Archive for Mai, 2011

30.05.2011 von Daniel Erk
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The Furred Reich

von Daniel Erk

The barking-mad pet-lover believed the animals were almost as intelligent as humans and hoped they’d learn to communicate with their SS masters.

He set up a school to train them to talk, read and spell in the belief they could act as concentration camp guards – freeing up more soldiers to fight.

Nichts fasziniert die Britische Presse mehr als abwegige Geschichten aus dem Dritten Reich. Das Buch “Amazing Dogs: A Cabinet of Canine Curiosities” des an der Uni Cardiff arbeitenden Schweden Jan Bondeson ist der englischen “Sun” und der englischen “Daily Mail” da ein willkommener Anlass, einmal mehr das Abscheuliche und das Absonderliche wild zu mischen.

Die “Sun” schreibt beispielsweise:

The barking-mad pet-lover (gemeint ist: Hitler; Anm. DE) believed the animals were almost as intelligent as humans and hoped they’d learn to communicate with their SS masters.

He set up a school to train

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28.05.2011 von Daniel Erk
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Hitler von Gericht

von Daniel Erk

Bin Laden, Mladic – jetzt Hitler.

Schreibt zumindest Vice:

Vergangenes Jahr interviewte ich Giovanni di Stefano, den Anwalt des Teufels. Giovanni ist ein Anwalt, der dafür bekannt ist die schlimmsten der Schlimmen im Gerichtssaal zu vertreten. Ob nun tyrannnische Diktatoren wie Saddam Hussein, Sektenführer wie Charles Manson oder Gary Glitter.

Während des Interviews fragte ich ihn, ob Giovanni wohl auch Adolf Hitler verteidigen würde. Eigentlich erwartete ich auf meine Frage eine lange Pause, oder irgendwas dahin gestottertes, doch stattdessen antwortete er mir sofort, “Ja natürlich – ohne Frage”. Nun scheint es so, als würde Giovanni dieser Wunsch endlich erfülllt werden.

Giovanni erwarb im vergangenen Jahr ein paar Produktionsfirmen (…). Eines seiner ersten Projekte mit dieser Firma wird nun sein die Frage zu klären, wie das Verfahren gegen Adolf Hitler wohl ausgegangen wäre (…)

27.05.2011 von Daniel Erk
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“Irgendwann auf dem Cover des Spiegel wie…”

von Daniel Erk

“…Adolf Hitler!” reimten K.I.Z. zu Beginn ihrer Karriere (bei Minute 1:50, falls Sie nicht warten können). Und da nun diese Woche spanische Fliege Gurken die Sonderangebotspointe zu sein scheinen und da “Hitler” im “Spiegel” und in dieser “BRD” überhaupt und außerdem die Standardmetapher für das Böse zu sein scheint, zirkulieren in diesem “Internet” natürlich auch schon schöne Verballhornungen. Der Gurkenhitler! Die Hitlergurke! Hitlers Gurke! Gurkitier! Gurken, die neuen Hitler! Hitler, was für eine Gurke! So, jetzt stimmt’s wieder.

27.05.2011 von Daniel Erk
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Die Attack der Spacenazis

von Daniel Erk

Oha! Von der “Iron Sky”-Truppe gibt es einen neuen Trailer, ausgerechnet die gern und oft mit Nazi-Symbolik spielende slowenische Band Laibach schreibt den Soundtrack – und ein Interview in der Berliner Zeitung, das einen interessanten Link zwischen “Iron Sky” und dem “Von Trier Incident” von Cannes herstellt, gibt auch.

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23.05.2011 von Daniel Erk
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A propos Mythos

von Daniel Erk

Adolf Hitler, Marilyn Monroe, Andy Warhol – wie reimt sich das zusamm’? Zum Beispiel so, wie das der US-amerikanische Designer Jesse Lenz gemacht hat. Drag Hitler, ziemlich gut.

23.05.2011 von Daniel Erk
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“Er hat Hitler gesagt”

von Daniel Erk

Der Vollständigkeit halber soll ein Kommentar, den ich vergangene Woche als Redakteur von ZEIT ONLINE eben dort veröffentlichte, der aber thematisch hier ebenso gut passt, nicht verschwiegen werden:

Er hat Hitler gesagt! Er hat Hitler gesagt! Dieses Mal war’s Lars von Trier – und Cannes steht Kopf. Der dänische Regisseur gab am Mittwoch eine Pressekonferenz und kam vom Judentum zu seinen deutschen Wurzeln, von da zum Mitgefühl für Hitler im Bunker und bekannte letztlich, Nazi zu sein. Zumal ihm die Architektur von Albert Speer gefalle. (…)

Erst ein Hitlervergleich, dann große Aufregung, dann hektisches Dementieren und Distanzieren – so geht das schon seit einigen Jahren mit den Nazi-Skandälchen. Es ist damit wie mit einem Böller: Für einen Moment ist es sehr laut, kurz stinkt es, aber Minuten später ist Ruhe eingekehrt. Schon kurze Zeit später kann genau dieselbe Pointe zünden. Zurück bleibt der rhetorische Müll…

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22.05.2011 von Daniel Erk
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Hitler, der Teufel

von Daniel Erk

Ich vermute ja schon lange, dass Hitler im allgemeinen Bewusstsein immer mehr zu einer mythischen Figur wird, wie es einst der Teufel war. Der immer tolle Ahoi Polloi sieht das offenbar ähnlich:

16.05.2011 von Daniel Erk
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Aha, HoLOLocaust, so so

von Daniel Erk

Zum Auftakt von Walter Moers’ fabelhaftem Cartoon “Adolf, die Nazi-Sau” trafen seinerzeit in Moers’ Wohnung Adolf Hitler und der Musiker Prince, der damals unter dem Pseudonym TAFKAP musizierte. Im Cartoon betranken sich der Diktator und der Sänger recht schlimm um später am Abend in Moers’ Bad (wenn ich mich recht erinnere) an die Wand zu kritzeln – Prince sein verschnörkeltes Emblem und Hitler (“I have a symbol, too!”) ungelenke Hakenkreuze.

Aber nicht jeder, der ein Hakenkreuz malt, ist Hitler. Und um das herauszufinden muss man nicht einmal gen Asien reisen – eine kleine Reise in die Geschichte reicht. In den späten 70ern war das Hakenkreuz eines der liebsten Schockmittel der jungen Punk-Bewegung.

In der FAZ stand dazu mal sehr hellsichtig:

Dass Punk-Ikonen wie Siouxsie von der Band „Siouxsie and the Banshees“ oder Sid Vicious eine Zeitlang Hakenkreuz-Armbinden trugen, bedeutete nicht, dass sie sich Rechtsextremismus oder gar

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16.05.2011 von Daniel Erk
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Adolfo Hitler, Bogotá und die “Dritte Kraft”

von Daniel Erk

Überall, überall in der Welt, nun, das gilt augenscheinlich für jede noch so absurde Form des Neonazismus. In Bogotá, Kolumbien, gedachten etwa südamerikanische Neonazis einer Gruppierung “Dritte Kraft” in voller Tracht und Folklore Ende April dem Tod “Adolfo Hitlers”.

Wer des Spanischen nicht mächtig (und daher nicht in der Lage den Artikel in Semana zu lesen) oder von Google Translate entnervt ist, kann beim Blick auf die Bilder des Abends entnehmen, wie absurd das Spektakel in Bogotá offenbar war: Ein Raum voller Südamerikaner in schwarzen Hemden, eine “Meine Ehre heißt Treue“-Fahne und ein Banner mit der Aufschrift “Tecera Fuerza” in pseudogotischer Schrift. Kurzum: Es ist alles sehr bescheuert und irr, aber doch auch bedenklich.

Und trotzdem fällt es schwer, nicht sofort an General Zantas alias Zatanfio aus dem Spirou und Fantasio-Band “Champignons für den Diktator” zu denken, in dem eben jener… weiter lesen

12.05.2011 von Daniel Erk
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Das Hitlerhaus – eine Idee von Walt Disney!

von Daniel Erk

Vor einigen Wochen war dieses Haus, das ja durchaus einige Ähnlichkeiten mit dem, was man landauf, landab als Hitlers Gesicht sieht, in der Presse und Gegenstand von allerlei Belustigung.

Ich dachte schon damals, dass mich das Haus an irgendwas erinnere – und nein, vielen Dank, natürlich nicht bloß an das Gesicht Hitlers.

Jetzt kam ich drauf:

Es ist das Haus, in dem Donald Duck in dem Disney-Kurzfilm “The Führer’s Face” von 1943 wohnt! Das Haus, das aussieht wie Hitler, ist eine Idee von Walt Disney. Fast so irre wie der gesamte Kurzfilm.