Ich bin nun wirklich kein Experte für italienische Medien, aber wenn mich nicht alles trügt, dann ist die einst von Berlusconi persönlich verlegte Zeitung “Il Giornale” im groben das, was für Deutschland die “Bild-Zeitung” ist: ein rechtes, aufgeregtes Kampfblatt ohne Anstand und Stil.
Vielleicht hätte es mich daher also auch nicht so sehr überraschen oder fast schockieren sollen, dass so ein Blatt am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ein solches Titelblatt wagt:
Das heißt übersetzt: “Für uns Schettino, für sie Auschwitz” und zieht im zugehörigen Artikel (auf Italienisch, natürlich) sehr explizit einen direkten Vergleich zwischen dem Schiffsunglück und dem Vernichtungslager, hetzt gegen den “Spiegel” und seinen – übrigens deutsch-italienischen – Chefredakteur Georg Mascolo und ruft schließlich zur wütenden Beschwerde auf des Spiegels Facebook-Seite auf (mit irren, wirren, wütenden und oftmals rassistischen Auslassungen der Giornale-Leser).
Man muss bei all dem Bedenken,… weiter lesen
