Archive for Juli, 2010

09.07.2010 von Daniel Erk
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Der lustige Gulag-Vergleich

von Daniel Erk

Dass Slavoj Žižeks Ziel nicht unbedingt die fundierte Weiterentwicklung der politischen Philosophie, sondern eher ein unwirsches Wachrütteln aus dem, was Žižek für pseudo-liberale pseudo-Demokratien hält, im Sinn hat, das kann man lernen, wenn man bloß Žižeks Namen googelt oder ein bisschen durch YouTube klickt.

Dieser Ausschnitt aus einem Portrait, das aktuell auf Spiegel Online veröffentlicht wurde, zeigt zudem, welche Art von Humor gut findet:

“Mein Freund Peter, zum Beispiel, fucking Sloterdijk, ich mag ihn sehr, aber natürlich muss er in den Gulag. Aber er wird ein bisschen besser gestellt dort, vielleicht kann er Koch werden.”

Man kann das lustig finden, vor allem in der Art, wie Žižek es vorträgt, übertrieben und emphatisch. Man kann natürlich auch an die über 30 Millionen Menschen denken, die dem Sowjetterror zum Opfer fielen. Wer das lustig findet, kann gleich Witze über Konzentrationslager machen.

“Aber wissen Sie was?”, sagt Žižek

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08.07.2010 von Daniel Erk
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Keine Liebe für Eva B.

von Daniel Erk
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Bob Geldof, damals noch Sänger der Boomtown Rats, versetzt sich in “I Never Loved Eva Braun” zur Abwechslung mal nicht in kleine, afrikanische Kinder hinein, sondern in: Adolf Hitler. Auch interessant: Nicht andere mit Hitler zu vergleichen, sondern sich selbst in diese Position zu bringen. Jedenfalls: Geldof singt aus Hitlers Sicht ein sehr fröhliches Lied über Liebe, Krieg und Völkermord.

Der Text hat es dabei durchaus in sich – was Klischees über Hitler angeht (ah, der alte Vegetarier!), aber auch was den Mythos des Dritten Reichs betrifft (“O yeah I conquered all those countries/They were weak an’ I was strong/A little too ambitious maybe”). Hat ungefähr die intellektuelle tiefe von Geldofs postkolonialistischem Afrikaengagement:

I never loved Eva Braun (oh no?)
No, a thousand people say I did (oh yeah?)
Yeah, she was just some girl who was on the make (Yes, we see)

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05.07.2010 von Daniel Erk
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I’m a survivor, I’m not gonna give up

von Daniel Erk
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Larry David und “Curb Your Enthusiasmat its best.

05.07.2010 von Daniel Erk
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Hitler oder Stalin? Der Recall!

von Daniel Erk

Martina Gedeck bzw. die Titanic bringen es auf den Punkt.

(Danke, Thorsten!)

04.07.2010 von Daniel Erk
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Jetzt neu! Der Goebbels-Vergleich!

von Daniel Erk

Meine Damen und Herren, verehrte Leserschaft!

Seien Sie Teil dieses einmaligen Spektakels, dieses Erklimmens einer neuen Stufe der Weltgeschichte! Sie kannten den Hitler-Vergleich? Sie haben Obama und Bush, Putin und Harry, Dick und Tom mit Hitler verglichen. It’s over, es ist für immer vorbei! Denn jetzt gibt es neu, und nur hier bzw. in England … den Goebbels-Vergleich:

Bonuskalauer: Rio Ferdinand ist ein Rechtsaußen.

(via Popbitch/theSpoiler/betfair)

04.07.2010 von Daniel Erk
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Deutschland, deine Fans

von Daniel Erk

Die deutsche Nationalmannschaft, eine junge, nette Gruppe in Deutschland aufgewachsener Männer, gewinnt derzeit nicht nur Fußballspiele, sondern auch die Herzen der Fußballfans weltweit. Nur sind diese Fans nicht immer so fröhlich und angenehm wie die Mannschaft, die sie bejubeln:

Dieser Korso findet in den Straßen von Beirut im Libanon statt. Und während die Deutschen großen Wert auf die Unterscheidung zwischen einem Deutschen und einem Nazi legen, drücken manche Libanesen da offenbar ein Auge zu (das Rechte, vermutlich). Die deutsche Botschaft in Beirut hat, natürlich, bereits Beschwerde eingelegt.

(Danke, David/Via The Angry Arab)

01.07.2010 von Daniel Erk
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Hitler oder Stalin? Jetzt voten!

von Daniel Erk

“Was würden Sie denn machen, sie hätten die Wahl zwischen Stalin und Hitler?” fragte der Ex-Stasi-Spion und Linke-Vorsitzende in Niedersachsen Diether Dehm (mit h!) gestern vor laufenden Kameras (in der ZDF-Mediathek – ab Sekunde 52)  Tja, wir, das ist hier doch gar nicht die Frage – die Frage ist, wenn überhaupt, wie sich die Linke entschieden hätte bei einer solchen Wahl und man hat so eine Ahnung, wer die Stimmen der Linken bekommen hätte. Wobei Osker Lafontaines “Fremdarbeiter”-Ausfälle wie der notorische Antisemitismus der Linke (Redok berichtet) da vielleicht doch ein paar Fragen offenlassen.

Davon aber abgesehen ist Dehms Fomulierung politisch, moralisch, historisch und in überhaupt jeder Hinsicht unredlich. Man mag von Gauck und Wulff halten, was man will: Aber es stand gestern auf keiner Seite ein autoritärer Führer, Antisemit oder Freunde von Genoziden zur Wahl. Diese bequeme Unredlichkeit, sie spricht Bände. Die Welt wird reduziert… weiter lesen