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	<title>Hitler-Blog</title>
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	<description>Hitler, Hitler, Hitler: Ob Film und Fernsehen, Literatur und Lifestyle oder Pop und Politik, längst ist Adolf Hitler zum "GröPAZ", dem größe Popstar aller Zeiten. George Tabori hat über den Mythos Hitler einmal gesagt: »Es gibt Tabus, die zerstört werden müssen, wenn wir nicht ewig daran würgen sollen.« Die endgültige Zerstörung des Mythos Hitler - das ist die Aufgabe des Hitler-Blogs.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 27 Jan 2012 19:57:06 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Schettino, Auschwitz, Herrenmenschen</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 18:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fingerspitzengefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Morgen die ganze Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin nun wirklich kein Experte für italienische Medien, aber wenn mich nicht alles trügt, dann ist die einst von Berlusconi persönlich verlegte Zeitung &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Il_Giornale">Il Giornale</a>&#8221; im groben das, was für Deutschland die &#8220;Bild-Zeitung&#8221; ist: ein rechtes, aufgeregtes Kampfblatt ohne Anstand und Stil.</p>
<p>Vielleicht hätte es mich daher also auch nicht so sehr überraschen oder fast schockieren sollen, dass so ein Blatt am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Gedenkens_an_die_Opfer_des_Nationalsozialismus">Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus</a> ein solches Titelblatt wagt:</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/files/2012/01/504242327.jpg" rel="lightbox[2176]"><img src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/files/2012/01/504242327.jpg" alt="" width="396" height="581" /></a></p>
<p>Das heißt übersetzt: &#8220;Für uns Schettino, für sie Auschwitz&#8221; und zieht <a href="http://www.ilgiornale.it/interni/lettera_ai_tedeschi/27-01-2012/articolo-id=568980-page=0-comments=1">im zugehörigen Artikel (auf Italienisch, natürlich)</a> sehr explizit einen direkten Vergleich zwischen dem Schiffsunglück und dem Vernichtungslager, <a href="http://www.ilgiornale.it/cronache/sapete_chi_e_direttoredel_settimanale_der_spiegelun_conterraneo_schettino/georg_mascolo-der_spiegel-tedeschi_anti_italiani-razzismo_tedesco-schettino_francesco/27-01-2012/articolo-id=569135-page=0-comments=1">hetzt gegen den &#8220;Spiegel&#8221; und seinen – übrigens deutsch-italienischen – Chefredakteur</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Mascolo">Georg Mascolo</a> und ruft schließlich zur <a href="https://www.facebook.com/DerSpiegel/posts/179365028831703">wütenden Beschwerde auf des Spiegels Facebook-Seite auf (mit irren, wirren, wütenden und oftmals rassistischen Auslassungen der Giornale-Leser)</a>.</p>
<p>Man muss bei all dem Bedenken, dass Jan Fleischhauer, der Vorzeigerechtskonservative des Spiegels, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,811817,00.html">nicht weniger nationalistischen Unfug von sich gab</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Hand aufs Herz: Hat es irgendjemanden überrascht, dass der Unglückskapitän der <a title="" href="http://www.spiegel.de/thema/costa_concordia_unglueck_2012/" target="_self">&#8220;Costa Concordia&#8221;</a> Italiener ist? Kann man sich vorstellen, dass ein solches Manöver inklusive sich anschließender Fahrerflucht auch einem deutschen oder, sagen wir lieber, britischen Schiffsführer unterlaufen wäre?&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich bin des Italienischen nicht mächtig, aber mit kleinem Latinum, ein wenig Transferleistung und Google Translate übersetzt, ist der Beitrag von &#8220;Il Giornale&#8221; eine Geschmacklosigkeit sondersgleichen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Deutschen sind eine überlegene Rasse, wissen wir aus den Reden Hitlers. Denken Sie heute daran, am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Gedenkens_an_die_Opfer_des_Nationalsozialismus">Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus</a>, es hat einen bitteren Beigeschmack. Es ist wahr, wir Italiener haben seit Schettino dreißig Schiffspassagiere auf dem Gewissen, aber die Rasse von Jan Fleischauer (der Autor der Artikels) hat sechs Millionen Passagiere getötet. Juden wurden mit dem Zug in die Vernichtungslager transportiert. Und keiner der deutschen Herrenmenschen hat versucht sie zu retten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auch wenn man als Deutscher, für die in den letzten Monaten die &#8220;Bild-Zeitung&#8221; in ähnlich rassistischer Manier gegen Griechen Stimmung und Auflage zu machen versucht hat, im Glashaus sitzt (ich habe mich nur im Privaten über die &#8220;Bild&#8221;-Berichterstattung ereifert) – dieser Vermischung von Hetzkampagne und Holocaust, deutschem Nationalsozialismus und italienischem Post-Faschismus, von Boulevard und Lüge und Geschmacklosigkeit, das alles macht mich furchtbar wütend.</p>
<p>(Danke an Freund <a href="http://www.christoph-koch.net/">Christoph Koch</a>, der den Hinweis gab!)</p>
<p><strong>PS.</strong> Falls unter den LeserInnen jemand des Italienischen mächtig ist oder Experte für italienische Presse, ich freue mich über Hinweise &amp; Korrekturen.</p>
<p><strong>PPS:</strong> <a href="http://www.huffingtonpost.co.uk/2012/01/27/costa-concordia-schettino-auschwitz-giornale_n_1236650.html?ref=uk">Die Auseinanderetzung beschäftigt selbst die Huffington Post…</a></p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/?flattrss_redirect&amp;id=2176&amp;md5=723fda1e96e5ac0df8b7735ba7b312eb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Adolf Horror Monster Show</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hitlerblog/2012/01/24/die-adolf-horror-monster-show/</link>
		<comments>http://blogs.taz.de/hitlerblog/2012/01/24/die-adolf-horror-monster-show/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 12:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fingerspitzengefühl]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/2012/01/24/die-adolf-horror-monster-show/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Der Einleitungstext sagt alles, alles, alles über diese wunderbare Parodie:</p>
<p>&#8220;Wenn Guido Knopp seinen Schnittraum betritt, kreiert er aus alten Nazifilm-Rollen superhumane Übermenschen wie Hitler (und Hitlers Helfer). Die neuste frankensteinsche Kreation: DSCHODIE, die Bestie! Diese HisStory &#8211; Dokumentation thematisiert den dramatischen Auf- und Abstieg des selbsterklärten Hitler-Nachfolgers Dschodie in Nachkriegsdeutschland. Patrick Gregor Braun und Anne Lena Mattigk zeigen: auch ein privater Urlaubsfilm kann das Format einer historischen Machtergreifung bekommen.&#8221;</p>
<p>Wenn das Ernstgemeinte derart absurd ist, hilft nur noch mehr Absurdität. Irgendwann muss die Schmerzgrenze ja kommen. Also auf geht&#8217;s.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/?flattrss_redirect&amp;id=2171&amp;md5=f030bd5284558e1f60b7390fd391a2b1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Entnazifizieren, bitte</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hitlerblog/2012/01/18/entnazifizieren-bitte/</link>
		<comments>http://blogs.taz.de/hitlerblog/2012/01/18/entnazifizieren-bitte/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 16:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hitlervergleiche]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo immer &#8220;So viel Hitler war selten&#8221; besprochen wird, finden sich Kommentatoren, die der Meinung sind, man könne das Thema doch auch mal bei Seite schieben – ganz so, als hätten in der vergangenen Jahren nicht rechtsextremistische Terroristen dutzende Morde verübt. Und als würden da draußen nicht immer noch und immer wieder Alt- und Neonazis ihren Schwachsinn von sich geben:</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/2012/01/18/entnazifizieren-bitte/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>(Danke, Robert!)</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/?flattrss_redirect&amp;id=2169&amp;md5=4694e85ba0dfdcb0c0a4a64074eab25d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Der geht mir auf den Sack</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hitlerblog/2012/01/12/der-geht-mir-auf-den-sack/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 10:38:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fingerspitzengefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Hitlervergleiche]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/files/2012/01/tumblr_lxljo6GOYn1rn43lq.png" rel="lightbox[2165]"><img class="alignnone size-medium wp-image-2166" src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/files/2012/01/tumblr_lxljo6GOYn1rn43lq-424x661.png" alt="" width="424" height="661" /></a></p>
<p>Hitler, <a href="http://dicktators.tumblr.com">ein Dicktator</a>? Ein neuer Tumblr zeigt jedenfalls Bilder von Diktatoren, deren Köpfe durch die Eichel eines Penis&#8217; ersetzt wurden. <a href="http://dicktators.tumblr.com/post/15627467777">Natürlich auch Hitler.</a> Warum? Weil Diktatoren erst ihren Mann stehen, dann aber meist erschöpft zusammensacken? Weil sie nicht so hart und stramm sind, wie sie tun? Ich weiß es nicht. Und finde das alles unfassbar bescheuert.</p>
<p>Weil aber Intertextualität nie aufhört und keine Grenzen kennt, ist die Quelle des Ursprungsbildes auch noch sehr absurd: <a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/2010/05/21/als_hitler_das_rosa_kaninchen_war/">es handelt sich um ein Werbeplakat</a> eines italienischen Modeherstellers namens &#8220;Duce&#8221;, der vor einigen Jahren mit einem schrill geschminkten Hitler in rosa Uniform warb.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/?flattrss_redirect&amp;id=2165&amp;md5=62a54ec99edde0d843bb425f399e82d7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lass ihn raus, den Hitler in dir</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hitlerblog/2012/01/07/lass-ihn-raus-den-hitler-in-dir/</link>
		<comments>http://blogs.taz.de/hitlerblog/2012/01/07/lass-ihn-raus-den-hitler-in-dir/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 08:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fingerspitzengefühl]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/files/2012/01/HitlerTea.jpg" rel="lightbox[2157]"><img class="alignnone size-medium wp-image-2158" src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/files/2012/01/HitlerTea-424x299.jpg" alt="" width="424" height="299" /></a></p>
<p>Aufmerksamkeit lässt sich selten so billig kriegen wie mit Hitler – und mit Sex. Beide sind schnell bei der Hand, provozieren und polarisieren, sorgen demzufolge für viel Wirbel, stellen aber zugleich dermaßen abgeschmackte, untaugliche und auch fahrlässige Zutaten dar, dass von einer Kampagne letztlich vor allem die Geschmacklosigkeit und das fehlende Feingefühl in Erinnerung bleiben. Werbung mit Hitler, können sich das bitte alle Kreativen der Welt notieren, ist ein No-no.</p>
<p><a href="http://copyranter.blogspot.com">Der Copyranter </a>(der Name ist erfreulicherweise Programm) <a href="http://copyranter.blogspot.com/2012/01/19-ads-with-hitler-images-selling.html">schreibt zum selben Thema:</a></p>
<blockquote><p>Besides Tits, Der Führer may be the most over- and misused creative linchpin in advertising today. Very few of these make a lick of sense.</p></blockquote>
<p>Und tatsächlich: alles, alle Beispiele sind bescheuert. Einen Großteil <a href="http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/So-viel-Hitler-war-selten/Daniel-Erk/e356397.rhd">wird auch im Buch besprochen</a> – aber natürlich nicht alle. Allein deshalb, weil der Strom der Hitlers unaufhörlich fließt. Und fließt. Und fließt.</p>
<p>(Danke,<a href="http://drikkes.com/"> Drikkes</a>!)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>UPDATE.</strong></p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/files/2012/01/55836e75-635a-47bd-bc55-92531bfee2f3.jpg" rel="lightbox[2157]"><img class="alignnone size-medium wp-image-2161" src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/files/2012/01/55836e75-635a-47bd-bc55-92531bfee2f3-424x323.jpg" alt="" width="424" height="323" /></a></p>
<p><a href="http://thedailywh.at/2012/01/06/controversial-ad-campaign-of-the-day-2/">Oh. Weh. Aua, aua, aua.</a></p>
<p>(Danke, David!)</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/?flattrss_redirect&amp;id=2157&amp;md5=43b8a35fe192f8e61f3799cdf0409a88" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Problem mit Schindlers Liste</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hitlerblog/2012/01/03/das-problem-mit-schindlers-liste/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 10:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fingerspitzengefühl]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was meinen Sie: Ist Schindlers Liste ein guter Film? Ja &#8211; weil er die Grausamkeiten der Holocausts personalisiert, verständlich macht und so erzählt, dass man die Schrecken auch dann spürt, wenn man sich nicht besonders für Geschichte interessiert? Oder eher nicht, weil er banal und zu schlicht ist, weil er ausgerechnet einen gerechten, guten Deutschen zeigt statt die Mörder, weil es auf die Tränendrüsen drückt, wo Klarheit und Wissen von Nöten wäre? Und außerdem im Grunde gar nicht die Geschichte des Holocausts erzählt, sondern eine Geschichte von geretteten Juden? Sie sehen: in der Frage steckt im Grunde alles, was das Thema Aufarbeitung durch die Populärkultur so schwierig, aber auch interessant macht.</p>
<p>Das amerikanisch-jüdische Magazin <a href="www.tabletmag.com">Tablet</a>, nach eigener Aussage &#8220;A New Read on Jewish Life&#8221;, ist insgesamt nicht ganz entschieden, was Schindlers Liste angeht: Einerseits wählte das Magazin Spielbergs Film unter die &#8220;100 besten jüdischen Filme&#8221; (was auch schon nach einer seltsamen Liste klingt – als wäre &#8220;jüdisch&#8221; ein spezifisches Filmkriterium). Andererseits veröffentlichte es einen Artikel mit der sehr eindeutigen Überschrift &#8220;<a href="www.tabletmag.com/arts-and-culture/85945/listless/">‘Schindler</a><a href="www.tabletmag.com/arts-and-culture/85945/listless/">’s List’ Is Everything That’s Wrong With American-J</a><a href="www.tabletmag.com/arts-and-culture/85945/listless/">ewish Life</a>&#8221; (der blöderweise gerade nicht aufrufbar zu sein scheint; <a href="http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:www.tabletmag.com/arts-and-culture/85945/listless/&amp;hl=de&amp;strip=1">hier ist die Cache-Version</a>). Der Autor der Liste (also, der Filmliste), <a href="http://www.tabletmag.com/author/lleibovitz/">Liel Leibovitz</a>, schreibt dazu:</p>
<blockquote><p>&#8220;In a brief blurb, I called it an “astoundingly stupid” movie, which, in turn, inspired some of our readers to call me a “piece of shit” and a “neo-Nazi”—all for casting an aspersion on what, if they are to be believed, is everyone’s favorite Holocaust movie.&#8221;</p></blockquote>
<p>So geht es fröhlich austeilend weiter. Schindler, schreibt Leibovitz, sei &#8220;a philandering and greedy German who sees a little girl in a red coat and has a nearly instantaneous epiphany, realizing that life is precious and that Jews should be saved. The other is a monster; it’s no coincidence that the American Film Institute ranked Goeth at number 15 in its list of the 100 greatest villains of all time, just one spot below the slimy creature who terrorized Sigourney Weaver in Ridley Scott’s Alien.&#8221;</p>
<p>Dabei zitiert Leibovitz auch Stanley Kubrick, der einmal einen interessanten und einleuchtend Gedanken zu Holocaust-Filmen im Allgemeinen und Schinders Liste im Besonderen geäußert hatte: &#8220;The Holocaust is about six million people who get killed. Schindler’s List is about 600 who don’t.”</p>
<p>Spätestens damit ist die Frage, ob Schindlers Liste in guter, hilfreicher Film sei, geklärt. Man muss sich nicht einmal vor Augen führen, dass es in Krakau heutzutage &#8220;Schindlers-Liste-Stadtrundfahrten&#8221; angeboten werden und der Holocaust somit zu einem zwar furchtbaren, aber zweitrangigen Kontext wird, in dem das Märchen einer wundersamen Rettung spielt.</p>
<p>Kurz gesagt: All das macht Schindlers Liste zu furchtbarem Kitsch. Und zu einem geeigneten Gegenstand der Satire – wie etwa <a href="http://www.facebook.com/video/video.php?v=274797195899">in jener,  legendären Folge der Serie &#8220;Seindfeld&#8221; (Facebook-Video)</a>, in der Jerry Seinfeld sich vor Freunden rechtfertigen muss, weil er im Kino bei Schindlers Liste mit seiner Freund geknutscht hat.</p>
<p>Dazu Leibovitz: &#8220;It’s of little wonder that one of Seinfeld’s funniest plots involved Jerry making out with a woman in a screening of Schindler’s List; a similar joke involving Shoah would have come off as intolerably insensitive (…).&#8221;</p>
<p><strong>UPDATE:</strong> Auch Terry Gilliam hat sich sehr klar und clever zu Spielberg und Schindlers Liste geäußert (via Frank in den Kommentaren):</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/2012/01/03/das-problem-mit-schindlers-liste/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/?flattrss_redirect&amp;id=2151&amp;md5=8c495fd6af9dfe0ab37c9b3c5f1366c8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Zweck – HEIL! – alle Mittel?</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hitlerblog/2011/12/17/der-zweck-%e2%80%93-heil-%e2%80%93-alle-mittel/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 13:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fingerspitzengefühl]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Welt regt sich auf, wenn in einem Film Hitler in humoristischer Weise dargestellt wird – wenn aber das Dritte Reich bzw. seine Opfer als schale, billige Begründung für wirtschaftliche Interessen benutzt werden, dann ist das scheinbar total okay.</p>
<p>Beispielsweise wenn der Berliner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Goldmann">DJ Stefan Goldmann</a> in einem <a href="http://www.taz.de/Urheberrecht-im-Internet/!83808/">Interview zum Urheberrecht im Internet in der taz</a> in wenigen Sätzen das Urheberrecht mit einer phantasierten Mischung aus Nazi-Texten und Musiker jüdischer Komponisten verteidigt. Goldmann sagt da:</p>
<blockquote><p>Mich stört, dass immer nur über Geld und Verbreitung geredet wird. Die anderen Rechte am Werk sind letztlich viel wichtiger. Bis 2015 werden etwa die Werke jüdischer Künstler, die in den KZ ermordet wurden, gemeinfrei. Sollen jetzt Nazitexte mit deren Musik unterlegt werden dürfen? Gemeinfreiheit bedeutet ja zuallererst die Ermöglichung unkontrollierter kommerzieller Nutzungen. Für vergessene Musiker mag das ein Segen sein. Aber weshalb es jeder akzeptieren soll, dass mit seinen Liedern Erdbeerjoghurt oder das Rekrutierungsprogramm der Bundeswehr beworben werden, erschließt sich nicht.</p></blockquote>
<p>Auffällig ist daran Vieles. Unter anderem, dass Werbung für Erdbeerjoghurt, das Rekrutierungsprogramm und mit Nazi-Texten unterlegte Musik von Holocaust-Opfern grob aus der selben rhetorischen Schublade stammen – alles ungefähr ähnlich schlimm, klar. Geschmacklos aber ist speziell dieser Satz: &#8220;Bis 2015 werden etwa die Werke jüdischer Künstler, die in den KZ ermordet wurden, gemeinfrei. Sollen jetzt Nazitexte mit deren Musik unterlegt werden dürfen?&#8221;</p>
<p>Ja, warum denn nicht? Wenn diese behaupteten &#8220;Nazi-Texte&#8221; gegen geltendes Recht verstoßen, werden die entsprechend Kulturprodukte verboten, Musik jüdischer KZ-Opfer hin oder her. Und gar wenn eine Nazi-Band auf die doch eher abwegige Idee kommt, sich ausgerechnet an der Musik jüdischer Komponisten, die in KZs gestorben sind, zu bedienen – wäre das eine moralisch gute, integere, intellektuell ehrliche Begründung für eine Veränderung des Urheberrechts? Oder geht es hier bloß um die maximale Keule, um die großer Aufmerksamkeit, um das billige moralische Pfund?</p>
<p>Das nämlich wäre verwerflich und falsch und, ja, dumm.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/?flattrss_redirect&amp;id=2148&amp;md5=950de86b35febe62008111b9e44c5574" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Weil irgendwelche Vollidioten ihren Führer in Schutz nehmen wollen&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 09:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erben der Schergen]]></category>
		<category><![CDATA[Hakenkreuzzüge]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war nie ein großer Fan des Kabarettisten Serdar Somuncu. Mir erschien das meist zu laut, zu selbstverliebt und zu platt, was Somuncu von sich gab, auch wenn ich die Intention verstand und schätzte.</p>
<p>Das wurde nicht besser, als vor Kurzem Somuncus neues Album erschien. Schon der dem Album beigelegte Werbezettel war barer Unsinn. Da stand:</p>
<blockquote><p>&#8220;Warum die NPD verbieten, wenn man sie auch veralbern kann, scheint das Motto zu sein, das Somuncu sich dabei gewählt hat, denn schon die ersten Textzeilen des Refrains der zweiten Singleauskopplung „Ich bin der Mann mit dem Bart, ich bin der Mann mit dem Scheitel, innen weich, aussen hart, kein wenig eitel!“, lassen keine Fragen offen, wohin die Reise auf seinem Debütalbum auch diesmal wieder gehen soll.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das Lied, um das es da ging, klang dann auch so:</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/2011/12/13/weil-irgendwelche-vollidioten-ihren-fuhrer-in-schutz-nehmen-wollen/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Auch wenn man auf dererlei PR-Quark nicht allzuviel geben sollte: Ich fand, dass Somuncus raunende Singleauskopplung eigentlich sehr, sehr viele Fragen offen ließ. Unter anderem: Was soll das? Ist das lustig gemeint? Oder ernst? Und wer hört sich so etwas an?</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/kultur/musik/2011-12/serdar-somuncu-nazis">Nun aber sprach Somuncu mit Zeit Online </a>und stellte sich dort als kluger, bedächtiger, netter Typ heraus.</p>
<blockquote><p><strong>Somuncu:</strong> (…) Immer wieder gab es unnötige Verdächtigungen, das sei gefährlich. Immer wieder die zentrale Frage: Darf man über Hitler lachen?</p>
<p><strong>ZEIT ONLINE:</strong> Und? Darf man?</p>
<p><strong>Somuncu:</strong> Wer verbietet das? Wenn ich mich über den Nazi lustig mache und nicht über seine Taten, dann ist die Frage dumm. Denn sie ist eine bewusste Verwechslung von Absichten. Ich bin sechs Jahre lang rumgefahren, habe mich gezeigt, habe mit Nazis diskutiert. Und die anderen sitzen zu Hause, schreiben im Verborgenen ihre Aufsätze und erzählen mir, wie es besser geht. Das ist nervig und zermürbend.</p></blockquote>
<p>Was der Fall Somuncus aber auch zeigt: Wie schwierig es ist, so eine aufgeklärte, kluge Haltung in Kultur, Kunst und Musik unterzubringen.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/?flattrss_redirect&amp;id=2144&amp;md5=d174d5997fd26dc0cd55e28a925e31fe" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nazis doof!</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 09:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fingerspitzengefühl]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/files/2011/12/Bild-1.png" rel="lightbox[2138]"><img class="alignnone size-medium wp-image-2140" src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/files/2011/12/Bild-1-424x313.png" alt="" width="424" height="313" /></a></p>
<p>Man muss Zweifel daran haben, ob es wirklich hilfreich ist, Neonazis und andere Faschisten einfach als doof, etwas dümmlich und beschränkt zu bezeichnen. So harmlos, unfähig und blöde, wie sich das der oberflächliche Antifaschismus wünscht, sind Neonazis eben oft nicht – was die Anschläge in der Kölner Keupstraße und auf die neun feigen Morden an zugezogenen Geschäftsleuten ja eindringlich belegt haben.</p>
<p>Aber immer als Parodie auf den unsäglichen <a href="http://sheepworld.de/produktwelt/ohne-dich-schmeckt-alles-doof/">&#8220;Ohne dich … alles doof&#8221;-Kitsch</a> funktioniert der Scherz.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/?flattrss_redirect&amp;id=2138&amp;md5=24231da1b8fe67439232efd1d166bf47" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Gute Frage: Worum geht es eigentlich in »So viel Hitler war selten«?</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hitlerblog/2011/11/30/gute-frage-worum-geht-es-eigentlich-in-%c2%bbso-viel-hitler-war-selten%c2%ab/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 20:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Darum:</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/2011/11/30/gute-frage-worum-geht-es-eigentlich-in-%c2%bbso-viel-hitler-war-selten%c2%ab/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/hitlerblog/?flattrss_redirect&amp;id=2134&amp;md5=922c377ac159003f67407c63f2111439" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/hitlerblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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