch ein Zeichen zu setzen, dass auch verbale Gewalt keinen Platz in der Politik hat.

  23. Also, jede Partei hat ihre ‘Extremisten’ nur sind die meist schon so lange im Polit-Business, daß sie wissen, wie weit sie gehen können, oder, falls es mal zu weit ging und nicht mehr einzuholen ist, wird man weggelobt ins Europa-Parlament oder als Balkan-Beauftragter etc.

    Der Herr Dehm scheint mir einfach zu unprofessionell, oder zu schlicht gestrickt, um zu wissen, was geht und was nicht.

  24. @Frank

    Ihr Vergleich zwischen Christentum und totalitären Regimen mit Millionen von Opfern zeigt, dass Sie wohl einige Hundert Jahre in der Vergangenheit leben aber auch einfach, dass Sie absolut keine Ahnung haben wovon Sie reden! Ich weiss gar nicht wo ich da anfangen soll Sie zu kritisieren. Die Aussage die Sie getroffen haben disqualifiziert sich einfach per se oder glauben Sie wirklich, dass Gauck oder Wulf ihre Position – mit welcher Machtfülle auch immer – dazu nutzen würden unter dem Deckmantel der christlichen Nächstenliebe politisch oder religiös anders Denkende zu verfolgen oder auch nur auszugrenzen?!

  25. Von Pest und Cholera hat er auch noch gesprochen – dabei sind doch weder Gauck noch Wulff bakterielle Infektionskrankheiten! Das ist doch die viel größere Frechheit eigentlich!

  26. Linke dürfen sowas, also, den Hiler-Stalin- Vergleich bemühen und ja, das ist noch skandalöser: Die beiden Kandidaten als üble Krankheit (an den “gesunden Elementen” des Volkes) zu bezeichnen, die es (zwar nicht offen ausgesprochen, aber dies liegt gedanklich konsequent fest) auszumerzen gilt.
    Zu solchen Entgleisungen ist nur ein kleiner, angeberischer, sich seit Jahrzehnten selbst überschätzender Millionär (der den Sozialrevolutionär spielt) fähig; wer hätte sonst schon in den 70ger Jahren die Chuzpe gehabt, eine Platte mit billigen und schlechten Agitpropliedchen aufzunehmen und diesem dünnen Schwachsinn auch noch den Titel: “Der Sänger mit den besseren Liedern zu geben”?

  27. Hmm. Entweder verstehe ich die Ironie nicht. Oder das ist ernst gemeint.

    Ich hatte das ja weniger ernst gemeint. Eher im Sinne von: Der Unterschied zwischen Analogie und Vergleich ist schon bekannt, oder?

    Nicht nur ist nicht alles, was hinkt, auch ein Vergleich – auch nicht alles, wo Hitler drin vorkommt, ist ein Vergleich.

    Schade, daß die berechtigte Kritik an Dehm wieder so schnell in sinnlosen Reflexen untergeht.

  28. Da hatte Dehm aber voll danebebn gegriffen. Bei diesen beiden “Herrschaften” handelt es sich nicht um die Wahl zwischen Hitler und Stalin, sondern um die Wahl zwischen Hitler und Hitler.

  29. Was er meinte wäre wohl mit dem politisch neutralem Vergleich “Skylla und Charybdis” treffender gewesen.

  30. Yes, And on Thursdays he plays parcheesi with Bhudda, Muhammed, and Charles Manson (John Lennon couldnt play anymore since 9/11)