18.10.2011 von Daniel Erk
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Wer war der Hitlervergleichshitler – vor Hitler?

von Daniel Erk

Quiztime! Wir schreiben das Jahr 17…, egal: Wir schreiben irgend ein Jahr vor 1933. Ein Mensch will einen anderen verunglimpfen, mit viel Schmackes und mit maximaler Beleidigung. Mit wem wir diese andere Person verglichen?

  1. Napoleon Bonaparte
  2. Der biblische Pharao (der Mose und die Juden nicht gehen lässt)
  3. Judas
  4. Pontius Pilatus
  5. Josef Stalin
  6. König Leopold II. von Belgien (verantwortlich für die Gräul im Kongo)
  7. Die Jungtürken (die den Genozid an den Armeniern beschlossen)

Die richtige Antwort lautet: alle bis auf Stalin, Leopold und die Jungtürken. Zumindest behauptet dies ein offenbar recht fundiert recherchierter Artikel des amerikanischen Gesellschaftsmagazins Slate.com zu eben jener Frage:

Today, the Führer is universally recognized as the embodiment of evil and the most convenient example of a truly terrible human being. Before World War II, who was the rhetorical worst person in history?

Interessant ist, dass in der Geschichte der Rhetorik bis vor recht kurzer… weiter lesen

13.10.2011 von Daniel Erk
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Neues Fach “NS-Zeit”

von Daniel Erk

“Wie würde der Stundenplan aussehen, wenn es alle Gaga-Schulfächer, die irgendwer fordert, wirklich gäbe” fragte sich die taz und Kollege Brake griff zum Stift. Mit dabei: Das Fach “NS-Zeit”. Mit Zeichnung! So niedlich war Hitler selten.

12.10.2011 von Daniel Erk
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Die Wulffchance

von Daniel Erk

Als ich vor Kurzem zu Gast bei der Berliner Reformbühne Heim & Reich Welt war, weilte dort auch der in Leipzig geborene und in Berlin lebende Künstler K.P.M. Wulff. Den nächsten Satz schreibe ich nur, um die blödelnde Überschrift zu rechtfertigen: Bei jener Lesebühne hatte ich die Möglichkeit, vor des Künstlers Augen zu lesen während Wulff die Chance hatte mich zu zeichnen.

Die Ergebnisse sind sehr aufmerksam, hintergründig und mit spitzer Feder gezeichnet:

Ganz besonders mag ich diese Zeichnung (so fühle ich mich tatsächlich):

NB: Bitte diese Bilder, die ich geschenkt bekommen habe, nur und ausschließlich in Absprach mit Herrn Wulff verwenden.

27.09.2011 von Daniel Erk
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By all means mention the war!

von Daniel Erk

Two World Wars and one World Cup, doo dah, doo dah singen englische Fußballfans. Don’t mention the war wussten Monty Python John Cleese (jajaja). Bloß: Woher kommt die englische Nazi-Obsession? Weil die Engländer lieber an England’s finest hour denn an die späten Kolonialjahre erinnert werden wollen? Oder ist es die nationale Unsicherheit des Landes, wie ein englischer Journalist in einem an Beispielen nicht gerade armen Artikel vermutet?

Der Guardian-Kolumnist Simon Jenkins schreibt da:

In 2000 there were 380 English-language titles on the Third Reich, adding to some 30,000 with the word Hitler in the title. We might have hoped that the new century would see this phase of Germany’s past set in some historical context. It was not to be. Last year the tally of Hitler books rose by 850. Some 80% of these were written by Britons and published in Britain.

Das ist verblüffend – aber… weiter lesen

23.09.2011 von Daniel Erk
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Shake, Reich’n'Roll!

von Daniel Erk

Neulich in Glasgow…

Das ist schon groß: In der Sprache Francos anzählen, dann das Hakenkreuz mit “Reich’n'Roll” zum Tanzen bringen, aber eh’ klar: Letztlich ist “love the message” – irgendwo zwischen Abrüstung, Zivildienst und Sven Väth. Da-da-da … Dada. Deutschland, Deutschland, alles ist vorbei. Super, Mäx!

(Danke, Lukas!)

19.09.2011 von Daniel Erk
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A propos Kampf um Berlin

von Daniel Erk

Ich habe ganz stark das Gefühl, das gerade die Zeiten anbrechen, in denen man zu Hitlerwitzen wirklich nur noch gähnen kann. Erwartbare Provokation – das muss man ja auch erst einmal schaffen.

(via)

19.09.2011 von Daniel Erk
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Baby Adolf

von Daniel Erk

Man kann mit dem Antifaschismus ja gar nicht früh genug anfangen. Not.

(Danke, Sascha! Quelle: Internet, via: reddit)

13.09.2011 von Daniel Erk
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“Get A Life, Jews!”

von Daniel Erk
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Die achte Staffel von “Curb Your Enthusiasm” läuft bzw. neigt sich bereits ihrem Ende zu – und Larry David hat in der Folge “Larry Vs. Michael J. Fox” wieder einmal einen neuen, genialen Charakter seinem Set an Neurotikern hinzugefügt: “Greg, The Flamboyant Kid”.

Greg ist nicht bloß ein metro- bzw. homsexuelles Klischee, sondern auch ein großer Freund des Hakenkreuzes. Zitat: “I like how the lines just go straight, up, down! Straight, up, down!”

Weitere Hitler-Zitate:

  • “Hitler really ruined that mustache for everybody. It’s really an interesting mustache, but now, no one can wear it.”
  • “Get a life, Jews!”

(Danke, Nina, Danke, Johanna)

12.09.2011 von Daniel Erk
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So viel Hitler war selten

von Daniel Erk

»Immer sorgloser gehen wir mit Hitler um: Auf Magazinen, in der Werbung, im politischen Streit – überall sind der »Führer« und die Symbole des Dritten Reichs präsent. Daniel Erk dokumentiert und kommentiert, welche Folgen es hat, wenn das Schreckliche seinen Schrecken verliert. Ein kluges, pointiertes und sehr aktuelles Buch!« – meint der Verlag jedenfalls.

Ein Auszug aus dem Buch ist mittlerweile auf Zeit Online erschienen. Ab sofort ist es in jedem Buchladen zu kaufen oder zu bestellen.

Wenn Sie in Sachen Buch auf dem Laufenden bleiben mögen, können Sie gerne “Fan” des Buches auf Facebook werden. Dafür werde ich im Gegenzug auch nicht andauernd im Blog für das Buch werben, versprochen.

Daniel Erk: Soviel Hitler war selten. Die Banalisierung des Bösen oder warum der Mann mit dem kleinen Bart nicht totzukriegen ist.
Heyne Verlag, München 2012. 240 S. 9,99 Euro.

04.09.2011 von Daniel Erk
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Die “Happy Holocaust”-Würstchen der NPD MV

von Daniel Erk

Die Kollegen von Vice waren samt Kamera in Mecklenburg-Vorpommern, im notorischen NPD-Nazi-Dorf Jamel.

Die NPD und ihr nahestehende Organisationen haben dort die Macht über die Köpfe und Straßen erobert und betreiben in aller Öffentlichkeit einen Lager-ähnlichen Treff, samt eines Grilles mit der Aufschrift “Happy Holocaust”. Der Video-Beitrag von Vice ist bedrückend und erschreckend.

Außerdem wird heute in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, dort wohnen: gehen Sie wählen. Und: Wählt keine Nazis.

(Danke Xander und Felix/auch via NPD-Blog.info)