12.09.2011 von Daniel Erk
»Immer sorgloser gehen wir mit Hitler um: Auf Magazinen, in der Werbung, im politischen Streit – überall sind der »Führer« und die Symbole des Dritten Reichs präsent. Daniel Erk dokumentiert und kommentiert, welche Folgen es hat, wenn das Schreckliche seinen Schrecken verliert. Ein kluges, pointiertes und sehr aktuelles Buch!« – meint der Verlag jedenfalls.
Ein Auszug aus dem Buch ist mittlerweile auf Zeit Online erschienen. Ab sofort ist es in jedem Buchladen zu kaufen oder zu bestellen.
Wenn Sie in Sachen Buch auf dem Laufenden bleiben mögen, können Sie gerne “Fan” des Buches auf Facebook werden. Dafür werde ich im Gegenzug auch nicht andauernd im Blog für das Buch werben, versprochen.
Daniel Erk: Soviel Hitler war selten. Die Banalisierung des Bösen oder warum der Mann mit dem kleinen Bart nicht totzukriegen ist.
Heyne Verlag, München 2012. 240 S. 9,99 Euro.
04.09.2011 von Daniel Erk
Die Kollegen von Vice waren samt Kamera in Mecklenburg-Vorpommern, im notorischen NPD-Nazi-Dorf Jamel.
Die NPD und ihr nahestehende Organisationen haben dort die Macht über die Köpfe und Straßen erobert und betreiben in aller Öffentlichkeit einen Lager-ähnlichen Treff, samt eines Grilles mit der Aufschrift “Happy Holocaust”. Der Video-Beitrag von Vice ist bedrückend und erschreckend.
Außerdem wird heute in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, dort wohnen: gehen Sie wählen. Und: Wählt keine Nazis.

(Danke Xander und Felix/auch via NPD-Blog.info)
13.08.2011 von Daniel Erk
Der Vollständigkeit halber soll Heiner Geißler hier nun auch mit einigen Tagen Verspätung nicht unter den Tisch fallen – so saubleed, wie man das im Süden formulieren würde, muss man sich ja erst einmal anstellen.
Was ist passiert? Netzpolitik beschreibt das so:
Heiner Geißler wurde heute morgen im Deutschlandfunk zu den Schlichtungsgesprächen rund um S21 interviewt. Dabei ging es auch um eine Äußerung von ihm, die am vergangenen Freitag gefallen ist: “Wollt Ihr den totalen Krieg?” hat er wohl die Teilnehmer an den Schlichtungsgesprächen gefragt und damit Joseph Goebbels zitiert. Darauf wurde er im Deutschlandfunk angesprochen und hat sich im Verlauf um Kopf und Kragen geredet.
Man kann sich das alles, alles anhören, das betreffende Interview ist beim Deutschlandfunk weiterhin abrufbar:
DLF: Verharmlosen Sie damit die Sprechweise der Nazis?
Heiner Geißler: Achwas, das ist keine Sprechweise der Nazis. Den totalen Krieg gibt es auch woanderswo. Den haben
… weiter lesen
30.07.2011 von Daniel Erk

A propos “Kätzchen”: Diese kleine Katze namens Kitler findet in England keine Familie – wie der englische Daily Telegraph berichtet. Und zwar, behaupten, die Mitarbeiter des Pflegeheims, wegen des schwarzen Fells über Schnauze und rund um das recht Ohr, das an Adolf Hitler erinnere:
We rehome five and a half thousand animals every year but we cannot find a loving owner for Kitler. We think her unusual markings are putting people off.
Vielleicht liegt’s aber auch, wie Daily What vermutet, am Namen. Und diese sehr eindeutigen Bildern, die sind bestimmt auch sehr, sehr hilfreich.
(Danke an David, ohne den dieses Blog bestimmt nur halb so unterhaltsam wäre!)
27.07.2011 von Daniel Erk
Europa, Politik, Jugend – war da nicht was? Genau: der heldenhafte Angriff auf die norwegische Hitlerjugend.
Zumindest, wenn man dem amerikanischen Rechtsradikalen Glenn Beck glaubt, der im Radio Folgendes sprach:
“There was a shooting at a political camp, which sounds a little like, you know, the Hitler youth. I mean, who does a camp for kids that’s all about politics? Disturbing,” Beck stated in the first minute of his syndicated radio show Monday.”
Ähnlich überzeugend die Argumentation des rechtsradikalen Radiomoderators Michael Savage:
“This has all the appearances of a cover-up. They created their Reichstag fire. [… ] How could one man have blown up the downtown and then raced to the island to kill the teens?”
(via/via)
25.07.2011 von Daniel Erk

Nicht ganz neu, aber immer noch sehr gut: “Was tun mit netten Holo-Leugnern?” aus dem Katz & Goldt-Band “Wellness rettet den Bindestrich”.
07.07.2011 von Daniel Erk
In Klagenfurt, Österreich, ist Bachmann-Preis-Wettlesen und die Jurorin Daniela Strigl nimmt mit viel Verve, Lust und Witz die Berliner Buchautorin Antonia Baum auseinander.
Die betreffende Textstelle (“Ist das eine Bernhard-Parodie? Wenn ja, ist es eine verunglückte.” Zitat D. Strigl):
Ich krabbele also los und suche einen Ausgang, ich sehe Beine zu Techno auf den Boden stampfen, ein Tritt trifft mich in der Seite, ich liege flach und sehe die Füße, die trampelnden, denke ich, nein, die marschierenden, denn die Füße tun nichts anderes, als im Gleichschritt zu marschieren und die Hände am oberen Ende der Körper, stehen stramm in der Luft, wo sie, wie angeordnet, jubeln und aus ihrem Alltag raus marschieren, denke ich und fühle meine Nase platzen. Techno, die den einzelnen mit Sicherheit tottrampelnde Marschmusik zum gemeinsamen Dummsein, die Technologie zum Dummsein, das dümmste, was die Menschheit an Musik jemals hervorgebracht hat, Techno wird unser aller Untergang sein,
… weiter lesen
06.07.2011 von Daniel Erk
“NPD sucht nach Adolf” – der Spott war geschenkt, als die Berliner NPD vor wenigen Wochen zum Start ihres Wahlkampfes mit einem Kreuzworträtsel an die Öffentlichkeit ging, dessen Lösungswort ausgerechnet “Adolf” lautete.
Hier ist nun das Quiz, das bislang nur in geringer Auflage verteilt wurde – die Chancen zu gewinnen sind also immens:

Die Süddeutsche Zeitung spottete damals:
Während Parteisprecher Klaus Beier am Dienstag keinen Kommentar zu dem Rätsel abgeben wollte, äußerten sich bereits mehrere NPD-Kader auf parteinahen Websites. Das ‘Deutschlandecho’ etwa zitiert Hessens NPD-Chef Jörg Krebs mit den Worten, das Rätsel sei ‘die dämlichste PR-Aktion der NPD aller Zeiten’ und ‘dümmlich im Quadrat’.
Und weiter:
Der Berliner NPD-Chef Uwe Meenen sagte auf Anfrage, dass Kritik wie die seines Parteifreundes Krebs für ihn keine Rolle spiele: ‘Der ist in Berlin nicht zuständig.’ Das Wahlkampfblatt werde wie geplant erscheinen; voraussichtlich von August an, in einer Auflage von einer Million. Zum
… weiter lesen
05.07.2011 von Daniel Erk
Ah, the English! Immer gut für einen schlechten Witz. Aber nie ohne Hitler. Nicht einmal dann, wenn ein in Deutschland lebender ukrainischer Boxer gegen einen Engländer kämpft:
Mit Sicherheit ein Tiefschlag. Mit Sicherheit gibt das Punktabzug – außer für die Tatsache, das hier immerhin einmal ein anderer Ausschnitt aus der Untergang verwandt wurde.
(via/Dank an Henrik aus Oslo!)