Archive for the ‘In eigener Sache’ Category

30.03.2010 von Daniel Erk
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Einen Juden verfolgen

von Daniel Erk

In Hamburg also wurden die “Lead Awards” verliehen und aus nicht näher erläuterten Gründen gab es eine Einladung und schließlich eine Urkunde, die der Blogwart hoffentlich mitgenommen und präsent im Rudi-Dutschke-Haus platziert hat. Es waren Rang und Namen da an diesem Abend, die Besucher liefen steifen Schrittes vom Hauptbahnhof zu den Deichtorhallen und verdrehten bisweilen beleidigt die Augen, wenn eine Fußgängerampel wagte auf Rot zu springen. Es war sehr, sehr eng, man saß auf weißen Plastikstühlen von Ikea und hernach gab’ es Freibier vom Sponsoren und Mixgetränke aus Kräuterlikör und kalte Curryuwurst in Tomatenpampe vom Buffet. Es war also ein interessanter Abend.

Von persönlichem Interesse waren vor allem das tolle “Magazin über Orte” und das nicht weniger wundervolle “Kultur und Gespenster“-Heft. Interessant für das Hitlerblog aber waren die Anzeigen des “Jüdischen Salon” im Hamburger Café Leonar am Grindel (siehe oben). Alleweiter lesen

18.03.2010 von Daniel Erk
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Hitler bekommt einen Lead Award

von Daniel Erk

Klingt wie ein schlechter Witz, ist auch einer, aber dennoch wahr: Wie das Werberblatt “W & V” heute meldet, ist das “Hiterblog” in diesem Jahr für den von der “Lead Academy” vergebenen “Lead Award” nominiert:

Um den [sic!] Blog des Jahres haben es gar fünf Bewerber in die Endauswahl geschafft: Neben dem „Bildblog“ sind dies der „Hitler Blog“ der Tageszeitung „taz“, der Blog des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann, der Fashionblog „Les Mads“ sowie „Netzpolitik“, das sich mit Themen der digitalen Gesellschaft befasst.

Kate Winslet hat jedenfalls recht:

YouTube Preview Image

Wie viel es mit der Führerschaft fast vier Jahre nach Gründung des Blogs noch so auf sich hat, das kann zwar diskutiert werden. Aber vielleicht braucht es auch einfach etwas Zeit, bis man sich mit solchen Hegemonien durchsetzt.

02.02.2010 von Daniel Erk
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Das Downfall-Syndrom

von Daniel Erk

Auf Guardian.co.uk macht sich Mercedes Bunz Gedanken über die ungebrochen populären Versatzstücke der letzten Stunden Hitlers aus “Downfall”, im deutschen Original “Der Untergang”. Anlässlich der Präsentation des iPad von Apple brach nämlich vergangene Woche eine neuerliche Welle an Hitler-Videos auf YouTube herein.

Dabei kommt auch ein, ähem, Experte des Genres zu Wort:

“Until recently Hitler was demonised and portrayed not as human being but the devil himself,” says Daniel Erk, a German critic whose Hitler blog on the left wing newspaper Taz is keeping track of the Führer’s appearances in popular culture and the media, from advertisements to Google requests and the surface of toast.

“This is precisely why the Downfall meme became so incredibly popular over time: Hitler appeared in a different, more human way while he still remained the evil dictator. These competing images, the contrast between the great dictator and the little day-to-day

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01.12.2009 von Daniel Erk
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Peter Doherty singt Medien in Nazirausch

von Daniel Erk

Seit der britische Sänger und Gitarrist Peter Doherty mit Modell Kate Moss liiert war, ist er für die Boulevardpresse faktisch Freiwild. Wo immer der durchaus von Drogen- und Alkoholsucht geplagte Sänger der Babyshambles auftritt (oder eben nicht auftritt), reibt sich eine Boulevardjournalistin die Hände — denn so einfach kommt man selten an eine Geschichte, in deren Überschrift man ungestraft und ungeprüft von einem “Skandalrocker” wechselweise auch “Rüpelrocker” schwadronieren darf. Und wenn auf diesen ohnehin schon absurden Nährboden der Erregung noch ein wenig Nazismus fällt, dann macht die deutschsprachige Boulevardpresse offenbar gleich den Schampus auf und die Lexika zu. Anders lässt sich kaum erklären, welch einem skandalgetünchten Taumel der hiesige Gossenjournalismus in den letzten Tagen versank.

Lesen Sie den gesamten Beitrag im Bildblog.

17.07.2009 von Daniel Erk
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Spaß mit Hitler

von Daniel Erk

Es soll ja gar nicht so wenig Menschen geben, die keine Bücher mehr lesen, sondern bloß noch Hörbücher, äh, hören. Derartige Gäste des Hitlerblogs sollten sich folgenden Termin notieren solange sie noch schreiben können:

Am kommenden Sonntag, 19. Juli, 20.05 bis 21 Uhr wird in der Sendung “Freistil” auf Deutschlandfunk das Feature “Heile, heile Hitler von Daniela Mayer und Michael Mueller. Wie Deutschland über den Diktator lacht” ausgestrahlt.

In der Ankündigung schreibt der Deutschlandfunk:

“‘Äch bin wieder da!’. Mit diesen Worten holte Walter Moers Hitler 1998 heim ins Reich: als “Adolf, die Nazisau”, eine gurkennasige, bürstenbärtige Witzfigur. Mit seiner Karikatur brach der Comiczeichner und Autor ein deutsches Tabu: Lachen über Hitler.”

Wird interessant. Und lustig. Allein weil ich da auch zu Wort komme.

(Danke Peter, für das Bild!)

22.12.2008 von Daniel Erk
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Peinlich, peinlich: “Hitler war eine Popikone”

von Daniel Erk

Liebe Leser des Stadtmagazins “Tip” (Berlin),

falls Sie in der aktuellen Ausgabe Ihres Stadtmagazins einen Beitrag über dieses “Weichei” oder auf Tip Online den selben Artikel über einen “Provokateur” gelesen haben und so hierher geraten sind und nun all die Provokationen, die Ihnen das Stadtmagazin “Tip” versprocht hat vergeblich suchen – bitte beschweren Sie sich auch dort.

Das Ziel des Hitlerblogs ist nämlich, aufgemerkt liebe Stadtmagazin “Tip”-Redaktion, eben nicht Provokation, sondern Dokumentation. Und insofern gibt es auch wenig, was hier geübt werden könnte – außer Kritik.

Die vermutete Provokation, vom Stadtmagazin “Tip” belegt durch das Zitat “Hitler war eine Popikone”, bezieht sich vermutlich auf ein Interview, das ich vor 1,5 Jahren gegeben habe und in dem sich seinerseits auch kaum Spuren von Provokationen finden.

Im Kontext liest sich das so:

Daniel, ist Hitler eine Popikone?
Ja. Und zwar ob man das nun mag oder nicht. Er

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08.12.2008 von Daniel Erk
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Darum: Hitlerblog

von Daniel Erk

“Who knows, if the Internet had existed at the time, perhaps Hitler’s criminal plot would not have succeeded — ridicule might have prevented it from ever seeing the light of day.”

Das hat der diesjährige Literaturnobelpreisgewinner Jean-Marie Gustave Le Clezio am Sonntag vor der schwedischen Nobelakademie gesagt. Man kann das mit gutem Recht für übertrieben halten, aber mit ebenso guten Gründen für angemessen. Einen Versuch ist es wert. Und Anlass für Spott gibt es eigentlich immer.

(Thanks a lot again, David!)

05.06.2008 von Daniel Erk
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Volksempfänger Ostmark

von Daniel Erk

Robert Glashüttner vom fabelhaften Ösifunk fm4 war vor Kurzem bei der Hitlerblog-Lesung in Neukölln. Am nächsten Tag war Interviewtermin.

Das ausgestrahlte Gespräch steht auf Rapidshare zum Download bereit, eine “fm4 Webstory” über das Hitlerblog gibt es zudem.

(Dank und alle Recht an Text und Ton gebühren Robert Glashüttner)

20.05.2008 von Daniel Erk
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Daniel twitter’, wir followen!

von Daniel Erk

Seit vielen Monaten versuche ich mich an Hitler, seit wenigen Tagen nun versuche ich mich auch an Twitter.

08.05.2008 von Daniel Erk
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Die Rückkehr der Nazi-Ritter & der braunen Macht

von Daniel Erk

concept_jari_paananen1.jpg

Space Nazis, gerne auch Evil Alien Space Nazis, sind ein beliebtes Genre des Science Fiction. Selbst bei Star Trek war das schon Thema, damals, als Spock et al auf einem Naziplaneten landeten. Seit die Nazis anno ’38/’39 einen Teil der Antarktis als Neuschwabenland für sich beanspruchten, seit das ganze Konzept vom Übermenschen, der ganze Wahn, der Rassenhass und das deutsche Ingenieurskönnen samt und sonders den braunen Bach hintergingen, phantasieren vornehmlich halbdemente Alt- und Neonazis die Rückkehr der Nazi-Ritter und der braunen Macht, aber auch deutlich humorvollere Menschen mit Imaginationsbegabung, was wäre wenn.

Iron Sky” macht nun alle diese Phantastereien wahr und zwar auf wirklich fabelhafte Weise: Der Film der finnischen Internetfilm-Crew, die auch schon mit der Parodiereihe “Star Wrecks” erfolgreich war, arbeitet derzeit an einem Film, der ausspinnt, wie es wohl wäre, wären 1945 Nazis von Neuschwabenland aus auf die dunkle Seite des Mondes geflohen um… weiter lesen