24.08.2009 von Daniel Erk

Wenn man einen dieser Hitlerbärte auf Adolf Hitler klebt … sieht der doch tatsächlich aus wie … Barack Obama! Sieht so also ganz aus, als würde der Obamavergleich schon sehr bald den Hitlervergleich ablösen.
Schauen Sie selbst: The Colbert Report, ab Minute 7:50.
(Danke, Heinrich!/siehe auch: Obama & Hitler)
17.08.2009 von Daniel Erk
Erinnert sich noch jemand an George W. Bush? Ja, genau, dieser US-Präsident, der eigentlich durchgehend mit Hitler verglichen und gleichgesetzt wurde. Nun aber ist Bush abgewählt und zumindest in Europa neiden viele den US ihren verhältnismäßig jungen, charismatischen und mit einem herausragenden PR-Team ausgestatteten Staatschef.
In den USA sind dagegen nicht alle ganz so glücklich – und greifen zu überraschenden Vergleichen.
Zum Beispiel hier:

Oder hier:
Oder dort:

Oder da, da, da. Selbst das Logo des US-Gesundheitswesen wurde schon des Nazismus verdächtigt.
Die schiere Anzahl an derartigen Vergleichen in den USA scheint so immens, dass es bereits die ersten Obama-Hitler-Vergleichs-Watchblogs gibt. Und natürlich entsprechende Parodien, die tatsächlich sehr komisch sind – so komisch, dass manche Medien und Obama-Gegner gar die Pointe vollkommen verpassen.
Was man daraus lernt? Nicht viel. Vielleicht zwei, drei Dinge über Anstand, Seriosität und den… weiter lesen
26.02.2009 von Daniel Erk
Barack Obama ist Adolf Hitler, kein Zweifel. Zumindest bestehen solche nicht für David Manning, einen US-amerikanischen Prediger, der es dieser Tage unter anderem in Jon Stewarts “Daily Show” geschafft hat. In dem Ausschnitt vom 24. Februar sieht man Manning, wie er mit ernster Miene und ständig nickend bestätigt, dass es sich bei Barack Obama um einen Zwilling des “Fjuras” handelt.
Damit ist er nicht der Einzige. Auch der erklärte Obama-Gegner David Icke zieht den eigenwillig begründeten Vergleich:
“Obama may not look like Hitler, nor sound like Hitler, but the themes are just the same. Germany was in a terrible state economically and militarily in the 1930s in the aftermath of the First World War and the reparations inflicted on the country by the Rothschild/Illuminati-controlled Versailles ‘Peace’ Conference in 1919.
From amid the chaos came the man that Germans saw then in much the same way that so
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14.11.2008 von Daniel Erk

Und immer dann, wenn man ganz, ganz sicher ist, dass es eigentlich nicht wirrer, dümmer und beknackter werden kann, rein technisch, meldet sich einer, der dem Irrsinn die Krone aufsetzt. Besonders schön ist das natürlich, wenn es ein seriös aussehender, älterer Herr in Anzug und Krawatte ist, der für die Republicans im Repräsentantenhaus der USA sitzt und der ganz offenbar weder Sinn für Angemessenheit, noch im Geschichtsunterricht aufgepasst hat. Obama, meint dieser Herr Paul Broun (der auch eine wunderbar beknackte Homepage hat), sei nicht nur ein Marxist – sondern auch noch auf ähnlichen Pfaden unterwegs wie seiner Zeit Adolf Hitler (zu betrachten ist dieses Spektakel in Jon Stewart’s Daily Show vom 13. November – ab Minute 4:35 – in der Broun natürlich auf’s Herrlichste durch den Kakao gezogen wird).
Da wundere sich noch einer, dass westliche Gesellschaften als zunehmend seniorenfeindlich gelten, wenn stets immer diese älteren… weiter lesen
08.11.2008 von Daniel Erk

Bankenkrise und Obamawahl scheinen die niedersten Instinkte und Vergleiche im Menschen zu wecken, muss man denken, wenn man die Zusammenstellung der Entgleisung dieser Woche bei Lukas im Blog Coffee And TV liest:
Der niedersächsische Ministerpräsidenten Christian Wulff schwadroniert ausgerechnet wenige Tage vor der 70sten Jährung der Reichspogromnacht ausgerechnet in der Talkshow von Michel Friedman von einer “Pogromstimmung” gegen Manager (“Spiegel Online” berichtet), der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi lobt Barack Obama in seiner Glückwunschrede als “jung, hübsch und gebräunt” (Jörgl Haider, ick hör dir trapsen) und in Österreich will sich der pensionierte ORF-Journalist Klaus Emmerich “nicht von einem Schwarzen in der westlichen Welt dirigieren lassen” und fügt an: “Wenn sie sagen, des ist eine rassistische Bemerkung: richtig, ist gar keine Frage.”
Natürlich, der dumpf-dumme Hitlervergleich (auch der implizite, über die Porgombande gespielte) eine Traditionsgeschichte (Lukas hat sich die Mühe gemacht, einige der Vergleich aufzulisten).… weiter lesen
31.10.2008 von Daniel Erk

Es war eine turbulente Hitlerwoche: Erst kam Hitlerhoff auf den Schreibtisch, jenes australische Musical, das das Beste aus dem Vorkriegs- und Nachkriegsdeutschland, Adolf Hitler, David Hasselhoff, verband (bitte beachten: den vierarmigen Muskelmann, links im Hintergrund).
Wenig später die etwas verkrampfte Debatte über Nazis-auslachen.de, diese etwas verkrampfte Homepage von Schülern gegen (die Antwort übrigens: Ja, man darf sich über sie als Nazis belustigen und sie als solche für die Dummheit, einer solchen Überzeugung anheimzufallen, verachten – als Mensch aber muss man sie achten). Nazis, in der die Frage aufkam, ob man denn nun Menschen auf Grund ihrer politischen Gesinnung verachten und verlachen dürfe.
Dann “Hitlers Forelle” im belgischen Fernsehen, der man so schön “Geschmacklosigkeit” nachsagen konnte und die dann letztlich doch nicht ausgestrahlt wurde.
Dazu der Wiener Straßenbahnfahrer, der sich sehr witzig fand, aus seinem “Führerstand” ein fröhliches “Sieg Heil” auszurufen (auch schön, weiter lesen
01.07.2008 von Daniel Erk

In den Vereinigten Staaten ist Wahlkampf und Wahlkampf, das ist auch immer Hitlervergleichszeit. Obama ist wie Hitler? Klar doch, die Begeisterung, die die Reden hervorrufen, ganz klarer und aktueller Fall.
Nun sind Hitlervergleiche ein gleichwohl interessantes als auch bizarres Kulturphänomen, das sich vor allem in den USA größter Beliebtheit erfreut, wie dieser hervorragende Essay im US-amerikanischen Blog “Stuff White People Like” hübsch seziert. Interessant an den dortigen Ausführungen ist, dass da auf die dem Hitlervergleich inhärente Bipolarität (“Menschen die ich mag” und “Menschen die wie Hitler sind”) als essentieller Bestandteil verwiesen wird. Daraus wird eine äußerst simple rhetorische, aber in ihre Beleidigungspotential effektive Falle: Wen einer A mit Hitler vergleicht und ein anderer A gut findet und entsprechend widerspricht, folgt quasi-logisch, dass der andere durch die Zustimmung von A auch Hitler zustimmt. Ein Nazi, ganz klar, ganz logisch. Und bewahre bloß, die gleiche Finte mit Stalin, Pol Pot… weiter lesen